Transfrau gegen McDonald's: Diskriminierungsklage endet mit Vergleich

| War noch was…? War noch was…?

Im Diskriminierungsprozess einer Transfrau gegen die Fastfood-Kette McDonalds haben sich beide Seiten vor dem Berliner Arbeitsgericht auf einen Vergleich geeinigt. Die nach wie vor angestellte Betroffene scheidet demnach Ende April aus dem Konzern aus, bis dahin ist sie freigestellt. Der Konzern zahlt ihr dafür eine zu versteuernde Abfindung von 16.500 Euro. Um eine Entschädigungszahlung handelt es sich indes nicht. Das hatte die Klägerin, die als Kylie Divon auch künstlerisch tätig ist, ursprünglich gefordert. Ein vorheriger Gütetermin war ohne Einigung verlaufen. 

Die Frau arbeitete seit 2019 bei McDonalds. Im Dezember 2023 verwehrte ihr eine muslimische Arbeitskollegin den Zugang zur Damenumkleide und soll sie dabei diskriminierend beleidigt haben. Daraufhin wendete sich die Betroffene an ihre Vorgesetzten, bekam ihren Schilderungen zufolge aber dort keine Unterstützung. 

Eine Konzernvertreterin gab vor Gericht an, gemeinsam mit allen Beteiligten nach Lösungen gesucht zu haben - auch, was den konkreten Zugang zur Damenumkleide anbelange. Zudem habe McDonalds finanzielle Unterstützungsangebote etwa für die künstlerische Tätigkeit der Klägerin gemacht. Auch habe das Unternehmen angeboten, Geld zum Beispiel an queere Organisationen zu spenden.

Nach Darstellung der Frau handelte es sich dabei aber vor allem um Versuche der PR-Abteilung des Konzerns, etwa über ein gemeinsam produziertes Video das eigene Image wiederherzustellen. Mit der Vereinbarung sind sämtliche weiteren rechtlichen Ansprüche in dem Fall erloschen. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Auch wegen alter Zigarettenkippen gibt es mancherorts in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern rauchfreie Zonen an den Stränden - darunter auf Föhr und Rügen. Auf der Insel Sylt gibt es andere Methoden gegen Ökosünder.

In einem alten Silberbergwerk in Freiberg reift Whisky in Eichenholzfässern. Warum der unterirdische Lagerort für Forscher und Genießer gleichermaßen spannend ist.

Traf sich die angeklagte Unternehmerin Christina Block kurz vor der Rückholung ihrer jüngsten Kinder in einem Hotel mit den maskierten Entführern? Dazu äußert sich der Verteidiger eines Israelis.

Ralph Siegel hat gemeinsam mit seiner Ehefrau ein Restaurant in Spanien übernommen. Die Eröffnung ist für Ende März geplant.

Seit Juli wird in Hamburg der Fall um die Entführung zweier Kinder von Christina Block verhandelt. Nun äußert sich der Verteidiger der Unternehmerin zu einem angeblichen Treffen seiner Mandantin.

Das Restaurant Wintzell’s Oyster House in Alabama löst ein Jahrzehnte altes Versprechen ein und serviert einem 80-Jährigen und seinem Vater kostenlose Austern. Die Einlösung der historischen Offerte sorgt für internationale Aufmerksamkeit.

Seit Juli wird vor dem Landgericht Hamburg der Fall um die Entführung zweier Kinder der Unternehmerin Christina Block verhandelt. Im Gerichtssaal kommt es wieder zu Wortgefechten.

In einem Lokal in Raunheim nahe dem Frankfurter Flughafen sind zwei Menschen getötet worden. Am Vormittag lief eine Fahndung mit Hubschrauber und einem größeren Polizeiaufgebot nach dem noch unbekannten Schützen. Viele Details sind noch nicht bekannt.

Der spektakuläre Transport des Airbus «Kurt Schumacher» in den Serengeti-Park zieht ein juristisches Nachspiel nach sich. Während der Umbau zum Flugzeug-Restaurant läuft, fordert der Park 2,4 Millionen Euro Schadenersatz von einer Logistikfirma.

Der niederösterreichische Vier-Hauben-Koch Bernhard Zimmerl unterstützte Wolfgang Puck zum dritten Mal bei der Verpflegung der Oscar-Preisträger in Los Angeles und servierte österreichische Klassiker in exklusiver Variation.