ZDF-Vorabendserie «Hotel Mondial» in stillgelegter Teppichfabrik aufgezeichnet

| War noch was…? War noch was…?

Eine Herberge der gehobenen Kategorie in Schwerin: Die neue Chefin will mit eisernem Besen durchkehren, die ebenfalls neue Rezeptionistin Lara (Joy Ewulu) sucht nach ihrer in Kindertagen verlorenen Mutter und die anderen Mitarbeiter vom Lehrling über die Köchin bis zur Concierge schlagen sich mit den alltäglichen Fallstricken des Lebens herum. Die neue ZDF-Vorabendserie «Hotel Mondial» will Unterhaltung bieten und zugleich gesellschaftliche Themen wie Rassismus und soziale Fragen aufgreifen. Die Serie startet an diesem Mittwoch um 19.25 Uhr - mit einer Woche Verspätung. Vorige Woche hatte das Zweite den Auftakt kurzfristig wegen einer Sondersendung aus dem Programm gekegelt.

Das gelingt über weite Strecken mit leichter Hand dank flotter Dialoge sowie Charakteren, die mehr als eine Seite zeigen dürfen. Hotelchefin Eva de Vries, gespielt von Gesine Cukrowski, ist nicht nur kühle Karrierefrau, sondern auch verletzlich. Der hübsche Hotelpage Florian Schönauer (Richard Kreutz) ist ein Tagedieb mit goldenem Herzen. Küchenchefin Uli Kersting (Agnes Mann) glänzt mit ihren Menüs und als kluge Führungskraft, droht darüber aber ihre kleine Tochter zu vernachlässigen.

Cukrowski findet, dass «Hotel Modial» mehr wagt als manch andere Produktion im deutschen Fernsehen. «Die Figuren sind mutiger, konsequenter und sehr humorvoll erzählt, deshalb habe ich mich in die Eva de Vries gut hineinfühlen können», sagt sie. Die erfolgreiche Hotelmanagerin habe unangenehme Züge, «aber sie darf eben auch noch ihre anderen Seiten zeigen». Cukrowski ist der vielen Krimis im deutschen TV müde und wünscht sich mehr «tolle Frauengeschichten» im TV, auch und gerade über Frauen jenseits der 50, sowie mehr Mut, die Figuren vielschichtig zu gestalten.

Die Außenaufnahmen für «Hotel Mondial» wurden im Sommer 2022 in Schwerin gedreht. Die Stadt in Mecklenburg-Vorpommern mit ihren Seen und dem Märchenschloss wird immer wieder in Szene gesetzt, auch mit Drohnenaufnahmen aus der Luft. Als Hotelfassade musste ein historischer Bau aus dem 19. Jahrhundert im Stadtzentrum herhalten. Dort sind in Wirklichkeit ein Restaurant und Büros untergebracht. Die Innenaufnahmen wurden in einer stillgelegten Teppichfabrik in Geesthacht (Schleswig-Holstein) gedreht. Mangels einer Hotelauffahrt vor dem Gebäude in Schwerin wurde die Auffahrt im Studio nachgebaut - was leider nicht zu übersehen ist. Auch ist die Innenausstattung nicht so mondän gelungen, wie der Name des Hotels erwarten lässt.

Zunächst sind zwölf Folgen gedreht worden. Sie werden vom 25. Januar an mittwochs um 19.25 Uhr im ZDF gezeigt. Je eine Woche vorher können sie in der Mediathek abgerufen werden. (dpa)

Zurück

Vielleicht auch interessant

Johann Lafer hat sich erstmals selbst öffentlich zu seiner Krebserkrankung geäußert. Parallel berichten „Bild“ und „Bunte“ über Diagnose, Chemotherapie und den aktuellen Gesundheitszustand des Fernsehkochs.

Bei einem Streit in einer Bar in Lörrach hat ein Mann seine brennende Zigarette im Gesicht eines Barkeepers ausgedrückt und ihn dabei verletzt. Welche Rolle die anderen Gäste spielten.

Sommelier Mirko Rainer hat in Girlan bei Eppan einen neuen Weltrekord im Sabrieren aufgestellt. Innerhalb einer Minute öffnete er nach Angaben der Veranstalter 96 Sektflaschen mit einem Säbel.

Im Block-Prozess hat eine mutmaßliche Entführerin aus Israel als Zeugin geschildert, dass ihr Team bei der Rückholaktion an Silvester 2023/24 eine ganz andere Reaktion der Kinder erwartet habe.

Christina Block wusste von der geplanten Rückholaktion ihrer Kinder nach Deutschland - so hat es eine mutmaßliche Entführerin vor Gericht ausgesagt. Sie widerspricht damit der Angeklagten.

Sie soll an der Entführung der Block-Kinder beteiligt gewesen sein und bekam als wichtige Zeugin sicheres Geleit: Die unter den Alias-Namen «Olga» oder «Doris White» bekannte Frau sagt nun weiter aus.

Wiesn-Chef Scharpf stellt klar: Der Kultsong bleibt! Warum «Skandal im Sperrbezirk» für ihn zur Münchner Musikgeschichte gehört – und was das mit alten Verboten zu tun hat.

Jahrelang stritten eine Urlauberin und ein italienisches Luxushotel über (k)ein Glas Leitungswasser zum Abendessen - jetzt hat Italiens oberstes Gericht dem juristischen Zank ein Ende gesetzt.

Die US-Strafverfolgungsbehörden haben Anklage gegen einen Mann erhoben, dem als Kopf einer proiranischen Terrorgruppierung die Beteiligung an dem Angriff auf ein israelisches Restaurant in München im März vorgeworfen wird.

Ihre Befragung wurde im Block-Prozess mit Spannung erwartet: Eine mutmaßliche Entführerin aus Israel, die sich in Hamburg Olga nannte, hat ihre Sicht geschildert. Tränen fließen.