Deutschland verzeichnet 2025 Rekord bei Gästeübernachtungen - Leichtes Minus bei Hotels

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Die deutsche Tourismusbranche hat das Jahr 2025 mit einem historischen Höchstwert abgeschlossen. Nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg die Zahl der Gästeübernachtungen auf insgesamt 497,5 Millionen. Dies entspricht einem Zuwachs von 0,3 Prozent gegenüber dem vorangegangenen Rekordjahr 2024. Besonders das Jahresende trug zu dieser Entwicklung bei, da der Dezember mit 32,0 Millionen Übernachtungen ein Plus von 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat erzielte.

Inländische Nachfrage stützt das Gesamtergebnis

Die positive Bilanz des Jahres 2025 ist primär auf die Zunahme bei den inländischen Gästen zurückzuführen. Deren Übernachtungszahlen stiegen um 0,7 Prozent auf insgesamt 413,7 Millionen. Im Gegensatz dazu entwickelte sich das Geschäft mit Reisenden aus dem Ausland rückläufig. Hier sank die Zahl der Übernachtungen um 1,8 Prozent auf 83,8 Millionen.

Dieser Rückgang wird im Zusammenhang mit dem Vorjahr gesehen, in dem die Fußball-Europameisterschaft im Juni und Juli für ein erhöhtes Aufkommen an internationalen Gästen gesorgt hatte. Infolgedessen verringerte sich der Anteil ausländischer Gäste am gesamten Übernachtungsaufkommen von 17,2 Prozent im Jahr 2024 auf 16,8 Prozent im Jahr 2025.

Campingsektor mit deutlichen Zuwächsen - Hotellerie leicht im Minus

Bei der Betrachtung der verschiedenen Unterkunftsarten zeigen sich deutliche Unterschiede. Während die klassischen Betriebe der Hotellerie, zu denen Hotels, Gasthöfe und Pensionen zählen, einen leichten Rückgang von 0,4 Prozent hinnehmen mussten, blieb die Nachfrage nach Ferienunterkünften mit einem Zuwachs von 0,2 Prozent nahezu stabil.

Ein signifikantes Wachstum verzeichneten hingegen die Campingplätze. Hier stieg die Zahl der Übernachtungen um 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im langfristigen Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie, konnten Campingplätze ihre Ergebnisse sogar um 24,9 Prozent steigern. Sonstige Beherbergungsstätten wie Schulungsheime sowie Vorsorge- und Rehabilitationskliniken verbuchten ein Plus von 1,4 Prozent.

Rekordwerte zum Jahresabschluss im Dezember

Der Dezember 2025 markierte mit 32,0 Millionen Übernachtungen den höchsten jemals gemessenen Wert für diesen Monat. Sowohl die Nachfrage aus dem Inland als auch aus dem Ausland legte im Vergleich zum Dezember 2024 zu. Die Übernachtungen inländischer Gäste stiegen um 3,5 Prozent auf 25,4 Millionen, während bei den ausländischen Gästen ein Zuwachs von 4,0 Prozent auf 6,7 Millionen verzeichnet wurde.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wer gerade im Nahen Osten festsitzt, kann höchstens mobil arbeiten. Warum das arbeitsrechtlich womöglich heikel ist und welche Risiken Arbeitgeber und Beschäftigte in solchen Fällen kennen sollten.

Struktureller Wandel bei der dfv Mediengruppe: Die eigenständige redaktionelle Arbeit der Fachmedien tw tagungswirtschaft und m+a report wird zum 31. März 2026 eingestellt. Die Marken werden in die veranstaltungsorientierte dfv Conference Group überführt.

Ferienzeit, alle wollen weg – aber wer darf zuerst? Arbeitgebende müssen bei der Urlaubsplanung soziale Aspekte berücksichtigen. Das kann bedeuten, dass Eltern Vortritt haben, muss es aber nicht.

Rund 8,70 Euro für eine Tasse Cappuccino - dieser Preis an einer Raststätte in Österreich sorgte zuletzt für Aufsehen. Doch anderswo in Europa werden vereinzelt zweistellige Preise für Kaffee verlangt. Wie leistbar ist das Getränk in europäischen Ländern? Ein Überblick

Die erweiterte Verdienstungleichheit in Deutschland stagniert. Laut aktuellem Bericht des Statistischen Bundesamtes liegt der Gender Gap Arbeitsmarkt weiterhin bei 37 Prozent, wobei erhebliche Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland bestehen bleiben.

Das deutsche Gastgewerbe kämpft weiterhin mit den Folgen der Krise. Im Jahr 2025 lagen die realen Umsätze fast 15 Prozent unter dem Niveau von 2019. Steigende Kosten und eine schwache Konsumstimmung belasten die Betriebe trotz nominaler Zuwächse.

Die aktuelle Dehoga-Umfrage zum Jahresauftakt 2026 belegt eine anhaltende Flaute im Gastgewerbe. Hohe Personalkosten und bürokratische Hürden belasten die Betriebe nach dem sechsten Verlustjahr in Folge massiv.

Die neue DIN 33463 definiert erstmals bundesweite Mindeststandards für Tagungspauschalen. Die Norm soll für mehr Transparenz im MICE-Markt sorgen und die Vergleichbarkeit von Hotelangeboten bei Veranstaltungen signifikant erleichtern.

Zwei Krankschreibungen ohne Unterbrechung – gibt das erneut für sechs Wochen Lohnfortzahlung? Ein Gericht stellt klar: Nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Die Generation Z leidet laut einer aktuellen Swiss-Life-Studie doppelt so häufig unter Stress wie die Babyboomer. Während 82 Prozent der Deutschen über stressbedingte Beschwerden klagen, offenbaren sich bei der Akzeptanz von Homeoffice und flexibler Arbeit tiefe Gräben zwischen den Generationen und Defizite in der betrieblichen Vorsorge.