Gäste bewerten Corona-Schutzkonzepte

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Seit diesem Frühling werden im Restaurant nicht mehr nur das Essen und der Service von Gästen bewertet. Und auch in Hotels gibt es neben Kommentaren zu Zimmer und Lage nun auch Feedback zu den Corona-Maßnahmen. Auf was Gäste besonders achten und wie Gastgeber das für sich nutzen können, zeigt eine neue Studie aus der Schweiz.

Mit steigenden Fallzahlen steigen auch die Bewertungen von Schutzkonzepten in Restaurants, Hotels und auf Campings. Gäste schauen ganz genau hin und haben zeitweise in fast jeder zehnten Online-Bewertung Feedback zu den Schutzmaßnahmen gegeben.

In Restaurants wird der Abstand kritisiert, in Hotels das Desinfektionsmittel

Neben dem Einhalten der Schutzmassnahmen im Ganzen, beurteilen Gäste vor allem das Einhalten der Abstandsregeln, das Desinfektionsmittel und die Schutzmasken beim Personal.

In Restaurants schauen Gäste vor allem bei den Abständen zwischen den Tischen sehr genau hin und beurteilen große Abstände positiver als Trennelemente. Restaurants erhalten zudem im Verhältnis mehr Rückmeldung zu ihren Schutzkonzepten als Hotels.

Desinfektionsmittel muss heute nicht nur vorhanden sein, sondern gut riechen

In Hotels und auf Campingplätzen können naturgemäß Abstände besser eingehalten werden und neben den allgemeinen Schutzmaßnahmen, gibt es am häufigsten Feedback zum Desinfektionsmittel.

Wenn es zu Beginn der Pandemie Feedback zu Desinfektionsmittel und Masken gab, war das meistens, weil Sie vorhanden waren oder eben nicht. Seit Herbst gibt es für diese zwei Themen vermehrt spezifischeres Feedback, konkret, ob die Maske korrekt getragen wird und ob das Desinfektionsmittel gut riecht.

In 87 Prozent beeinflusst die Bewertung von Schutzkonzepten das Gesamterlebnis

Die Wahrnehmung der umgesetzten Corona-Maßnahmen beeinflusst das Gesamterlebnis von Gästen und somit die Bewertung massiv. Wichtig dabei ist, sowohl positiv wie auch negativ.

Je knapp 44 Prozent der Bewertungen zum Schutzkonzept hatten eine Verbesserung oder Verschlechterung der Gesamtbewertung zur Folge.

Gäste vertrauen anderen Gästen und planen intensiver

Auch Stammgäste planen einen Restaurantbesuch oder Hotelaufenthalt wieder intensiver. Dabei vertrauen sie einerseits anderen Gästen und lesen Bewertungen online, andererseits informieren sie sich über die konkreten Schutzkonzepte vor Ort.

Für Gastgeber ist es daher zentral, ihre Schutzkonzepte auf der eigenen Webseite transparent zu kommunizieren und auch Kanäle wie Google und Tripadvisor dafür zu nutzen. Außerdem können mit einem gut geschulten Team und klarer Kommunikation vor Ort, Missverständnisse und Unklarheiten vorgebeugt werden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Weinkonsum in Deutschland ist rückläufig: Im Schnitt trinken die Bürger eine Flasche Wein weniger pro Jahr. Während der Schaumweinabsatz stabil bleibt, sorgen laut dem Deutschen Weininstitut vor allem gestiegene Kosten und der demografische Wandel für ein Minus beim Weinverbrauch.

Die Produktion von Fertiggerichten in Deutschland ist binnen fünf Jahren um über 25 Prozent gestiegen. Besonders Nudel- und Fleischgerichte treiben das Wachstum voran, während der zeitliche Aufwand für die private Essenszubereitung nahezu stabil bleibt.

In vielen Betrieben des Gastgewerbes wird derzeit diskutiert, wie mit der ermäßigten Mehrwertsteuer bei Frühstücksbuffets und Pauschalen umgegangen werden muss. Ein aktuelles Schreiben des Bundesfinanzministeriums liefert hier Aufklärung.

Wer in seinem Job das Internet nutzt, bekommt im Schnitt 53 berufliche Mails pro Tag. Der Umfang der E-Mail-Kommunikation im Berufsleben nimmt damit im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich zu.

Jeder Vierte in Deutschland findet einer aktuellen Umfrage zufolge den für 2026 festgelegten Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde genau richtig. 40 Prozent finden den neuen Mindestlohn dagegen etwas oder sogar viel zu niedrig.

Seit Anfang des Jahres gelten neue, erhöhte Sätze für die Ausgleichsabgabe. Arbeitgeber mit mehr als 20 Arbeitsplätzen müssen die Beschäftigungsdaten für das Vorjahr bis Ende März melden. Für das Kalenderjahr 2026 greift dabei erstmals eine neue Berechnungsgrundlage, die auf im Vorjahr erhöhten Sätzen basiert.

Seit dem 1. Januar 2026 unterliegen Betriebe in Deutschland einer erweiterten Mitteilungspflicht, wenn sie Personal aus Nicht-EU-Staaten rekrutieren. Arbeitgeber sind nun gesetzlich dazu verpflichtet, Drittstaatsangehörige bereits im Rahmen des Anwerbeprozesses über verfügbare arbeits- und sozialrechtliche Beratungsangebote aufzuklären.

Die Bundesregierung hat die Sachbezugswerte für das Jahr 2026 angepasst. Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der Gastronomie und Hotellerie ändern sich damit die Sätze für freie Verpflegung und Unterkunft.

KI boomt, aber Empathie bleibt gefragt. Warum Bau und Pflege Gewinner sind, Löhne steigen - und welche Branchen jetzt zittern müssen. Das steckt hinter den sechs Jobtrends im neuen Jahr.

Mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen in Deutschland ist offen für einen Jobwechsel. Das hat eine Umfrage im Auftrag des Jobportals Indeed unter 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Dezember 2025 ergeben.