Frühstücksbuffets und Pauschalen: Welche Mehrwertsteuerregeln gelten aktuell in Hotels und Restaurants?

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

In vielen Betrieben des Gastgewerbes wird derzeit diskutiert, wie mit der ermäßigten Mehrwertsteuer bei Frühstücksbuffets und Pauschalen umgegangen werden muss. Ein aktuelles Schreiben des Bundesfinanzministeriums liefert hier Aufklärung.

Im Mittelpunkt der Neuregelung steht die Rückkehr zum ermäßigten Steuersatz von sieben Prozent für Speisen, während Getränke weiterhin mit dem Regelsatz von 19 Prozent versteuert werden müssen. Besonders für Gastronomen, die Kombinationsangebote wie Frühstücksbuffets oder Pauschalarrangements anbieten, schafft die Finanzverwaltung nun Klarheit durch eine praxisnahe Regelung zur Aufteilung der Entgelte.

Die pauschale Aufteilung nach der 70/30-Regel

Für die Abrechnung von Verpflegungsangeboten, bei denen Speisen und Getränke zu einem Gesamtpreis verkauft werden, sieht das Ministerium eine Vereinfachung vor. Es wird nicht beanstandet, wenn der auf die Getränke entfallende Anteil pauschal mit 30 Prozent des Gesamtpreises angesetzt wird. Die verbleibenden 70 Prozent gelten als Entgelt für die Speisen und unterliegen damit dem ermäßigten Steuersatz. Diese Regelung findet Anwendung bei Buffets sowie anderen Formen der Pauschalverpflegung.

In dem geänderten Umsatzsteuer-Anwendungserlass heißt es dazu wörtlich: „Für die Anwendung des ermäßigten Umsatzsteuersatzes für Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen, mit Ausnahme der Abgabe von Getränken, ist es nicht zu beanstanden, wenn zur Aufteilung des Gesamtkaufpreises von sogenannten Kombiangeboten aus Speisen inklusive Getränken (z. B. Buffet, All-Inclusive-Angeboten) der auf die Getränke entfallende Entgeltanteil mit 30 % des Pauschalpreises angesetzt wird.“

Kalkulatorische Einzelermittlung als Alternative

Neben der pauschalen Methode steht es den Unternehmern frei, die Aufteilung des Verkaufspreises auf einer individuellen Basis vorzunehmen. Ein zulässiger Maßstab ist hierbei insbesondere das Verhältnis der jeweiligen Wareneinsätze. Wer sich für diese Methode entscheidet, muss bei der Preisermittlung für die Getränke mindestens die Sachkosten sowie einen angemessenen Gewinnaufschlag einplanen. In diesem Fall ist der Betrieb jedoch verpflichtet, detaillierte Aufzeichnungen und Dokumentationen zu führen und diese für künftige Prüfungen der Finanzbehörden aufzubewahren.

Anpassungen bei Servicepauschalen im Hotelgewerbe

Die Neuregelung zieht auch Änderungen im Hotelgewerbe nach sich. Bei sogenannten Leistungspaketen, die neben der Übernachtung weitere Dienstleistungen in einer Servicepauschale zusammenfassen, wird das Verhältnis der Versteuerung angepasst. Künftig müssen im Rahmen einer pauschalen Aufteilung nur noch 15 Prozent des Gesamtpreises dem Regelsteuersatz unterworfen werden. Zuvor lag dieser Anteil bei 20 Prozent. Diese Änderung tritt zeitgleich mit der dauerhaften Absenkung der Steuer auf Speisen zum 1. Januar 2026 in Kraft.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Sie wollen offene Stellen schnell bekannt machen? Verleihen Sie Ihrer Ausschreibung mit einer Veröffentlichung im Tageskarte-Newsletter und auf der Tageskarte-Webseite FÜR NUR 199 EURO jetzt zusätzlichen Schwung. 13.500 echte Abonnenten jetzt einfach und direkt ansprechen.

Die GEMA erinnert Veranstalter daran, fehlende Setlisten für Live-Veranstaltungen aus dem Jahr 2025 bis zum 20. März 2026 einzureichen. Ohne Musikfolge kann eine Nachberechnung erfolgen.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist 2025 um über zehn Prozent gestiegen. Besonders das Gastgewerbe kämpft mit einer hohen Ausfallrate und gehört zu den am stärksten betroffenen Branchen.

Auszubildende Köche und Köchinnen haben bei den Niedersächsischen Jugendmeisterschaften ihr Können unter Beweis gestellt und dabei auch die Ausbilder überrascht. Die Motivation für die Teilnahme an dem Wettbewerb ging bei den einzelnen Teilnehmern weit auseinander.

In Darmstadt haben sich Nachwuchskräfte des Gastgewerbes bei den 42. Hessenmeisterschaften des DEHOGA Hessen gemessen. 18 Auszubildende traten im Finale in den Bereichen Küche, Service und Hotelfach an.

In Göttingen sind die Landesmeister der niedersächsischen Jugendmeisterschaften im Gastgewerbe ermittelt worden. 30 Auszubildende aus zehn Berufsschulen traten in Theorie und Praxis gegeneinander an. Drei Siegerinnen vertreten Niedersachsen nun bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Mainz.

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Eiern in Deutschland ist 2025 auf 252 Stück gestiegen. Trotz sinkender Hennenbestände konnte die heimische Produktion durch eine höhere Legeleistung stabil gehalten werden.

Wer von der Firma ein Fahrrad gestellt bekommt, muss dafür in der Regel auf einen Teil seines Bruttolohns verzichten. Und das ist noch nicht alles. Echte Diensträder indes sind eher selten.

Rund 7,7 Millionen Menschen – knapp jeder fünfte Arbeitnehmer – verdienten im vergangenen Jahr weniger als 15 Euro brutto pro Stunde. Besonders betroffen zeigt sich das Gastgewerbe, in dem über 1,1 Millionen Beschäftigte unter dieser Marke liegen.

Die vierte Premier Inn-Schlafstudie offenbart eine deutliche Zunahme von Einschlafproblemen bei Männern und ein wachsendes Nord-Süd-Gefälle bei der nächtlichen Ruhezeit der Deutschen.