Berliner Restaurantbetreiber verwirrt über Schließungs-Zeitplan

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Angesichts der geplanten Schließung der meisten Geschäfte und Abendrestaurants in Berlin hat es schon erste Verwirrungen bei den Betreibern gegeben. Der Besitzer eines bekannten Restaurants aus Friedrichshain schloss seinen Laden bereits am Montagabend, weil er die Ankündigung von Bund und Ländern in der Coronavirus-Krise als unmittelbare Anweisung verstanden hatte, wie er der dpa sagte. Er habe es nicht so aufgefasst, dass die Bundesländer die Umsetzung und den Zeitpunkt der Schließungen erst noch bestimmen müssten. Nun überlege er, ob er am Dienstagabend sein Restaurant noch einmal öffne.

Möglicherweise ist schon ab diesem Mittwoch Schluss mit abendlichem Essengehen und vielen Einkaufsvorhaben in Berlin. Bund und Länder hatten am Montag beschlossen, das öffentliche Leben weiter drastisch einzuschränken, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen. Die meisten Geschäfte außer den Lebensmittelläden und einigen weiteren Ausnahmen sollen geschlossen werden. Restaurants dürfen nur noch tagsüber öffnen. Berlin hatte schon zuvor Kneipen, Clubs, Sportstätten und Kultureinrichtungen dichtgemacht. Alle Schulen und Kitas sind ab diesem Dienstag geschlossen.

Der Berliner Senat entscheidet an diesem Dienstagvormittag über die konkrete Umsetzung. Brandenburg und andere Länder teilten bereits mit, dass sie den Vorgaben ab Mittwoch folgen werden.

(dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die vom Dehoga befragten Gastgewerbebetriebe in Mecklenburg-Vorpommern melden für Januar bis September 2026 sinkende Umsätze. 84,7 Prozent beobachten geringere Gästeausgaben, fast die Hälfte beurteilt die wirtschaftlichen Aussichten für das vierte Quartal als eher schlecht oder sehr schlecht.

Wem wie viel Pausenzeit während der Arbeit zusteht, ist gesetzlich klar geregelt. Doch wie sieht das mit der Aufteilung aus: Kann der Arbeitgeber einfach vorschreiben, wann man zu pausieren hat?

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im September wieder unter die Drei-Millionen-Grenze gefallen. Dennoch fällt die Herbstbelebung in diesem Jahr schwach aus.

Destatis meldet für 2025 einen Anteil von 56 Prozent Beschäftigten mit Einwanderungsgeschichte unter Köchen. Im gastronomischen Service lag er bei 47 Prozent, im Hotelservice bei 40 Prozent.

Die Unternehmen in Deutschland treten beim Stellenabbau auf die Bremse. Das Beschäftigungsbarometer des Münchner Ifo-Instituts ist den dritten Monat in Folge gestiegen. Eine echte Erholung sei aber noch nicht in Sicht, so das Institut.

Wer in den Feierabend geht, möchte bis zur nächsten Schicht nicht über die Arbeit nachdenken. Doch was passiert, wenn in der Zwischenzeit eine wichtige Nachricht eingeht? Müssen Arbeitnehmer diese auch außerhalb der eigentlichen Arbeitszeit beantworten?

„Nachhaltiges Hotel“, „umweltfreundliches Frühstück“ oder „klimaneutrale Übernachtung“: Seit dem 27. September gelten strengere Vorgaben für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Hotels und Restaurants sollten ihre Werbung auf Websites, in Buchungsstrecken, auf Speisekarten und in weiteren Materialien überprüfen.

Eine NGG-Sonderauswertung des DGB-Ausbildungsreports 2026 weist auf hohe psychische Belastungen und Überstunden unter Auszubildenden im Hotel- und Gastgewerbe hin. Die Gewerkschaft bewertet die Zahlen kritisch und verweist auf Personalmangel und Arbeitsverdichtung.

37 Prozent der Menschen ab 14 Jahren nutzen KI-Onlinetools mindestens wöchentlich, nach 22 Prozent im Vorjahr. Die ARD/ZDF-Medienstudie zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

Prompten, recherchieren, automatisieren: Wie wichtig wird Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt? Einer repräsentativen Umfrage der IU Internationalen Hochschule in Erfurt zufolge erwarten etwas mehr als die Hälfte der Arbeitnehmenden, dass KI-Kompetenzen wichtige Voraussetzung für den Jobeinstieg werden.