Flix mit mehr Fahrgästen im ersten Halbjahr

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Die Nachfrage bei der Fernbus- und Bahnplattform Flix hat im ersten Halbjahr deutlich zugenommen. 36 Millionen Menschen nutzten die Angebote des Konzerns, wie Flix am Donnerstag mitteilte. Das waren über 50 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der wichtigste Markt bleibt Europa: Hier stieg die Fahrgastzahl um drei Viertel auf rund 24 Millionen. Hauptgrund für das Wachstum ist der schwache Vergleichszeitraum: Damals waren aufgrund der Corona-Nachwirkungen deutlich weniger Menschen unterwegs.

Das Unternehmen ist vor allem für die grünen Flix-Reisebusse bekannt. In Deutschland ist es mit der Marke Flixtrain auch im Fernverkehr auf der Schiene aktiv und dort einer der wenigen Wettbewerber der Deutschen Bahn. In den USA übernahm Flix vor zwei Jahren die Fernbusmarke Greyhound. Dort reisten im ersten Halbjahr den Angaben zufolge rund fünf Millionen Menschen über die Plattform.

Probleme wegen 49-Euro-Ticket

Der Konzernumsatz insgesamt stieg um 54 Prozent auf 860 Millionen Euro. Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) lag der Gewinn bei 26 Millionen Euro. «Wir befinden uns in allen Segmenten auf Kurs und konnten unser Angebot in vielen Märkten im ersten Halbjahr deutlich ausbauen», sagte Co-Gründer André Schwämmlein.

Gleichwohl macht dem Unternehmen in Deutschland das 49-Euro-Ticket zu schaffen. Dieses gilt als Monatsticket für Busse und Bahnen im Regionalverkehr. Viele Fahrgäste, die sonst Flixbusse und -züge als günstigere Alternative nutzen, haben somit eine weitere Option. Flix habe in Deutschland als Reaktion auf die sich ändernde Nachfrage «an einigen Stellen die Taktung reduziert und die Frequenzen ausgedünnt», sagte Finanzchef Christoph Debus.

Das Unternehmen sei weiter in Gesprächen mit der Bundesregierung, um zu erreichen, dass das Deutschlandticket auch für die eigenen Angebote genutzt werden könne. Bislang geht das nicht.

Flix betreibt keine eigenen Fahrzeuge, sondern fungiert als Plattform, über die die Fahrten gebucht werden. Die Züge und Busse gehören anderen Unternehmen, die mit Flix zusammenarbeiten. (dpa)


 

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