Dass es auf dem Oktoberfest im Bierzelt gelegentlich zu Handgreiflichkeiten kommt, ist nichts Neues. Nun aber hat ein Zwist in der Boxe des Münchner Stadtrats für die letzten paar Wiesntage ungewöhnliche Konsequenzen. Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) hat der Fraktion der Linken für dieses Oktoberfest den Tisch in der sogenannten Ratsboxe entzogen. Mehrere Medien hatten darüber berichtet.
Der Anlass liegt demnach schon Tage zurück. Eine Frau, die am der Linken-Fraktion zugeordneten Tisch saß, soll dem Fraktionsvorsitzenden der FDP im Stadtrat, Jörg Hoffmann, eine Ohrfeige erteilt haben. Zu dem Vorfall soll es nach einer Debatte um Israel und Palästina gekommen sein, wie Medien berichten. Dem Vernehmen nach war auch Alkohol im Spiel.
«Die Wiesn ist kein Ort für politische Agitation. Vollkommen inakzeptabel ist der körperliche Angriff auf unseren Stadtratskollegen Jörg Hoffmann, dem meine volle Solidarität gilt», begründete Krause die Entscheidung auf Anfrage. «Gewalt darf nie ein Mittel der politischen Auseinandersetzung sein.» Es sei aber ein gutes Zeichen, dass sich der Fraktionsvorsitzende der Linken, Stefan Jagel, bei Hoffmann entschuldigt habe.












