Tödliche Schüsse in Gaststätte in Stade: Lebenslange Haft für 29-Jährigen

| War noch was…? War noch was…?

Neun Monate nach den tödlichen Schüssen in einer Gaststätte in Stade hat das Landgericht einen 29-Jährigen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt - wegen Mordes, versuchten Mordes und versuchten Totschlags. Der Türke hatte am späten Abend des 19. September 2022 ohne Vorwarnung mit einer Pistole auf einen Mitarbeiter geschossen. Der 23-Jährige starb später im Krankenhaus.

Das Motiv für die Tat habe während des Prozesses nicht geklärt werden können, sagte ein Gerichtssprecher. Klar sei lediglich, dass es Konflikte zwischen dem Täter und dem späteren Opfer gegeben habe. Die Staatsanwaltschaft hatte als Motiv Drogengeschäfte und Geldschulden vermutet.

Laut Zeugenaussagen soll der Täter in den Imbiss gekommen sein, die Waffe auf einen Tisch gelegt und zu dem späteren Opfer gesagt haben, er solle sich entweder selbst erschießen oder er würde dies tun. Anschließend schoss er - erst in den Bauch und dann in den Kopf des 23-Jährigen. Das Gericht erkannte als Mordmerkmal Heimtücke. Bei der Tat hatte der Mann zwei Promille im Blut. Da er aber an Alkohol gewöhnt sei, habe dies nicht zu einer verminderten Schuldfähigkeit geführt, sagte der Sprecher.

Dem Angeklagten war von der Staatsanwaltschaft auch vorgeworfen worden, nach den Schüssen auf den 23-Jährigen auf mindestens einen Zeugen geschossen zu haben, der dem Opfer helfen wollte. Nach Auffassung der Anklage wollte er diesen Mann töten, um die Rettung des Opfers und die Aufklärung der Straftat zu verhindern. Das sah das Gericht jedoch nicht als erwiesen an und sprach den 29-Jährigen von diesem Tatvorwurf frei, wie der Sprecher sagte.

Nach den Schüssen in der Gaststätte ging der Täter zu einer nahe gelegenen Wohnung - und wollte dort nach Überzeugung des Gerichts zwei weitere Männer töten. An der Haustür schoss er einem damals 39-Jährigen in den Bauch. Das Opfer wurde schwer verletzt. Dem anderen Mann gelang es, den Täter festzuhalten und die Waffe abzunehmen. Er blieb unverletzt.

 

Mit dem Urteil folgte das Gericht in weiten Teilen der Forderung der Staatsanwaltschaft. Anders als die Anklagebehörde verlangt hatte, stellte es aber keine besondere Schwere der Schuld fest. Somit könne nach 15 Jahren Haft geprüft werden, ob die restliche Strafe zur Bewährung ausgesetzt werde, sagte der Sprecher. Die Verteidigung hatte auf eine milde Freiheitsstrafe wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung plädiert. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Waldgasthof Buchenhain im Süden von München sorgt derzeit mit einer ungewöhnlichen Aktion für internationales Aufsehen. Inhaber Stefan Kastner beliefert seinen Nachbarn, den FC-Bayern-Stürmer Harry Kane, nach jedem erzielten Treffer mit einem kostenlosen Schnitzel.

Die Haft soll sicherstellen, dass die Ermittlungen ordnungsgemäß durchgeführt werden können, sagt das Gericht. Was der Barbesitzer tun muss, um wieder auf freien Fuß zu kommen.

In Celle in Niedersachsen ist am Sonntagabend ein Streit eskaliert. Nach Angaben der Polizei führte die Beschädigung eines rund zwei Meter hohen Schneemannes zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen Passanten und Restaurantmitarbeitern.

Nach der kurzfristigen Absage der Bundesligabegegnung zwischen dem SV Werder Bremen und der TSG Hoffenheim, ist eine Entscheidung über den Verbleib der bereits produzierten Lebensmittel gefallen. Der Verein und der zuständige Caterer Supreme Sports Hospitality gaben die für das Heimspiel vorbereiteten Speisen an die Bremer Suppenengel weiter.

Nach der Vernehmung des mutmaßlichen Kopfs der Entführer der Block-Kinder in der Silvesternacht 2023/24 hat die angeklagte Mutter, Christina Block, ihre Unschuld vor Gericht betont. Eine überhastete Aktion wie Silvester hätte sie nie in Auftrag gegeben, sagte die 52-Jährige in einer Erklärung vor der Strafkammer.

Bei einer schweren Verpuffung im Kölner Hotel Löwenbräu wurden am Mittwoch drei Personen verletzt. Eine gesamte Etage des Gebäudes in der Altstadt wurde zerstört, während ein Großaufgebot der Feuerwehr Schlimmeres verhinderte.

Ein ungewöhnlicher Vorfall in einem Hotel an der Münchner Maximilianstraße hat am Wochenende einen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein Mischlingshund verhinderte durch aggressives Verhalten, dass seine Besitzer ihr Zimmer verlassen konnten.

Tim Raue präsentiert seine neue Currywurst-Interpretation für den Berliner Fernsehturm. Die Rezeptur vereint eine Kult-Wurst aus dem Ruhrgebiet mit Berliner Saucen-Tradition und feiert auf der Grünen Woche Premiere.

Mehr als zwei Wochen mietet ein Mann ein Hotelzimmer in Sachsen-Anhalt. Er macht es sich gemütlich. So sehr, dass nun die Polizei ermittelt.

Auf dem Neujahrsempfang 2026 der Hamburger Block-Gruppe hat sich Firmenchef Eugen Block zum Sorgerechtsstreit um seine Enkelkinder geäußert. Der Hamburger Gastronom Eugen Block hofft weiter auf die Hilfe der Justiz.