Dürfen Arbeitgeber Mitarbeiter zum Energiesparen ins Homeoffice schicken?

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Kürzer duschen, effizienter kochen - und verstärkt von zu Hause aus arbeiten? Die Anregungen, um im kommenden Herbst und Winter Energie einzusparen, sind vielfältig.

Erste Unternehmen erwägen bereits, zu diesem Zweck vorübergehend wieder mehr Homeoffice einzuführen. Aber dürfen Arbeitgeber ihre Beschäftigten ins Homeoffice verbannen, damit sie in Bürogebäuden die Heizung runterdrehen können?

Homeoffice für beide Seiten freiwillig

Ganz so einfach ist das nicht. Laut Nathalie Oberthür, Fachanwältin für Arbeitsrecht in Köln, geht das nur mit Zustimmung des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin. «Homeoffice ist für beide Seiten freiwillig», so die Arbeitsrechtsexpertin. Grundsätzlich sind Arbeitgeber nämlich dazu verpflichtet, ihren Beschäftigten einen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen.

Umgekehrt gilt aber auch: Wer lieber von zu Hause arbeiten möchte - etwa um Fahrtkosten zu sparen - darf das nur, wenn der Arbeitgeber einverstanden ist. Ein Anspruch auf Homeoffice besteht ohne entsprechende Vereinbarungen nicht.

Die gesetzliche Pflicht für Arbeitgeber, Homeoffice anzubieten, die während der Corona-Pandemie zeitweise bestand, ist bereits im März 2022 ausgelaufen. Wie Schätzungen des Ifo-Instituts vom Mai zeigen, arbeitet immer noch knapp ein Viertel der Arbeitnehmer in Deutschland im Heimbüro. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die vom Dehoga befragten Gastgewerbebetriebe in Mecklenburg-Vorpommern melden für Januar bis September 2026 sinkende Umsätze. 84,7 Prozent beobachten geringere Gästeausgaben, fast die Hälfte beurteilt die wirtschaftlichen Aussichten für das vierte Quartal als eher schlecht oder sehr schlecht.

Wem wie viel Pausenzeit während der Arbeit zusteht, ist gesetzlich klar geregelt. Doch wie sieht das mit der Aufteilung aus: Kann der Arbeitgeber einfach vorschreiben, wann man zu pausieren hat?

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im September wieder unter die Drei-Millionen-Grenze gefallen. Dennoch fällt die Herbstbelebung in diesem Jahr schwach aus.

Destatis meldet für 2025 einen Anteil von 56 Prozent Beschäftigten mit Einwanderungsgeschichte unter Köchen. Im gastronomischen Service lag er bei 47 Prozent, im Hotelservice bei 40 Prozent.

Die Unternehmen in Deutschland treten beim Stellenabbau auf die Bremse. Das Beschäftigungsbarometer des Münchner Ifo-Instituts ist den dritten Monat in Folge gestiegen. Eine echte Erholung sei aber noch nicht in Sicht, so das Institut.

Wer in den Feierabend geht, möchte bis zur nächsten Schicht nicht über die Arbeit nachdenken. Doch was passiert, wenn in der Zwischenzeit eine wichtige Nachricht eingeht? Müssen Arbeitnehmer diese auch außerhalb der eigentlichen Arbeitszeit beantworten?

„Nachhaltiges Hotel“, „umweltfreundliches Frühstück“ oder „klimaneutrale Übernachtung“: Seit dem 27. September gelten strengere Vorgaben für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Hotels und Restaurants sollten ihre Werbung auf Websites, in Buchungsstrecken, auf Speisekarten und in weiteren Materialien überprüfen.

Eine NGG-Sonderauswertung des DGB-Ausbildungsreports 2026 weist auf hohe psychische Belastungen und Überstunden unter Auszubildenden im Hotel- und Gastgewerbe hin. Die Gewerkschaft bewertet die Zahlen kritisch und verweist auf Personalmangel und Arbeitsverdichtung.

37 Prozent der Menschen ab 14 Jahren nutzen KI-Onlinetools mindestens wöchentlich, nach 22 Prozent im Vorjahr. Die ARD/ZDF-Medienstudie zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

Prompten, recherchieren, automatisieren: Wie wichtig wird Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt? Einer repräsentativen Umfrage der IU Internationalen Hochschule in Erfurt zufolge erwarten etwas mehr als die Hälfte der Arbeitnehmenden, dass KI-Kompetenzen wichtige Voraussetzung für den Jobeinstieg werden.