Hotel-Großbrand in Kaltenkirchen: Angeklagter schweigt

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Ein halbes Jahr nach einem Großfeuer in einem Hotel- und Restaurant-Gebäude in Kaltenkirchen (Kreis Segeberg) hat das Kieler Landgericht den Prozess gegen den mutmaßlichen Täter begonnen. Der 26-Jährige muss sich wegen versuchten Mordes aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen sowie schwerer Brandstiftung verantworten.

Zum Prozessauftakt am Freitag schwieg der Mann zu den Tatvorwürfen. Laut Anklage soll er in der Nacht zum 13. November 2020 nach einem Streit mit einem früheren Arbeitskollegen einen mit dem Gebäude verbundenen Holzunterstand in Brand gesetzt haben. Daraufhin fing das Haus Feuer und wurde nahezu völlig zerstört. Zehn Menschen wurden noch rechtzeitig gewarnt und in Sicherheit gebracht. Mehrere Freiwillige Feuerwehren waren über Stunden im Einsatz.

Der Beschuldigte wurde kurze Zeit nach der Tat festgenommen. Er sitzt in Untersuchungshaft. Das Gericht will vier Tage verhandeln. Das Urteil wird am 10. Juni erwartet. Ein psychiatrischer Gutachter sitzt im Saal und soll zur Schuldfähigkeit des Mannes Stellung nehmen. (dpa)


 

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