Muslimische Familie verklagt McDonald's wegen Speck auf Fischburger

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Eine muslimische Familie in den USA bekam bei McDonalds einen Fischburger mit Speck serviert und hat deswegen bei der Anti-Diskriminierungs-Kommission Beschwerde eingelegt. Sie ist sich sicher, dass die Aktion Absicht war und fordert Schadensersatz.

Wie der Spiegel berichtet, ereignete sich der Fall bereits vor rund einem Jahr in der Nähe von Boston. Die Betroffenen, eine Mutter und ihre zwei 7-jährigen Söhne, sollen in der Filiale einen Fischburger bestellt haben. Als einer der Söhne in den Burger biss, sei ihnen der Speck aufgefallen. Ein Versehen schließt die Mutter aus. „Es ist allgemein bekannt, dass der Islam Muslimen verbietet, Schweinefleisch zu essen“, heißt es in der Beschwerde, die sie gemeinsam mit der islamischen Bürgerrechtsorganisation Council on American-Islamic Relations eingereicht hatte. Zudem habe die Mutter in dem Restaurant religiöse Kleidung wie ein Abaya genanntes Überkleid sowie ein Kopftuch getragen. In der Beschwerde heißt es weiter, dass die Mitarbeiter von McDonald's die Frau und ihre kleinen Kinder durch die Aktion beleidigen, demütigen und in Bedrängnis bringen wollten.

Für die Mutter sei der Vorfall wirklich verletzend gewesen. „Meine Kinder fragen sich jetzt, ob sie in ihrem eigenen Land willkommen sind. Sie fragen mich: ‚Hassen sie uns?‘ Wie soll eine Mutter diese Frage beantworten?“, teilte sie zu dem Vorfall mit.

McDonalds äußerte sich noch nicht zu dem Vorfall. Die Beschwerde bei der Anti-Diskriminierungs-Kommission des US-Bundesstaates Massachusetts ist allerdings der erste Schritt, um Schadensersatz geltend machen zu können, erklärte Barbara Dougan, Anwältin der Bürgerrechtsorganisation.


 

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