Ferienunterkünfte: Küsten und Alpenrand gut gebucht – Mittelgebirge mit Luft nach oben

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Zeitnah Buchen ist definitiv ratsam: So lautet das Fazit einer Analyse von Verfügbarkeiten bei deutschen Ferienunterkünften durch DS Destination Solutions. Das Unternehmen der HRS-Gruppe ist auf die Vermarktung von Ferienwohnungen und -häusern spezialisiert und vermittelt mehr als 1,2 Mio Ferienunterkünfte, alleine 270.000 davon in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Besonders an den deutschen Küsten und am Alpenrand ist die Nachfrage für die kommenden Monate hoch. In der Mitte des Landes besteht aber noch große Auswahl.

Besonders Inseln an Nord- und Ostsee sehr beliebt

Betrachtet man Gesamtdeutschland, sieht es unter dem Strich noch ganz gut aus. Im Juli sind noch etwa 56 Prozent der Unterkünfte frei, im August etwa 55 Prozent. Im September sind noch 69 Prozent buchbar, in den Monaten darauf sogar etwa 80 Prozent. An der deutschen Nordsee wird es in den kommenden Wochen schon spürbar enger. Im Juli und August sind nur noch 29 bzw. 27 Prozent der Unterkünfte zu haben. In den Monaten darauf entspannt sich die Lage mit 49 Prozent im September und 67 Prozent im Oktober. Sehr ähnlich präsentiert sich das Bild an der deutschen Ostsee. Auch hier sind es in den beliebten Hochsommer-Monaten Juli und August nur noch 28 bzw. 26 Prozent. Danach steigen die Kapazitäten wieder deutlich an. Besonders gefragt sind an den Küsten jeweils die Inseln. Wer zum Beispiel im August eine Ferienunterkunft auf den Nordsee-Inseln sucht, hat nur noch eine Auswahl aus 15 Prozent des Gesamtsortiments. Bei den Ostsee-Inseln sind es 23.

Nicht ganz so einen Hype, aber dennoch große Beliebtheit bescheinigt das Unternehmen der Mecklenburgischen Seenplatte sowie den bayerischen Alpen. An der Seenplatte gibt es im Juli 39 Prozent und im August 37 Prozent. Bei den Bayerischen Alpen sind es 34 bzw. 33 Prozent.
 

Wer nicht zwingend die Erholung in den Alpen oder an der Küste sucht, für den gibt es in der Mitte des Landes noch reichtlich Auswahl. Besonders viel Luft ist zum Beispiel noch in der Rhön zu beobachten. Hier sind in den kommenden Wochen und Monaten noch etwa 80 Prozent der Unterkünfte zu haben. Richtung Herbst sind es sogar etwa 90 Prozent. Sehr gut sieht es auch noch im Harz oder in der Eifel mit Werten um die 70 Prozent selbst für die Hochsommer-Monate aus.

Etwas voller wird es schon in der Sächsischen Schweiz. Recht bald füllen dürften sich die Region Bodensee, der Bayerische Wald sowie das Allgäu. Nicht zuletzt hat sich DS Destination Solutions die Buchungslage bei Ferienunterkünften im Nachbarland Österreich angesehen. Im Juli gibt es hier noch etwa 58 Prozent der Kapazitäten, im August sind es 55 Prozent. Die Lage ist damit vergleichbar mit Gesamtdeutschland. Richtung Herbst sind in Österreich jedoch schon jetzt weniger Unterkünfte frei.

Die Lage der Kapazitäten in Deutschland kommentiert Gunilla Krebs, Mitglied der Geschäftsleitung bei DS Destination Solutions wie folgt: „Wie auch im vergangenen Sommer gibt es eine große Nachfrage für Küsten und Alpen. Wer Ruhe und Auswahl sucht, sollte auch die Regionen abseits der Dauerbrenner in Betracht ziehen. In den erwähnten Gebieten wie Rhön, Sächsische Schweiz oder Harz lassen sich überaus erholsame Ferien zu sehr attraktiven Preisen verbringen.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Rund 7,7 Millionen Menschen – knapp jeder fünfte Arbeitnehmer – verdienten im vergangenen Jahr weniger als 15 Euro brutto pro Stunde. Besonders betroffen zeigt sich das Gastgewerbe, in dem über 1,1 Millionen Beschäftigte unter dieser Marke liegen.

Die vierte Premier Inn-Schlafstudie offenbart eine deutliche Zunahme von Einschlafproblemen bei Männern und ein wachsendes Nord-Süd-Gefälle bei der nächtlichen Ruhezeit der Deutschen.

Zehntausende Urlauber können nicht zur Arbeit, weil sie im Nahen Osten noch auf eine Gelegenheit zur Rückreise warten. Bezahlt werden Sie nicht. Gibt es wenigstens staatliche Unterstützung?

Die Mittagspause in Deutschland schrumpft: Laut einer neuen Compass-Studie nehmen sich immer weniger Beschäftigte Zeit für eine Hauptmahlzeit, während der Stresspegel steigt. Die Ergebnisse verdeutlichen eine wachsende Schere zwischen dem Wunsch nach Erholung und der betrieblichen Realität.

Düsseldorf meldet für 2025 einen neuen Übernachtungsrekord von 5,67 Millionen. Während die Internationalisierung und das Messegeschäft boomen, kämpft die Hotellerie trotz Rekordnachfrage mit sinkenden Raten.

Die Beschäftigung im Gastgewerbe sinkt erstmals seit einem Jahr wieder unter das Vorkrisenniveau. Während die Zahl der offenen Stellen leicht steigt, melden Hotellerie und Gastronomie wachsende Arbeitslosenzahlen.

Wer gerade im Nahen Osten festsitzt, kann höchstens mobil arbeiten. Warum das arbeitsrechtlich womöglich heikel ist und welche Risiken Arbeitgeber und Beschäftigte in solchen Fällen kennen sollten.

Struktureller Wandel bei der dfv Mediengruppe: Die eigenständige redaktionelle Arbeit der Fachmedien tw tagungswirtschaft und m+a report wird zum 31. März 2026 eingestellt. Die Marken werden in die veranstaltungsorientierte dfv Conference Group überführt.

Ferienzeit, alle wollen weg – aber wer darf zuerst? Arbeitgebende müssen bei der Urlaubsplanung soziale Aspekte berücksichtigen. Das kann bedeuten, dass Eltern Vortritt haben, muss es aber nicht.

Rund 8,70 Euro für eine Tasse Cappuccino - dieser Preis an einer Raststätte in Österreich sorgte zuletzt für Aufsehen. Doch anderswo in Europa werden vereinzelt zweistellige Preise für Kaffee verlangt. Wie leistbar ist das Getränk in europäischen Ländern? Ein Überblick