Prozess gegen Christina Block wegen Kindesentführung startet

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Eineinhalb Jahre nach der mutmaßlichen Entführung zweier Kinder der Hamburger Gastronomie-Unternehmerin Christina Block beginnt vor dem Landgericht Hamburg der Prozess gegen die 52-Jährige und sechs weitere Angeklagte. Vor Gericht steht auch Blocks Lebensgefährte, der Fernsehmoderator Gerhard Delling (66).

Laut Staatsanwaltschaft waren der Junge und das Mädchen in der Silvesternacht 2023/24 von mehreren Männern von Dänemark nach Deutschland gebracht worden. Zwei Tage später waren die beiden bei ihrer Mutter, die sich seit Jahren um das Sorgerecht mit ihrem Ex-Mann streitet.

Die Tochter des Gründers der Restaurantkette Block House, Eugen Block, kämpft seit bald vier Jahren um ihre 2010 geborene Tochter und den 2013 geborenen Sohn. Beide Kinder leben seit Ende August 2021 bei ihrem Vater Stephan Hensel (51) in Dänemark. Nach Ansicht der Hamburger Staatsanwaltschaft behielt er sie nach einem Wochenendbesuch gemäß seinem Umgangsrecht widerrechtlich bei sich.

Mutter musste Kinder wieder nach Dänemark gehen lassen

Laut Anklage soll Christina Block im Zusammenwirken mit dem Leiter eines Hamburger Sicherheitsunternehmens den Auftrag erteilt haben, ihre 2010 geborene Tochter und ihren 2013 geborenen Sohn gewaltsam der Obhut des ebenfalls sorgeberechtigten Vaters zu entziehen. Blocks Verteidiger haben dieser Darstellung mehrfach widersprochen. Nach einem Gerichtsbeschluss musste die Mutter ihre Kinder wieder nach Dänemark gehen lassen.

Der Sportjournalist und Fernsehmoderator Gerhard Delling soll unter anderem die Anreise von Christina Block nach Baden-Württemberg organisiert und ihre Rückkehr mit den Kindern nach Hamburg koordiniert haben. Auch seine Verteidigung hat die Vorwürfe zurückgewiesen. (dpa)


 

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