Weniger Lebensmittel verschwenden: Edeka gibt Tipps

| War noch was…? War noch was…?

Laut Statistischem Bundesamt verschwendet jeder Mensch in Deutschland rund 78 Kilogramm Lebensmittel, davon 59 Prozent in Privathaushalten - umgerechnet auf eine vierköpfige Familie fallen so jährlich fast 350 Euro vermeidbare Kosten an. Wer die Ursachen für die eigene Lebensmittelverschwendung kennt, kann sie gezielt vermeiden - und so bares Geld sparen, was gerade in Zeiten von Inflation für viele mehr als willkommen ist.

Besonderes Augenmerk legt nun Edeka darauf im aktuellen Aktionsmonat unter dem Motto "Gut für die Umwelt und den Geldbeutel", den das Unternehmen erstmalig in 2022 vom 15. September bis 15. Oktober ins Leben gerufen hat. Im Rahmen der Initiative, die für einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln steht, gibt Edeka neun Tipps für weniger Lebensmittelverschwendung.

1. Schlau und Sparsam: ein guter Plan

Wer einen Essensplan anfertigt, weiß genau, was er für die Zubereitung der Gerichte braucht. Idealerweise greift man dabei auf saisonale und regionale Lebensmittel zurück, das ist klimaschonend und unterstützt regionale Landwirte und Unternehmen.

2. Portionsgrößen planen

Wer keine Fußballmannschaft zu versorgen hat, muss nicht in Übermengen kochen. Grobe Faustregeln helfen, Portionsgrößen besser einzuschätzen. So reichen als Beilage bereits 50 bis 80 Gramm Nudeln oder Reis pro Person, als Hauptspeise eher 120 bis 150 Gramm. Auch die eigene Hand kann zur Kalkulierung herangezogen werden: Eine Hand gilt als eine Portion, zwei Hände voll sind es bei Gemüse.

3. Lagerung im Kühlschrank

Nach dem Einkauf kommt es auf die richtige Lagerung an. Ein Kühlschrank hat verschiedene Klimazonen, die jeweils für unterschiedliche Lebensmittel geeignet sind. In der Tür des Kühlschranks ist es wärmer - Eier, Getränke, Butter, Soßen und Marmeladen sind hier gut aufgehoben. Auch im Gemüsefach ist die Temperatur etwas milder. Hier sollten neben Gemüse und Obst auch Salat, Blattgemüse und Möhren gelagert werden. Aber Achtung: Nicht jedes Gemüse fühlt sich im Kühlschrank wohl (Punkt 5). Fleisch hingegen sollte in der kühlsten Zone des Kühlschranks aufbewahrt werden - auf der untersten Glasplatte.

4. Lagerung im Eisfach

Wer weiß, dass er nicht alle Lebensmittel innerhalb kurzer Zeit verzehren wird, kann verschiedene Lebensmittel wie Brot oder manche Obst- und Gemüsesorten einfrieren. Temperaturen unterhalb von -18 Grad Celsius stoppen Verderbsprozesse zum Großteil. Wichtig: Beschriften nicht vergessen. Infos wie das Einfrierdatum und der Inhalt des Gefrierbeutels sind unverzichtbar. Beim Auftauen werden tiefgefrorene Lebensmittel bestenfalls direkt portioniert, um weitere Abfälle zu vermeiden.

5. Trocken-Lagerung

Manche Lebensmittel müssen gar nicht im Kühlschrank gelagert werden. Das spart Energie und damit gleichzeitig Geld. So gehört Brot ebenso wenig in den Kühlschrank wie Bananen und Tomaten, die bei Kälte schneller verderben und an Geschmack verlieren. Trockene Lebensmittel wie Mehl und Zucker sind gut verschlossen, lichtgeschützt und trocken aufzubewahren. Trocken, dunkel und kühl sollte es auch für Kartoffeln und Kürbisse sein.

6. Kreative Resteverwertung

Aus einzelnen Gemüseresten lässt sich eine leckere Gemüsepfanne zubereiten, aus schrumpeligen Äpfeln Apfelmus, aus übriggebliebenen Kräutern Pesto. Viele Lebensmittelbestandteile werden auch aus Gewohnheit weggeworfen, wie etwa Kartoffel- oder Karottenschalen oder Kohlrabi-Blätter- meist ist das nicht nötig! Aus Kartoffelschalen lassen sich knusprige Chips zaubern, das Karottenschälen kann man sich oft sparen und über die Kohlrabi-Blätter freut sich das Kaninchen von nebenan.

7. Let it grow!

Schon gewusst? Aus einem Salatstrunk wachsen wieder neue Salatblätter! Am besten geht das mit Romana- oder Eichblattsalat. Dazu den Strunk bis zur Hälfte ins Wasser stellen bis neue Blätter wachsen. Auch aus dem Wurzelanteil von Zwiebelgewächsen wie Lauch oder Speisezwiebeln können Lauch und Zwiebel wieder nachwachsen, wenn sie mit Wasser bedeckt sind. Regrowing nennt sich das Prinzip.

8. Als gutes Beispiel voran

Was Erwachsene ihren Kindern vorleben, wird gerne nachgemacht. Es lohnt sich also, gemeinsam mit den Kindern aus alten Lebensmitteln etwas Neues zu zaubern. Dunkle Bananen sind super für Bananenbrot - und das schmeckt Kindern ganz besonders! Genauso wie Arme Ritter mit Zimt und Zucker aus altem Brot. Und auch das Einkochen von Obst und Gemüse macht (mit) den Kids besonders viel Spaß!

9. Biotonne bitte!

Nur wenige Lebensmittel müssen wirklich weggeworfen werden. Und falls doch etwas verdorben ist, gehört es in die Biotonne. Dort erfüllen Lebensmittelabfälle als Kompost oder Biomasse für die Biogasanlage noch wertvolle Dienste.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ein Kunde beschwert sich über ein zu leichtes halbes Brot. Das hat teure Folgen für den Bäckermeister. Jetzt muss jede Scheibe gewogen werden. Macht die Regelung die Kunden glücklich?

Etliche Menschen klagten in einem Hotel in Weibersbrunn über Magen-Darm-Probleme. Zahlreiche Rettungskräfte rückten an. Mittlerweile ist die Ursache für die Beschwerden bekannt.

Für das Hotel Palace in Luzern war ein angebliches Verkaufsinserat über 275 Millionen Euro aufgetaucht. Das Hotelmanagement dementierte einen Verkauf und bezeichnet das Angebot als vollständig erfunden.

Warum für eine besondere Kelterei in Erfurt nun offiziell göttlicher Segen erbeten wurde – und das gleich auch noch auf ökumenischem Wege.

Berlin erreicht im internationalen Work from Anywhere Index der International Workplace Group den 30. Platz und ist damit die einzige deutsche Stadt in der Top 50. Bangkok führt das weltweite Ranking vor Tokio und Barcelona an.

In der Bamberger Altstadt ist ein Auto in ein Haus gekracht und hat dabei die Außenwand durchbrochen. Wie Augenzeugen vor Ort einer dpa-Reporterin schilderten, fuhr der Wagen zunächst durch den Außenbereich einer Gaststätte

Eigentlich wollen sie in die Berge fahren, doch als bei einer Pause ihre geliebte Katze davonläuft, schmeißt eine Familie ihre Pläne über den Haufen. Nun heißt es Autobahn statt Gipfelkreuz.

Nach einem Polizeieinsatz in Leipzig ist Freibergs Oberbürgermeister abgetaucht. Auch eine Sondersitzung des Stadtrates bringt nicht mehr Klarheit. Das Rathaus ist im Krisenmodus.

Am Feiertag Nyepi steht die Urlaubsinsel still - auch für Touristen. Ein Mann aus der Schweiz ärgert sich im Internet über die Regeln. Dafür muss er nun ein Jahr ins Gefängnis.

Muss in einer Gießener Vereinsgaststätte Alkohol ausgeschenkt werden oder reicht ein alkoholfreies Angebot? Nun beschäftigt der Fall das Oberlandesgericht in Frankfurt.