Ausbildungsmarkt im Gastgewerbe erholt sich

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Nach den ersten, noch unvollständigen, Zahlen des Bundesinstitutes für Berufsbildung zeichnen sich deutlich steigende Zahlen bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen in Hotellerie und Gastronomie ab. Das berichtete der DEHOGA Bundesverband.

Nach den dem Verband vorliegenden ersten Daten ist die Zahl der Neuverträge bei den Köchen bis zum Stichtag 30.9. um 10,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Bei der Fachkraft für Gastronomie (bzw. ehemals Fachkraft im Gastgewerbe) liegt die Steigerung sogar bei 24,1Prozent. Die beste Entwicklung der bis jetzt vorliegenden Berufe nahmen mit +31,9Prozent die Hotelfachleute. Das ist nicht nur ein Beleg, dass die Unternehmen sich zusehends aus der Corona-Ausbildungsdelle herausarbeiten. „Die Zuwächse zeigen auch die positiven Impulse, die von der Neuordnung der Ausbildungsberufe ausgegangen sind“, so der DEHOGA.

 

Das sei angesichts vieler als unbesetzt gemeldeter Ausbildungsstellen in zahlreichen Branchen – auch im Gastgewerbe – besonders erfreulich. Umso bemerkenswerter sei die Entwicklung im Gastgewerbe auch, weil sich das Gastgewerbe damit positiv von anderen Branchen abhebe.

Insgesamt legen die Ausbildungszahlen nämlich nur um 0,4Prozent minimal zu, im Handwerk schlägt sogar ein Rückgang von -2,2Prozent zu Buche. Allerdings waren die Verluste im Gastgewerbe im ersten Pandemiejahr 2020 auch besonders stark. Das Niveau von 2019 haben wir in diesem Jahr noch nicht wieder erreicht. Aus einigen IHKs wird jedoch vermeldet, dass das Gastgewerbe in 2022 das Niveau von 2019 erreicht oder sogar übertrifft.

Einen Ausreißer nach unten gibt es allerdings: Die Neuverträge bei den Fachleuten für Systemgastronomie sind dramatisch eingebrochen, um mehr als 50Prozent. Dieser Beruf war aufgrund des starken Liefer- und Takeaway-Geschäfts vieler Ausbildungsunternehmen bisher mit nur geringen Verlusten durch die Corona-Pandemie gekommen. In 2022 dagegen wurden bis zum Stichtag 30.9. nur 666 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Ein Teil der Ausbildungsverhältnisse dürfte sich sicherlich in Richtung der neuen Fachkraft für Gastronomie mit Schwerpunkt Systemgastronomie verlagert haben. Das erkläre den Einbruch aber nur teilweise, sagt der DEHOGA.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Sachbezugswerte für Verpflegung sollen 2027 steigen. Für Mittag- und Abendessen sind 4,70 Euro vorgesehen, wodurch unter den steuerrechtlichen Voraussetzungen Essenszuschüsse von bis zu 7,80 Euro möglich werden.

Tageskarte erreicht jeden Tag Menschen, die Hotels und Restaurants führen, ausstatten, beliefern und weiterentwickeln.

Wenn Sie dieser Branche etwas zu sagen – oder zu verkaufen – haben, bringen wir Sie zusammen.

Ein Aufhebungsvertrag mit Abfindung kann attraktiv erscheinen. Doch neben der Höhe der Zahlung zählen auch Steuern, Arbeitslosengeld, Freistellung und Austrittsdatum. Was Arbeitnehmer vor einer Unterschrift prüfen sollten.

Restaurants, Hotels und andere Betriebe im Gastgewerbe in Sachsen-Anhalt spüren weiter Gegenwind. Besonders betroffen von der Zurückhaltung der Verbraucher ist die Gastronomie.

Zwar kann ein Arbeitsverhältnis in den ersten sechs Monaten leichter beendet werden. Hat das Unternehmen einen Betriebsrat, muss der aber die Gründe kennen. Schlagwörter allein reichen dann nicht.

Die Teilzeitquote in Deutschland klettert im zweiten Quartal 2026 auf einen neuen Rekordwert über 40 Prozent, während die Zahl der Vollzeitstellen insbesondere in der Industrie rückläufig ist.

Eine Krankschreibung bedeutet nicht gleich Hausarrest. Denn je nach Krankheit und geplanter Aktivität, können Arbeitnehmer mehr machen, als so mancher vermutet.

Vor wenigen Wochen hat die Deutsche Bahn ein bundesweites Alkoholkonsumverbot an allen Bahnhöfen in Deutschland angekündigt, am Dienstag beginnt die Umsetzung an vier weiteren Stationen.

Frankreich ist bekannt für seine Käsespezialitäten. Für die Herstellung typischer Sorten gelten teils strenge Regeln. Warum werden sie wegen der Dürre aufgeweicht?

 

Die Weinlese in Deutschland hat 2026 nach Einschätzung des Deutschen Weininstituts so früh begonnen wie noch nie seit Beginn der regelmäßigen Erfassung. Die Trauben seien zwar kleiner als üblich, dafür gesund und vielversprechend. Die Ernte könnte bereits im September abgeschlossen sein.