Brückentage: Wer bekommt Urlaub?

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

1. Mai, Christi Himmelfahrt oder Fronleichnam: Die Feiertage in den kommenden Monaten sind für viele Beschäftigte eine gute Gelegenheit, ein verlängertes Wochenende einzuplanen. Aber wie ist das mit den Urlaubstagen geregelt? Wer bekommt an Brückentagen frei, wenn alle gleichzeitig Urlaub wollen?

Grundsätzlich erhöhen Beschäftigte ihre Chancen, am Brückentag freizuhaben, wenn sie den Urlaubsantrag frühzeitig stellen, so Volker Görzel, Fachanwalt für Arbeitsrecht. Im besten Fall spricht man sich vorab auch schon mit den Kolleginnen und Kollegen ab.

Der Urlaub an Brückentagen wird prinzipiell nach denselben Regeln gewährt wie anderer Urlaub auch. Heißt: Der Arbeitgeber muss die Urlaubswünsche seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Planung berücksichtigen.

Worauf der Arbeitgeber beim Urlaub Rücksicht nehmen muss

Wenn mehrere Beschäftigte gleichzeitig Urlaub wollen, muss der Arbeitgeber bei der Entscheidung, wer freibekommt, auch soziale Aspekte berücksichtigen. Wer zum Beispiel Kinder hat, die am Brückentag ebenfalls schul- oder kitafrei haben, könnte eher Urlaub erhalten als ein kinderloser Arbeitnehmer.

Daneben spielt bei der Abwägung unter anderem eine Rolle, wie die bisherige Urlaubsgewährung in besonders beliebten Zeiten aussah, wie viel Urlaub einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jahr bereits hatten und wie groß die Erholungsbedürftigkeit ist. 

Kein Zwangsurlaub an Brückentagen

Der Arbeitgeber kann Urlaubswünsche darüber hinaus ablehnen, wenn betriebliche Belange dagegen sprechen. Denkbar ist etwa, dass Beschäftigte in einem Touristikunternehmen gerade um die Feiertage unabkömmlich sind, weil der Arbeitgeber das Geschäft in dieser arbeitsintensiven Zeit aufrechterhalten muss. 

Gut zu wissen: Ist der Urlaub einmal genehmigt, kann der Arbeitgeber ihn aber nicht einfach so widerrufen. Andersrum darf der Arbeitgeber Beschäftigte in der Regel auch nicht dazu zwingen, an Brückentagen Urlaub zu nehmen. Das ist laut Volker Görzel nur erlaubt, wenn wirklich wichtige Gründe in dem Betrieb vorliegen. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Gastgewerbe in Deutschland hat im Januar 2026 real weniger Umsatz erzielt als im Vormonat und im Vorjahresvergleich. Sowohl Beherbergung als auch Gastronomie verzeichneten laut Destatis Rückgänge.

Das Gastgewerbe verzeichnet laut DATEV im Februar 2026 einen leichten Umsatzrückgang, während die Löhne überdurchschnittlich steigen. Insgesamt bleibt die Entwicklung im Mittelstand verhalten.

Beim Ausbildungsbotschafter-Tag des DEHOGA Bayern in Nürnberg wurden 27 Botschafter ernannt und 13 Betriebe ausgezeichnet. Zudem wurden Ausbildungszahlen, internationale Projekte und Maßnahmen vorgestellt.

Die aktuellen Daten des Datev Mittelstandsindex für März 2026 belegen einen stagnierenden Aufschwung und sinkende Umsätze bei Kleinstunternehmen. Parallel dazu belasten deutlich steigende Lohnkosten bei leicht sinkenden Beschäftigungszahlen die Bilanz des Mittelstands.

In Altrip hat der DEHOGA Rheinland-Pfalz die Landesjugendmeister 2026 im Gastgewerbe ausgezeichnet. 24 Auszubildende traten in mehreren Disziplinen gegeneinander an.

Klimaschutz mit Messer und Gabel: Was wir essen, hat immensen Einfluss auf unsere CO2-Bilanz. Experten haben überraschende Daten zusammengetragen – und halten ein ambitioniertes Ziel für möglich.

Sie wollen offene Stellen schnell bekannt machen? Verleihen Sie Ihrer Ausschreibung mit einer Veröffentlichung im Tageskarte-Newsletter und auf der Tageskarte-Webseite FÜR NUR 199 EURO jetzt zusätzlichen Schwung. 13.500 echte Abonnenten jetzt einfach und direkt ansprechen.

Die GEMA erinnert Veranstalter daran, fehlende Setlisten für Live-Veranstaltungen aus dem Jahr 2025 bis zum 20. März 2026 einzureichen. Ohne Musikfolge kann eine Nachberechnung erfolgen.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist 2025 um über zehn Prozent gestiegen. Besonders das Gastgewerbe kämpft mit einer hohen Ausfallrate und gehört zu den am stärksten betroffenen Branchen.

Auszubildende Köche und Köchinnen haben bei den Niedersächsischen Jugendmeisterschaften ihr Können unter Beweis gestellt und dabei auch die Ausbilder überrascht. Die Motivation für die Teilnahme an dem Wettbewerb ging bei den einzelnen Teilnehmern weit auseinander.