Bayerisches Gastgewerbe: Realer Umsatz und Beschäftigtenzahlen sinken 2025 deutlich

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Die wirtschaftliche Lage im bayerischen Gastgewerbe ist im Jahr 2025 von einem deutlichen realen Umsatzminus geprägt. Trotz nominal steigender Erlöse, die vor allem auf Preissteigerungen zurückzuführen sind, verzeichnet die Branche einen Rückgang der preisbereinigten Einnahmen. Laut den vorläufigen Ergebnissen des Bayerischen Landesamtes für Statistik sank der reale Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozent. Parallel dazu dünnte sich die Personaldecke im bayerischen Gastgewerbe um 2,5 Prozent aus.

Kaufkraftverlust übersteigt nominales Umsatzplus

Obwohl die Betriebe nominal ein Plus von 2,0 Prozent verbuchten, konnte dies die Teuerungsrate nicht ausgleichen. In der Gastronomie fiel das reale Minus mit 1,9 Prozent besonders deutlich aus, während die nominalen Umsätze dort lediglich um 1,9 Prozent stiegen. Die Beherbergungssparte schnitt geringfügig besser ab, verzeichnete jedoch bei einem nominalen Zuwachs von 2,1 Prozent ebenfalls einen realen Rückgang von 0,7 Prozent.

Personalabbau in fast allen Teilbereichen

Der Rückgang der Beschäftigtenzahlen zieht sich durch nahezu alle Segmente. Besonders stark betroffen ist die Beherbergung, in der die Zahl der Mitarbeiter um 2,9 Prozent sank. In der Gastronomie betrug der Rückgang 2,3 Prozent. In den klassischen Bereichen wie Hotels, Gasthöfen und Pensionen sowie bei den Restaurants und Cafés konnten die steigenden nominalen Umsätze den Verlust an realer Wirtschaftskraft und Personal nicht verhindern.

Ausnahmen bei Campingplätzen und Verpflegungsdiensten

Lediglich kleine Nischen der Branche entzogen sich dem allgemeinen Abwärtstrend. Die Campingplätze meldeten als einzige Gruppe durchweg positive Daten bei Umsatz und Beschäftigung. Auch bei den Ferienunterkünften und den Caterern stiegen die realen Umsätze an. Dennoch blieb die Personalsituation auch bei den Verpflegungsdienstleistern angespannt: Trotz realer Umsatzzuwächse sank dort die Zahl der Beschäftigten.

Negativer Jahresabschluss im Dezember

Zum Jahresende verschärfte sich die Situation weiter. Im Dezember 2025 lag der reale Umsatz um 2,1 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats. Der nominale Zuwachs von 1,3 Prozent reichte nicht aus, um dieses Defizit aufzufangen. Auch die Beschäftigtenzahl im Gastgewerbe lag im Dezember um 1,7 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum.


 

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