Die meistgesuchten Biermarken Deutschlands: Regionale Identität prägt Google-Trends

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Eine aktuelle Studie von Coffeeness hat die Suchpräferenzen für Biermarken in den 16 deutschen Bundesländern analysiert und dabei die meistgesuchten Marken identifiziert. Die Analyse von Google Trends-Daten der letzten zwölf Monate zeigt, dass die regionale Identität und traditionelle Marken eine entscheidende Rolle spielen, oft sogar gegenüber global agierenden Konzernen.

Krombacher und Bitburger teilen sich die Spitze

Die Analyse, die das Suchinteresse an über 60 nationalen und internationalen Biermarken untersuchte, offenbart eine geteilte Dominanz: Krombacher und Bitburger führen in jeweils vier Bundesländern die Suchanfragen an.

  • Bitburger dominiert die westdeutschen Regionen und ist in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland die meistgesuchte Marke. Dies spiegelt die historische Verwurzelung der 1817 gegründeten Brauerei in der Eifel wider.
  • Krombacher zeigt eine starke Präsenz im Norden und Osten Deutschlands. Die Marke führt in Hamburg, Schleswig-Holstein, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Die 1803 gegründete Brauerei aus Kreuztal-Krombach profitiert von ihrem Image als naturverbundenes Bier, das besonders in Norddeutschland Resonanz findet

Überraschende regionale Favoriten und bayerische Traditionen

Während überregionale Marken die Mehrheit der Bundesländer dominieren, behaupten sich auch regionale Spezialitäten.

  • In Bayern ist Augustiner die meistgesuchte Biermarke, was die traditionsbewusste Bierkultur der Region unterstreicht. Überraschenderweise führt Augustiner auch in Berlin die Suchanfragen an. Laut der Studie könnte dies an der wachsenden Wertschätzung für authentische, traditionelle Biere, der starken bayerischen Community in der Hauptstadt oder der überzeugenden Qualität des Bieres liegen.

  • Paulaner dominiert die Suche in Baden-Württemberg und Thüringen, was die Attraktivität der Marke über ihre bayerischen Ursprünge hinaus demonstriert.

  • Weitere regionale Favoriten sind Beck's in Bremen, Störtebeker in Mecklenburg-Vorpommern, Jever in Niedersachsen und Radeberger in Sachsen. Diese Marken spiegeln die starke lokale Identifikation der Verbraucher mit ihrer Region wider.

Methodik der Analyse

Für die Studie wurden Google Trends-Daten über die letzten 12 Monate für über 60 populäre nationale und internationale Biermarken ausgewertet. Die Analyse verglich das Suchinteresse der Marken in jedem der 16 Bundesländer, um die jeweils meistgesuchte Marke zu ermitteln. Die Studienautoren betonen, dass das Suchinteresse nicht direkt mit dem tatsächlichen Konsum oder den Verkaufszahlen korreliert, sondern als Indikator für Verbraucherneugier und Markenbeliebtheit dient.

Arne Preuss, Gründer von Coffeeness, fasst die Ergebnisse zusammen: „Ob Augustiner als bayerische Traditionsmarke in Berlin oder lokale Marken wie Beck's und Störtebeker in ihren Heimatregionen – deutsche Verbraucher bevorzugen scheinbar echte Identität statt globaler Konzerne.“


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Zahl neuer Ausbildungsverträge in Deutschland ist laut Dehoga Bundesverband gesunken. Gleichzeitig verzeichnet der Beruf „Fachkraft Küche“ steigende Neuabschlüsse.

Verlässlich wird zweimal im Jahr an den Uhren gedreht, um zwischen Sommer- und Winterzeit zu wechseln. Obwohl Kritiker ebenso verlässlich zweimal pro Jahr aufschreien, stockt das Abschaffungsprojekt.

Kaviar galt lange als luxuriöses Finish. Doch Spitzenköche entdecken ihn neu – als intensiven Geschmacksträger, der von Tatar bis Dessert überraschende Akzente setzt.

Kaviar glänzt wie ein Edelstein – oder entpuppt sich als teurer Reinfall. Welche Sorten jetzt im Trend sind und woran man Abzocke beim Kaviar-Kauf erkennt, verrät Delikatessenprofi Ralf Bos, der sagt: «Kaviar ist das exklusivste Lebensmittel der Welt».

Tischreservierung im Restaurant per Telefon? Das erledigen viele gern schnell übers Formular auf der Website. In der Praxis beim Arzt anrufen? Dafür gibt es doch nun Doctolib und Co. Doch ist das Telefonieren wirklich so im Niedergang, wie behauptet wird?

Im Gastgewerbe hat ein relevanter Teil der Beschäftigten im Jahr 2024 Nachtarbeit geleistet. 13,9 Prozent der Erwerbstätigen in der Gastronomie arbeiteten zumindest gelegentlich zwischen 23 Uhr und 6 Uhr. Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) auf Basis des Mikrozensus 2024 hervor.

Wie viel kostet die Kugel in diesem Jahr? Die Preise an der Eistheke sind ein wiederkehrendes Reizthema. Dabei steht Deutschland noch gut da, sagen Branchenvertreter.

Eine aktuelle Bitkom-Studie zeigt, dass 56 Prozent der Beschäftigten, die mobil kommunizieren müssen, in Deutschland ein Diensthandy nutzen. Gleichzeitig steigt die Erlaubnis zur privaten Mitnutzung der Geräte deutlich an.

Im Gastgewerbe lag die Tarifbindung 2025 bei 23 Prozent und damit deutlich unter dem Durchschnitt. Laut Destatis bleibt die Branche im Vergleich zu anderen Bereichen weiterhin am unteren Ende.

Tastengeklapper, Telefonate, Lüftungsgeräusche - das klingt nach simplem Büroalltag, kann aber Schmerzen verursachen. Wieso das so ist und wie wichtig Lärmschutz auch am Schreibtisch ist.