Rügen: Restaurant wirbt mit Zigeunerschnitzel und Negerkuss

| War noch was…? War noch was…?

„Omas Zigeunerschnitzel mit Bratkartoffeln … danach gibt es einen Negerkuss.“ So wirbt das Restaurant „Oma's Küche“ in Binz auf Rügen für sein Tagesangebot und sorgt damit für heftige Diskussionen nicht nur auf der Urlaubsinsel.

Urlaubsgäste äußerten in der "Ostsee-Zeitung" Kritik an der diskriminierenden Sprache der Betreiberin. Auch die Polizei wurde bereits mit dem Fall konfrontiert, ergriff jedoch bislang keine rechtlichen Maßnahmen.

Betreiberin Sigrun Gonschior weist die Rassismusvorwürfe gegenüber der "Ostsee-Zeitung" zurück und erklärt, „Zigeunerschnitzel“ und „Negerkuss“ seien legitimierte Begriffe. Hinter der auffälligen Werbung von „Oma‘s Küche“ scheint jedoch mehr als nur bloße Werbung zu stecken - denn Schokoküsse sind auf der Speisekarte des Restaurants überhaupt nicht zu finden.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes bewertet das Wort „Zigeuner“ als eindeutig diskriminierend. Es sei keine Selbstbezeichnung von Roma und Sinti, sondern eine abwertende Fremdbezeichnung, die zur Ausgrenzung beitrage.

Auch der Begriff „Negerkuss“ wird als besonders problematisch angesehen. Silke Dorn vom Jugendmigrationsdienst der AWO in Bergen kommentiert die Werbetafel von „Oma's Küche“ in der "Ostsee-Zeitung": „Diese Wörter bringen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zum Ausdruck.“


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Kaulitz-Brüder von Tokio Hotel erzählten in ihrem Podcast von einer ausgearteten Aftershow-Party in einem Hotel im Europa-Park. Eine Woche später stellen sie die Situation nun etwas anders dar.

Eine vierköpfige Familie stirbt an einer Vergiftung, laut Gutachten durch Insektizide im Hotelzimmer. Nun stehen sechs Angeklagte vor Gericht - und weisen die Schuld strikt von sich.

Wegen seiner Krebserkrankung bleibt der wegen Steuerhinterziehung und Insolvenzverschleppung verurteilte Star-Koch Alfons Schuhbeck weiter auf freiem Fuß. Die Staatsanwaltschaft München I hat entschieden, die Unterbrechung der Haft bis mindestens zum vierten September zu verlängern.

Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder hat der Verteidiger der angeklagten Christina Block kritisiert, die Ermittlungen in dem Fall seien zu einseitig geführt worden. Die Staatsanwaltschaft sieht das anders.

Eine Hamburger Familie stirbt im Türkei-Urlaub nach einem Gift-Einsatz im Hotel gegen Bettwanzen. Im Prozess in Istanbul fordern Angehörige Gerechtigkeit – und klagen über fatale Fehler.

Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder wird die Hamburger Hauptermittlerin befragt. Einen Satz fand die Polizistin nach der Tat so wichtig, dass sie ihn direkt in ihr Merkbuch schrieb.

Ein Mann soll eine Frau und einen Mann in einem Hotel im Landkreis Biberach lebensgefährlich verletzt haben. Nach der Tat floh er. Die Ermittlungen laufen - zahlreiche Fragen sind offen.

In Großbritannien sind Medienberichten zufolge in den vergangenen Jahren mehrere Pubs mit dem Namen „Duke of York“ geschlossen, verkauft oder umbenannt worden. Darüber berichten unter anderem die Boulevardzeitungen „Daily Express“, „Daily Star“ sowie die deutsche „Bild“.

Nach dem Angriff auf ein israelisches Restaurant in München vor einer Woche prüfen die Ermittler ein mögliches Bekennervideo einer neuen proiranischen Gruppierung. Es war auf Social-Media-Kanälen verbreitet worden.

Ein Dreifach-Maßkrug, ein Riesenrad mit Schlag und ein Schreibfehler – die KI hat beim Maßkrug für das Münchner Frühlingsfest mitgewirkt - das sorgt nun für Gesprächsstoff auf der Mini-Wiesn.