Die demografische Struktur des deutschen Arbeitsmarktes hebt sich deutlich vom europäischen Durchschnitt ab. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, gehört fast jeder vierte Erwerbstätige in Deutschland der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen an. Mit einem Anteil von 24,0 Prozent belegt die Bundesrepublik damit den Spitzenplatz innerhalb der Europäischen Union.
Fachkräftepotenzial der Generation 55 plus
Während in Deutschland fast ein Viertel der arbeitenden Bevölkerung kurz vor der Rentengrenze steht, liegt der Durchschnitt in der gesamten Europäischen Union bei 20,1 Prozent. Im Vergleich der Mitgliedstaaten folgen Italien mit einem Anteil von 23,0 Prozent und Bulgarien mit 22,3 Prozent auf den Plätzen hinter Deutschland. Deutlich geringere Anteile älterer Erwerbstätiger weisen hingegen Länder wie Malta mit 10,8 Prozent und Luxemburg mit 12,8 Prozent auf.
Diese Entwicklung hat unmittelbare Auswirkungen auf die Personalplanung in personalintensiven Branchen wie der Hotellerie und Gastronomie. Da ein erheblicher Teil der erfahrenen Fachkräfte in den kommenden zehn Jahren aus dem aktiven Berufsleben ausscheiden wird, gewinnt die Bindung dieser Mitarbeiter sowie der Wissenstransfer an Bedeutung.













