Wombacher kochen größten Kloß der Welt

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Im unterfränkischen Dorf Wombach ist bei einem Weltrekordversuch ein fast 465 Kilogramm schwerer Kartoffelkloß gekocht worden. Mit der Aktion wurde ein früherer Rekord aus Jena in Thüringen deutlich übertroffen. Die Menschen aus dem 2.000 Seelen großen Ortsteil der Stadt Lohr am Main hatten den «größten Kloß der Welt» im Rahmen ihrer Feier zum 700-Jahr-Jubiläum des Dorfes gekocht und verspeist.

Wie Rekordrichterin Laura Koblischek vom Rekord-Institut für Deutschland (RID) bekanntgab, war der Kloß aus Wombach letztlich 464,8 Kilo schwer. Der bisherige Rekord wurde im Jahr 2010 in Jena aufgestellt - dort wurde damals ein 365 Kilogramm schwerer Kartoffelkloß gekocht. Diese Marke wurde in Unterfranken mit dem dortigen Mammut-Kloß um fast 100 Kilo übertroffen.

Die Idee zu dem Rekordversuch sei entstanden, um mehr Interessierte zu dem Dorfjubiläum zu locken, erklärte Organisator Klaus Roth. «Wir wollten etwas Besonderes machen.» 

Die Vorbereitung habe etwa eineinhalb Jahre gedauert. Zunächst sei nötig gewesen, einen 3.000 Liter fassenden Kochtopf zu beschaffen - mit einem Durchmesser von 1,60 Meter sowie zweieinhalb Meter hoch. Den passenden Topf fanden die Wombacher in Bremen. Dazu wurde dann eine passende Kochstation gebaut.

Geübt wurde mit einem Probeknödel

Bereits im Mai wurde ein kleinerer Knödel, der nur etwa einen halben Meter groß war, probeweise zubereitet. Der eigentliche Rekordkloß war dann fast doppelt so groß. Ursprünglich sei die Idee gewesen, die ganzen Kartoffeln für den Kloß selbst zu schälen, erzählte Roth. «Aber das haben wir gleich wieder verworfen.» Danach habe man sich die Unterstützung eines kommerziellen Teigherstellers geholt.

Nach den Berechnungen hätte der Kloß etwa drei Tage lang kochen müssen, um gar zu werden. Da dies praktisch nicht umsetzbar war, wurde die Teigmasse vorgewärmt und dann nur 21 Stunden lang bei 90 Grad in 2.500 Litern Wasser erhitzt.

Ergebnis überzeugt: «Schmeckt wie daheim»

Etwa 2.000 Schaulustige waren zu dem Weltrekordversuch gekommen - viele beteiligten sich dann an dem Vertilgen des Rekordkloßes. Viele Besucher sagten anerkennend, dass der Kloß richtig gut geworden sei. «Schmeckt eigentlich wie der ganz normale Sonntagskloß von daheim», meinte eine Besucherin. (dpa)


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