Herztod beim Sex auf Geschäftsreise ist Arbeitsunfall

| War noch was…? War noch was…?

Ein französisches Berufungsgericht hat entschieden, dass der Tod eines Mannes beim Sex auf einer Geschäftsreise als „Arbeitsunfall“ einzustufen ist. Der Sicherheitstechniker verstarb während einer Geschäftsreise in Nordwestfrankreich, nachdem er Geschlechtsverkehr mit einer unbekannten Frau hatte.

Wie „euronews“ berichtet, wies das Bauunternehmen TSO, bei dem der Sicherheitstechniker angestellt war, zunächst jede Haftung ab, da der Vorfall außerhalb der Arbeitszeit und nicht im reservierten Hotelzimmer des Mannes stattfand. Die gesetzliche Krankenkasse argumentierte jedoch, dass es sich um einen Arbeitsunfall handle, und der Arbeitgeber für die Entschädigung verantwortlich sei.

TSO behauptete vor dem Berufungsgericht in Paris, dass der Tod nicht auf die Arbeit zurückzuführen sei, sondern auf die außereheliche Beziehung des Mitarbeiters. Der Mitarbeiter habe „wissentlich seine Dienstreise aus einem von persönlichem Interesse geleiteten Grund, unabhängig von seiner Beschäftigung, unterbrochen“, und sei eine „ehebrecherische Beziehung mit einer völlig Fremden“ eingegangen.

Das Pariser Berufungsgericht urteilte jedoch zugunsten der Krankenkasse, da der Tod während der Geschäftsreise geschah und somit als Arbeitsunfall anzusehen sei. Ein Gerichtssprecher erklärte gegenüber „euronews“, dass sich die Arbeitszeit während einer Geschäftsreise auch auf die Nacht erstrecke und der Arbeitnehmer weiterhin dem Arbeitgeber unterstellt sei, es sei denn, er unterbreche eine Tätigkeit, die nicht zum Alltag gehöre. Das Gericht betonte zudem, dass Sex als „Teil des täglichen Lebens“ angesehen werden könne und der Unfall trotz des Ortswechsels im Bereich der Autorität des Arbeitgebers stattfand.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Bei einem Brand im Hotel Polo in Hamburg-St. Georg hat die Feuerwehr in der Nacht zum 21. Juni 2026 insgesamt 14 Menschen gerettet. Eine Person wurde schwer verletzt, 13 weitere erlitten leichte Verletzungen.

Bei einem Brand im Restaurant im Hamburger Schanzenviertel sind vier Menschen leicht verletzt worden. Zwei Personen mussten über eine Drehleiter aus dem Gebäude gerettet werden.

Die Amano Group und die Charité Berlin haben eine Spendenkampagne gestartet, bei der Hotelgäste freiwillig für schwerkranke und traumatisierte Kinder spenden können. Die Erlöse kommen der Intensivmedizin und dem Childhood-Haus Berlin zugute.

Das Landgericht München hat den Betreiber des Vereinslokals des TSV Unterhaching zu einer langen Haftstrafe verurteilt, nachdem Ermittler knapp drei Kilogramm Kokain in der Gaststätte sichergestellt hatten.

Eine israelische Sicherheitsfirma entführte die Block-Kinder laut Anklage aus Dänemark. Die Mutter und der Familienanwalt sollen den Auftrag erteilt haben. Deren Verteidiger weisen das zurück.

32 Polizisten aus NRW werden auch in diesem Sommer an Touristenorten im Ausland auf Streife gehen. Sie sind laut Innenministerium unter anderem auf Mallorca (Spanien), in Nizza (Frankreich) und am Goldstrand (Bulgarien) unterwegs.

Die Gastronomiegruppe Gustoso unterstützt die Kampagne der DRK-Blutspendedienste. So soll die Aufmerksamkeit von Gästen und Mitarbeitern auf den täglichen Bedarf von 15.000 Blutspenden gelenkt werden.

Nach einem Fischgericht am Gardasee stirbt ein Tourist aus Baden-Württemberg. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Was steckt hinter dem rätselhaften Todesfall?

Der chinesische Reiseblogger Guo betrauert den Verlust seines Hundes. Der Border Collie wurde in der chinesischen Provinz Henan von einem Feld gestohlen und an ein Restaurant verkauft, welches sich auf die Zubereitung von Gerichten aus Hundefleisch spezialisiert hat.

Sie waren nicht die ersten Touristen, die sich in Italiens Hauptstadt abziehen ließen. Aber die Empörung über eine arg teure Pause ist bei einem Paar aus den USA groß – genauso wie auf Facebook.