Porno-Webseite warnt New Yorker Dönerbude

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Handelt es sich hier wirklich um Fragen des Markenrechts oder vielmehr um den Versuch, das eigene Produkt in die Schlagzeilen zu bringen? Diese Überlegung drängt sich auf, wenn man aktuell in US-Medien von einem Vorfall zwischen der Muttergesellschaft der Porno-Webseite Pornhub und einem erst im Frühjahr eröffneten Döner-Imbiss in New York City liest.

Der Imbiss mit dem Namen "Döner Haus" hatte vor kurzem selbst per Pressemitteilung bekanntgegeben, dass ihm von Mindgeek vorgeworfen wird, die Markenrechte von Pornhub verletzt zu haben. Berichten der US-Nachrichtenwebsite "Chelsea News" zufolge hat Mindgeek dem "Döner Haus" einen sogenannten "Cease and Desist Letter" geschickt, eine Art Warnschreiben, das den Empfänger auffordert, möglicherweise rechtswidrige Aktivitäten einzustellen. Gemäß dem Artikel stört sich Mindgeek am Erscheinungsbild des Schnellrestaurants, insbesondere an dessen Logo, das durch seine Farbgebung entfernt an das Pornhub-Logo erinnert.

Demnach erklärte die Anwältin von Mindgeek in dem Schreiben, dass das "Döner Haus" in seinen Social-Media-Beiträgen ein Markenauftritt verwende, der eine ähnliche Anmutung wie die Marken von Pornhub habe. Man befürchte, dass Verbraucher möglicherweise glauben könnten, dass das "Döner Haus" mit Mindgeek in Verbindung stehe, von der Firma gesponsert, unterstützt oder auf irgendeine Weise gebilligt werde. Falls das "Döner Haus" nicht den Forderungen von Mindgeek nachkomme, würden rechtliche Schritte eingeleitet.

Eine Mitarbeiterin des "Döner Hauses" entgegnete scherzhaft, dass es durchaus sein könne, dass Menschen, die auf Pornhub nach 'Hardcore-Sex-Videos' suchen, durch ihr Logo so verwirrt werden, dass sie stattdessen bei ihnen ein Sandwich kaufen. Sie betonte jedoch, dass das "Döner Haus" lediglich Lebensmittel anbiete und nichts mit der Pornobranche zu tun habe. Außerdem seien Text und Farben der Logos unterschiedlich, wodurch eine Verwechslung unwahrscheinlich sei.

Ein Anwalt des "Döner Haus" äußerte gegenüber "Chelsea News", er betrachte die Angelegenheit mittlerweile als erledigt. Von Mindgeek und Pornhub gab es bisher keine Stellungnahme, auch eine Anfrage der Spiegel-Redaktion an Anwältin Christine Sabbagh blieb unbeantwortet.


 

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