Finanzamt an den Homeoffice-Kosten beteiligen

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Wer sich Ausstattung für das Homeoffice kauft, kann das Finanzamt an den Kosten beteiligen. Der Kauf kann sich besonders lohnen, wenn man die Werbungskostenpauschale für dieses Jahr schon überschritten hat.

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer lohnt sich vor dem Jahresende oft ein Kassensturz. Wichtige Frage dabei: Wurde der Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1000 Euro schon voll ausgeschöpft?

Wenn diese Antwort mit Ja beantwortet wurde, können sich weitere Investitionen bis Ende des Jahres bezahlt machen, erklärt der Bund der Steuerzahler. Der Grund: Diese Werbungskosten wirken sich dann voll steuermindernd aus. Wer also Fachbücher, Arbeitskleidung oder neues Schreibmaterial braucht, sollte die Dinge dann noch bis zum 31. Dezember kaufen.

 

Kauf kann auch verschoben werden

Wer hingegen im laufenden Jahr mit seinen Werbungskosten weit unter dem Pauschbetrag von 1000 Euro liegt und die Grenze nicht mehr erreicht, kann die Anschaffung auch in den Januar verschieben. Vielleicht hilft das, 2022 den Werbungskosten-Pauschbetrag dann zu überschreiten.

Wichtig zu beachten: Sofort abgeschrieben werden können die Anschaffungen in der Regel nur, wenn sie maximal 800 Euro netto kosten. Teurere Gegenstände müssen mitunter über mehrere Jahre abgeschrieben werden. Dem liegt die AfA-Tabelle zur Abschreibung für allgemeine Anlagegüter zugrunde. Hier wirkt sich der Kaufpreis dann nur anteilig im Anschaffungsjahr steuermindernd aus.

Ausnahme gilt für digitale Wirtschaftsgüter

Gut zu wissen: Computer, Drucker und Software können ab dem Veranlagungsjahr 2021 vollständig im Jahr des Kaufes abgesetzt werden. Bisher mussten auch solche Geräte mit einem Anschaffungspreis über 800 Euro netto über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren abgeschrieben werden.

Wichtig zu beachten: Steuerzahler, die schon im Jahr 2020 einen Computer oder ähnliche Geräte für mehr als 800 Euro netto erworben hatten, müssen die monatsgenaue, anteilige Abschreibung in der Steuererklärung 2020 noch vornehmen. Der Rest kann dann aber in der Steuererklärung für 2021 vollständig abgesetzt werden. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Stimmung der deutschen Verbraucher ist vor allem wegen der Folgen des Iran-Krieges schlecht. Die Einkommenserwartungen sind eingebrochen, Inflationsängste machen sich breit und drücken auf die Kauflaune.

Eine aktuelle Bitkom-Studie zeigt, dass 72 Prozent der deutschen Unternehmen die Frauenförderung organisatorisch verankert haben, wobei in fast jedem zweiten Betrieb die Geschäftsführung direkt zuständig ist.

Die Sächsische Landesbibliothek hat den Nachlass der DDR-Kochbuchautorin Ursula Winnington übernommen. Die Sammlung der DDR-Kochbuchikone soll künftig im Deutschen Archiv der Kulinarik für Forschung und Öffentlichkeit zugänglich sein.

Wenn die Kita zu ist, muss das Kind zu Hause betreut werden. Aber wie, wenn die Eltern doch eigentlich arbeiten müssen? Eine mögliche Lösung: Urlaub beantragen. Aber muss der Arbeitgeber den auch zwingend genehmigen?

Der Personalmangel in der deutschen Wirtschaft zwingt Unternehmen zunehmend zum Umdenken bei der Arbeitsplatzgestaltung. Eine aktuelle Studie des Digitalverbands Bitkom liefert dazu nun Zahlen aus der Industrie, die als Blaupause für andere Branchen dienen könnten.

Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit, Loyalität und Fachwissen: Solche Eigenschaften galten früher im Job als unabdingbar. Und heute? Was verbirgt sich hinter den «Future Skills» - und wer braucht sie?

Seit Mitte März gibt es in Deutschland frischen Spargel. Die Lust auf das Stangengemüse ist 2025 aber etwas gesunken, wie neue Daten zeigen. Besonders eine Gruppe kann mit Spargel wenig anfangen.

Der reale Umsatz im deutschen Gastgewerbe blieb im Februar 2026 gegenüber dem Vormonat unverändert, während er im Vorjahresvergleich preisbereinigt deutlich sank. Besonders die Gastronomie verzeichnete im Vergleich zum Februar 2025 spürbare reale Einbußen.

Die Umsätze im nordrhein-westfälischen Gastgewerbe liegen 2025 weiterhin unter dem Niveau von 2016. Das zeigen vorläufige Zahlen des Landesamts IT.NRW.

Auch im Schreiben wächst die Nachfrage nach intensiveren, persönlich ausgerichteten Formaten, fernab vom Alltag. Die Autorin Sylvia Deloy veranstaltet gemeinsam mit der Coachin Anja Eigen das Schreibretreat „Zeit für Geschichten“. Es findet vom 7. bis 10. Juni 2026 im Wellnesshotel Bayerwaldhof im Bayerischen Wald statt.