Nach Beschwerdebrief - Minister Schulze entschuldigt sich bei Ex-Hotelier

| War noch was…? War noch was…?

Nach dem Bekanntwerden von Vorwürfen der Verquickung privater und beruflicher Interessen hat Wirtschaftsminister und CDU-Landeschef Sven Schulze um Entschuldigung gebeten. Im Zentrum der Vorwürfe steht ein Beschwerdebrief eines ehemaligen Hotelchefs. Mit diesem habe er am Morgen telefoniert und sich bei ihm entschuldigt, sagte Schulze der Deutschen Presse-Agentur. «Für uns beide ist das erledigt.»

Wie die «Mitteldeutschen Zeitung» berichtet, soll sich Schulze in einem großen Magdeburger Hotel nahe seines Wohnortes beschwert haben, dass Reisebusse die Ein- und Ausfahrt zu dem angrenzenden Wohngebiet behinderten. Schulze wird vorgeworfen, persönliche Interessen mit Verweis auf sein Ministeramt verbunden zu haben. Das geht aus dem Beschwerdebrief des ehemaligen Hotelchefs an Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hervor. 

Schulze: Amt nicht für privates Anliegen eingesetzt

Im Kontext des Berichtes war die Frage aufgeworfen worden, ob Schulze signalisiert hat, sich dafür einzusetzen, dass keine Busse mehr in das Wohngebiet fahren dürfen. Außerdem soll in dem Gespräch an der Rezeption ein Verweis auf sein Amt als Wirtschaftsminister gefallen sein. Schulzes Haus ist in Sachsen-Anhalt auch für Tourismus zuständig. Der CDU-Politiker hat dies nach eigenen Worten jedoch nur in Zusammenhang mit einer Bitte um eine Kontaktaufnahme durch den Hotelchef erwähnt.

Schulze sagte der «Mitteldeutschen Zeitung»: «Ich habe mein Amt definitiv nicht für ein privates Anliegen eingesetzt. Wenn das so rübergekommen sein sollte, tut es mir leid. Mir ging es um eine Lösung für das gesamte Wohngebiet.»

Ein Regierungssprecher sagte nach der Kabinettssitzung, der Ministerpräsident habe den Brief beantwortet und darin sein Bedauern ausgedrückt, wenn es Missverständnisse gegeben haben sollte. «Insoweit ist das für uns eigentlich erledigt», sagte er. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine vierköpfige Familie stirbt an einer Vergiftung, laut Gutachten durch Insektizide im Hotelzimmer. Nun stehen sechs Angeklagte vor Gericht - und weisen die Schuld strikt von sich.

Wegen seiner Krebserkrankung bleibt der wegen Steuerhinterziehung und Insolvenzverschleppung verurteilte Star-Koch Alfons Schuhbeck weiter auf freiem Fuß. Die Staatsanwaltschaft München I hat entschieden, die Unterbrechung der Haft bis mindestens zum vierten September zu verlängern.

Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder hat der Verteidiger der angeklagten Christina Block kritisiert, die Ermittlungen in dem Fall seien zu einseitig geführt worden. Die Staatsanwaltschaft sieht das anders.

Eine Hamburger Familie stirbt im Türkei-Urlaub nach einem Gift-Einsatz im Hotel gegen Bettwanzen. Im Prozess in Istanbul fordern Angehörige Gerechtigkeit – und klagen über fatale Fehler.

Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder wird die Hamburger Hauptermittlerin befragt. Einen Satz fand die Polizistin nach der Tat so wichtig, dass sie ihn direkt in ihr Merkbuch schrieb.

Ein Mann soll eine Frau und einen Mann in einem Hotel im Landkreis Biberach lebensgefährlich verletzt haben. Nach der Tat floh er. Die Ermittlungen laufen - zahlreiche Fragen sind offen.

In Großbritannien sind Medienberichten zufolge in den vergangenen Jahren mehrere Pubs mit dem Namen „Duke of York“ geschlossen, verkauft oder umbenannt worden. Darüber berichten unter anderem die Boulevardzeitungen „Daily Express“, „Daily Star“ sowie die deutsche „Bild“.

Nach dem Angriff auf ein israelisches Restaurant in München vor einer Woche prüfen die Ermittler ein mögliches Bekennervideo einer neuen proiranischen Gruppierung. Es war auf Social-Media-Kanälen verbreitet worden.

Ein Dreifach-Maßkrug, ein Riesenrad mit Schlag und ein Schreibfehler – die KI hat beim Maßkrug für das Münchner Frühlingsfest mitgewirkt - das sorgt nun für Gesprächsstoff auf der Mini-Wiesn.

Wenn der berufliche Abschied langsam naht, wird sogar ein Staatsoberhaupt leicht melancholisch. So erging es Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beim 73. Bundespresseball im Hotel Adlon am Brandenburger Tor in Berlin.