Schinken in französischer Kathedrale werden zur Staatsaffäre

| War noch was…? War noch was…?

Zum Trocknen in einer französischen Kathedrale aufgehängte Schinken sind inzwischen zu einer Staatsaffäre geworden und haben die Regierung in Paris auf den Plan gerufen. Kulturministerin Rachida Dati habe sich mit dem Dossier der Reifung herkunftsgeschützter Schinken aus der Auvergne im Turm der Kathedrale von Saint-Flour im Süden des Landes vertraut gemacht, teilte ihr Ministerium mit. Die Ministerin sprach sich für einen neuen Versuch aus, bei dem geklärt werden solle, ob die Schinken gefahrlos in der Kathedrale aufgehängt werden könnten, auch unter Brandschutzaspekten und Beachtung der Erhaltung des Kulturerbes.

Der Denkmalschutz und die Präfektur im für seine Schinken bekannten Departement Cantal nämlich waren eingeschritten, nachdem 2022 auf Initiative des örtlichen Bischofs erstmals rund 60 Schinken zum Trocknen hoch oben im Turm der Kathedrale aufgehängt wurden. Herabtropfendes Fett könne Schäden an der Kathedrale verursachen und die Schinken behinderten den Zugang oben im Turm, begründeten sie das Verbot, auch künftig Schinken in luftiger Höhe in dem Gotteshaus aufzuhängen. 

Kulturministerin hat Ohr für Gastronomen

Dabei war der luftgetrocknete Schinken namens «Florus Solatium» bei örtlichen Gastronomen auf freudigen Absatz gestoßen. Der Erlös aus dem Verkauf kam außerdem dem Unterhalt der Kathedrale zugute. Die Ministerin habe weiterhin ein offenes Ohr für «die Akteure des Handwerks und der Gastronomie in dieser Angelegenheit und im weiteren Sinne, um alle innovativen Lösungen zu begleiten, die es ermöglichen, das nationale Territorium, sein Erbe und seine Gastronomie aufzuwerten», hieß es in gewichtigen Worten aus Paris. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Nach dem Tod eines baden-württembergischen Touristen am Gardasee hat die Rechtsmedizin in Deutschland eine Leichenschau durchgeführt. Berichten zufolge hatte der Mann über starke Beschwerden geklagt, nachdem er in einem Restaurant Fisch gegessen hatte.

Der neue ungarische Ministerpräsident Peter Magyar hat sich bei seinem Besuch in Berlin eine Currywurst und eine Flasche Pils gegönnt. Die Berliner Spezialität aß der 45-Jährige zusammen mit Begleitern gleich im Stehen an einer Bude gegenüber dem Hotel Adlon.

Der Dehoga Niedersachsen bietet Hotel- und Gastronomiebetrieben kostenlose Vorlagen an, um Gäste für den respektvollen Umgang mit internationalem Personal zu sensibilisieren. Damit reagiert der Verband auf zunehmende negative Rückmeldungen.

in Hotel in Bayern hat eine Buchung aus Israel mit einer antisemitischen Begründung abgelehnt. Nach Kritik entschuldigte sich das Hotel in der Oberpfalz per E-Mail bei dem Gast und lud diesen zu einem kostenlosen Urlaub ein.

Tui hat ein Ranking zu deutschen Freibädern vorgelegt, das auf Nutzerbewertungen basiert. Dabei wurden über 1.000 Anlagen anhand verschiedener Bewertungskriterien analysiert.

In Italien sind die Autobahnen teuer: Auch deutsche Urlauber kennen das. Jetzt soll es dort bei Staus infolge von Baustellen Geld zurück geben. Allerdings ist die Sache nicht einfach.

Ein Sorgerechtsstreit, der in einer Entführung endet: Seit fast einem Jahr beschäftigt der Fall Block das Landgericht Hamburg. Einer mutmaßlichen Täterin werfen Anwälte widersprüchliche Aussagen vor.

Im Buch «36 Boys. Wie eine Kreuzberger Gang zur Legende wurde» schildert der Journalist Paul Christoph Gäbler die Entstehung der Gang. Damals auch mit dabei: der heutige Sternekoch Tim Raue.

Johann Lafer hat sich erstmals selbst öffentlich zu seiner Krebserkrankung geäußert. Parallel berichten „Bild“ und „Bunte“ über Diagnose, Chemotherapie und den aktuellen Gesundheitszustand des Fernsehkochs.

Bei einem Streit in einer Bar in Lörrach hat ein Mann seine brennende Zigarette im Gesicht eines Barkeepers ausgedrückt und ihn dabei verletzt. Welche Rolle die anderen Gäste spielten.