Arbeitslosigkeit sinkt im April

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Dank einer weiteren Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland weiter gesunken. Im April waren 2,309 Millionen Menschen ohne Job. Das sind 53 000 weniger als im März und 462 000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mitteilte. Die Quote sank um 0,1 Punkte auf 5,0 Prozent. Im Vergleich zum April 2021 sank sie sogar um einen kompletten Prozentpunkt.

«Mit der Frühjahrsbelebung und den Lockerungen der Corona-Maßnahmen setzt sich die Erholung am Arbeitsmarkt fort», sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, am Dienstag in Nürnberg. «Allerdings wird die Entwicklung durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine gebremst», betonte er. Für ihre April-Statistik konnte die Bundesagentur auf Datenmaterial zurückgreifen, das bis zum 12. April vorlag.

Allerdings steigt die Kurzarbeit erneut. Vom 1. bis 27. April hätten Betriebe für 120 000 Menschen Kurzarbeit angezeigt. Die Anzeige muss zeitlich vor der Inanspruchnahme kommen. Die tatsächliche Kurzarbeit fällt meistens geringer aus. Hierfür liegen Daten nur bis Februar vor. In diesem Monat wurde für 723 000 Menschen Kurzarbeitergeld bezahlt. Für den Januar hatte die Bundesagentur zuletzt von 654 000 Kurzarbeitern berichtet. Die Zahl kann sich etwa durch Nachmeldungen noch leicht ändern.

Auf dem Ausbildungsmarkt herrscht nach wie vor Unzufriedenheit. Von Oktober 2021 bis April 2022 hatten sich bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern 339 000 Bewerberinnen und Bewerber für eine Lehrstelle gemeldet - 6000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Von ihnen hatten im April noch 182 000 junge Menschen weder einen Ausbildungsplatz noch eine Alternative gefunden, berichtete die Bundesagentur. Gemeldet waren 466 000 Ausbildungsstellen, 33 000 mehr als vor einem Jahr. 291 000 blieben bisher unbesetzt. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine aktuelle Erhebung zeigt die Reisetrends für 2026: Die Deutschen planen frühzeitig, buchen bevorzugt selbst und setzen dabei verstärkt auf digitale All-in-One-Plattformen.

In vielen Branchen und Betrieben geht es längst nicht mehr ohne ausländische Fachkräfte. Die dahinterliegenden Zahlen zeigen klare Trends.

Sind Beschäftigte in Deutschland zu oft krank? Eine neue Studie stützt Kritiker. Die großen Arbeitsausfälle haben demnach erhebliche Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft.

Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer enttäuscht im Januar. Am Bau hellte sich die Stimmung der Unternehmen auf. Den Trend sieht das Ifo auch im Handel. Im Dienstleistungssektor und im Tourismus trübte sich das Geschäftsklima hingegen ein.

Dass simple Passwörter nicht sicher sind, hat wohl fast jeder schon einmal gehört - hält aber viele nicht davon ab, leichtsinnige Zugangsdaten zu verwenden. Eine Auswertung - und wie es besser geht.

Manchmal stellt einen das Universum hart auf die Probe: Man hat einen neuen Arbeitsvertrag gerade unterschrieben, aber plötzlich kommt ein noch besseres Angebot. Was tun? Lässt sich in diesem Fall das Arbeitsverhältnis beenden, bevor der Job überhaupt angefangen hat?

Die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf 13,90 Euro zum 1. Januar 2026 hat branchenübergreifend Auswirkungen, trifft jedoch das Gastgewerbe in besonderem Maße. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist fast jeder zweite Arbeitsplatz in dieser Branche von der neuen Lohnuntergrenze betroffen.

Der aktuelle DATEV Mittelstandsindex belegt eine weiterhin schwierige Lage für mittelständische Betriebe. Während die Umsätze im Dezember erneut sanken und das Weihnachtsgeschäft im Handel schwach ausfiel, setzt sich insbesondere in der Gastronomie der personelle Rückbau fort.

Der Umgang mit Alkohol verändert sich in Deutschland. Viele verzichten einer Umfrage zufolge inzwischen ganz oder teilweise darauf, vor allem Jüngere.

Filmen verboten? Mitnichten. Unter Umständen dürfen Arbeitgeber Kameras am Arbeitsplatz installieren - sogar verdecktes Filmen kann erlaubt sein. Dafür braucht es in Deutschland aber sehr gute Gründe.