Tresor-Öffnung im Hotel Reichshof: Enttäuschung statt historischer Entdeckung

| War noch was…? War noch was…?

Am Ende war der Inhalt eines alten Tresors im Hamburger Hotel Reichshof doch wenig spektakulär: Alte Dienstpläne, Quittungen und Gutscheine für den Transfer zum Flughafen befanden sich in dem mehr als 100 Jahre alten Tresor, der anlässlich des 115. Jubiläums des Hotels geöffnet wurde.

Die Verantwortlichen waren davon ausgegangen, dass der Tresor seitdem Ende des Zweiten Weltkrieges verschlossen gewesen ist. Der historischen Überlieferung nach hätten sich darin auch persönliche Gegenstände jüdischer Gäste befinden können, die diese vor ihrer Flucht oder Deportation aus Nazi-Deutschland im Hotel zurückgelassen haben. 

«Die Erwartungshaltungen waren von bis, aber am Ende des Tages haben wir Unterlagen aus Ende der 1980er Jahre, Anfang der 1990er Jahre gefunden, also knapp 35 Jahre alt», sagte Hotelmanagerin Kathrin Wirth-Ueberschär.

Sie sei gleichzeitig «erleichtert und enttäuscht». «Auf der anderen Seite bin ich froh, dass nicht noch eine Hypothek aus der Nazizeit auf uns gewartet hat», sagte die Hotelmanagerin nach der Öffnung des Tresors. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Sie soll an der Entführung der Block-Kinder beteiligt gewesen sein und bekam als wichtige Zeugin sicheres Geleit: Die unter den Alias-Namen «Olga» oder «Doris White» bekannte Frau sagt nun weiter aus.

Wiesn-Chef Scharpf stellt klar: Der Kultsong bleibt! Warum «Skandal im Sperrbezirk» für ihn zur Münchner Musikgeschichte gehört – und was das mit alten Verboten zu tun hat.

Jahrelang stritten eine Urlauberin und ein italienisches Luxushotel über (k)ein Glas Leitungswasser zum Abendessen - jetzt hat Italiens oberstes Gericht dem juristischen Zank ein Ende gesetzt.

Die US-Strafverfolgungsbehörden haben Anklage gegen einen Mann erhoben, dem als Kopf einer proiranischen Terrorgruppierung die Beteiligung an dem Angriff auf ein israelisches Restaurant in München im März vorgeworfen wird.

Ihre Befragung wurde im Block-Prozess mit Spannung erwartet: Eine mutmaßliche Entführerin aus Israel, die sich in Hamburg Olga nannte, hat ihre Sicht geschildert. Tränen fließen.

Mehr als 20 Jahre lang liefen die Ermittlungen in einem Mordfall in Ostwestfalen ins Leere. Dann brachte moderne DNA-Technik einen Durchbruch. Für die Richter waren die Beweise eindeutig.

In Hamburg beginnt die mit Spannung erwartete Vernehmung einer wichtigen Zeugin aus Israel – sie soll an der Entführung beteiligt gewesen sein. Vor Gericht erzählt die Frau von der Vorgeschichte.

Nach einem Brand in einem Hotel am Mainzer Hauptbahnhof mussten 43 Menschen das Gebäude verlassen. Drei Personen wurden wegen leichter Rauchgasvergiftungen medizinisch versorgt. Wie lokale Medien berichten, handelt es sich bei dem betroffenen Gebäude um das Hotel Königshof .

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen einen 55-Jährigen wegen mutmaßlichen gewerbsmäßigen Betrugs erhoben. Der Mann soll mehr als ein Jahr in einem Berliner Hotel gewohnt und Kosten von über 100.000 Euro nicht bezahlt haben.

Nach einer tödlichen Messerattacke auf einen Restaurant-Chef in Hamburg im Februar ist ein 36-jähriger Verdächtiger in der Türkei festgenommen worden. Das bestätigte die Hamburger Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte «Bild» darüber berichtet.