Allianz-Prognose: Insolvenzen bleiben 2027 auf hohem Niveau

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Nach einem Anstieg der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland geht der Kreditversicherer Allianz Trade von anhaltend hohen Zahlen im nächsten Jahr aus. Die Hamburger Allianz-Tochter prognostiziert dieses und nächstes Jahr je 25.900 Fälle. Ähnlich viele Insolvenzfälle gab es hierzulande zuletzt 2013, gegen Ende der europäischen Schuldenkrise. 

Laut Deutschland-Chef von Allianz Trade, Milo Bogaerts, sei nächstes Jahr keine Entspannung in Sicht. Er begründete das mit dem schwelenden Iran-Krieg, der schwachen Konjunktur, den fehlenden Fachkräften und den hohen Betriebskosten, unter denen die Unternehmen litten. 

Bogaerts sagte: «Besonders betroffen sind Transport und Logistik, Bau, Gastgewerbe sowie die Automobil- und Maschinenbauindustrie.» 

Insolvenzen steigen und steigen 

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist in vergangenen Jahren fortlaufend gestiegen. Das Statistische Bundesamt zählte vergangenes Jahr 24.064 Fälle. In den Jahren davor waren es 21.812 und 17.814 Insolvenzen.

Im ersten Halbjahr dieses Jahres registrierte das Statistische Bundesamt 12.812 Unternehmensinsolvenzen, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einer Zunahme um 6,7 Prozent entspricht. Nach Prognose von Allianz Trade wird der Anstieg im Gesamtjahr acht Prozent betragen. 

Aufsehen erregten jüngst die Insolvenzen der Warenhauskette Galeria, des Discounters Kodi und des Batterieherstellers Varta. 

Rückgang 2028 erwartet

Der Kreditversicherer geht davon aus, dass die Unternehmensinsolvenzen in Deutschland 2028 fallen werden. Allianz Trade prognostiziert einen Rückgang um fünf Prozent auf 24.600 Fälle. Die Konjunkturmaßnahmen der Regierung könnten dann weiter an Wirkung gewinnen, hieß es zur Begründung. (dpa)


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