Wiesn-Sanitäter mit mehr Personal und Hygienekonzept

| War noch was…? War noch was…?

Mit mehr Personal und einem mehrstufigen Hygienekonzept startet die Wiesn-Sanitätswache in das erste Oktoberfest nach der zweijährigen Corona-Pause. Es werde eine besondere Wiesn, so die Aicher Ambulanz, die seit 2018 den Sanitätsdienst auf dem Volksfest sicherstellt.

Rund 110 Sanitäter und Helfer sowie 10 Ärzte werden täglich im Einsatz sein; zusätzlich seien 10 Prozent mehr Mitarbeiter für den Krankheitsfall eingeplant, erläuterte der Chef der Aicher Ambulanz, Peter Aicher. Seit Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) Ende April grünes Licht für das Oktoberfest gegeben hat, laufen die Vorbereitungen. «Jetzt freuen wir uns auf die Wiesn», sagte Aicher.

Neben der personellen «Überplanung» soll eine FFP2-Maskenpflicht sowie die Dreifachimpfung aller Mitarbeiter für Sicherheit sorgen.

Wiesnchef Clemens Baumgärtner (CSU) kündigte ein Monitoring der Corona-Fallzahlen an. Der Corona-Krisenstab der Stadt sei im Einsatz. Es sei nicht so, dass «wir unvorbereitet in eine Wiesn reinlaufen». Die Infektionszahlen gingen derzeit zurück, und die Rechtslage lasse Volksfeste zu. Und schließlich: «Die Wiesn ist keine Pflichtaufgabe. Die Wiesn ist nichts, wo man hingehen muss.»

Erstmals wird die Wiesn-Sanitätswache rund um die Uhr besetzt sein. Denn, so Michel Belcijan, Betriebsleiter der Aicher Ambulanz: «Wir haben jedes Jahr dasselbe Problem: Nach Schankschluss haben wir Full House.» Nun könnten sich Gäste, die - meist alkoholbedingt - nicht fit für den Heimweg seien, in Ruhe erholen und müssten nicht ins Krankenhaus. Das entlaste Kliniken und Rettungsdienste.

Getestet wird erstmals ein Telemedizin-System. Einige Sanitätsteams, die mit Tragen zu Patienten eilen, könnten via Kamera-Brille die Lage vor Ort in Bild und Ton an einen Arzt in der Station übertragen - der dann rascher als bisher Handlungsempfehlungen geben könne.

2019 versorgten die Sanitäter rund 7000 Patienten. Gut 2100 Mal rückten Tragestaffeln aus; sie legten dabei rund 1500 Kilometer zu Fuß zurück. Die Wiesn 2022 dauert vom 17. September bis 3. Oktober. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ein Schluck aus der falschen Flasche: In einem Schnellrestaurant in Kassel bekam ein Kleinkind Desinfektionsmittel statt Wasser. Die Staatsanwaltschaft ermittelte – was kam dabei heraus?

Ein Mann soll seine ungeliebte Ehefrau von dem Balkon eines Frankfurter Hotelzimmers im 22. Stock in die Tiefe gestoßen haben – nun hat im Frankfurter Landgericht ein aufwendiger Indizienprozess gegen den 60-Jährigen begonnen.

Ochsenknecht war ohne Verurteilung davongekommen. Das könnte nur ein vorläufiger Schlussstrich gewesen sein: Für die Staatsanwaltschaft ist die Causa rund um eine Hotelrechnung noch nicht erledigt.

Eine aktuelle Analyse bewertet 633 deutsche Rastmöglichkeiten auf Basis von Google-Rezensionen. Während ostdeutsche Bundesländer und inhabergeführte Betriebe Spitzenplätze belegen, bilden Standorte in Ballungsräumen häufig das Ende der Skala.

Mit einem vergifteten Döner soll eine 35-Jährige versucht haben, ihren Stiefvater zu töten. Wegen versuchten Mordes muss sich die Frau nun in einem Berufungsverfahren von Mittwoch an vor dem Landgericht Zwickau verantworten.

Vogel-Schwärme, Hängebrücken, Spinnen: Phobien können stark einschränken - und auch Urlaubsfreude trüben. Wie Betroffene lernen, wieder neue Orte zu entdecken.

Kamelmilch, geräucherter Dattelhonig und Polenta: Mit dieser ungewöhnlichen Eis-Kreation holt Thomas Micolino einen Kreativ-Preis in Las Vegas. Wonach schmeckt denn so ein Eis?

In Thüringen ist wieder Saison für die Bratwurst: Beim traditionellen Angrillen im Bratwurstmuseum Mühlhausen bissen am Samstag nicht nur Ministerpräsident Mario Voigt, Bratwurstkönig Norbert Abt und Wurstkönigin Nicole Schenk in die Thüringer Nationalspeise.

Ferran Adrià hat sich bei Veranstaltungen in Zaragoza zu wirtschaftlichen Herausforderungen in der Gastronomie geäußert. Im Fokus standen fehlende Planung, steigende Kosten und der Einsatz von Technologie.

Die Leonardo Hotel Group nimmt am 28. März an der Earth Hour teil und setzt damit ein Zeichen im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie. Bis 2027 plant das Unternehmen zudem, seine Energieeffizienz um zehn Prozent zu steigern.