Gastgewerbeumsatz im November 2025 erneut unter Vorjahresniveau

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Trotz einer kurzfristigen Belebung im Herbst bleibt die wirtschaftliche Bilanz des deutschen Gastgewerbes im Vorjahresvergleich negativ. Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind die preisbereinigten Erlöse im November 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken, während die nominalen Umsätze aufgrund der Teuerung gestiegen sind.

Rückgang der realen Erlöse im Vorjahresvergleich

Im Vergleich zum November 2024 verzeichnete das Gastgewerbe einen realen Umsatzrückgang von 1,2 Prozent. Da die Preise für Dienstleistungen und Verpflegung im selben Zeitraum jedoch anstiegen, ergab sich nominal ein Zuwachs von 2,2 Prozent. Diese Schere zwischen realer und nominaler Entwicklung verdeutlicht den Einfluss der Preissteigerungen auf die Branchenstatistik.

Beherbergungssektor und Gastronomie im Vergleich

Besonders im Beherbergungssektor zeigt sich der Rückgang gegenüber dem Vorjahr deutlich. Hotels und sonstige Beherbergungsbetriebe erwirtschafteten im November 2025 real 1,6 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahresmonat. Nominal verbuchte dieser Bereich hingegen ein Plus von 1,8 Prozent.

In der Gastronomie fiel das Minus im Vorjahresvergleich etwas geringer aus. Hier sank der reale Umsatz gegenüber November 2024 um 1,0 Prozent. Der nominale Wert stieg in diesem Segment um 2,3 Prozent an.

Positive Tendenz im kurzfristigen Monatsvergleich

Betrachtet man lediglich die Entwicklung innerhalb des Herbstes 2025, zeigt sich eine Aufwärtsbewegung. Gegenüber dem Oktober 2025 stieg der Umsatz im gesamten Gastgewerbe real um 2,5 Prozent und nominal um 2,8 Prozent. Getragen wurde diese Entwicklung maßgeblich von der Gastronomie, die im Monatsvergleich ein reales Plus von 3,9 Prozent erzielte, während der Beherbergungsbereich gegenüber dem Vormonat real um 0,5 Prozent nachgab.


SEO-Keywords: Gastgewerbeumsatz, Vorjahresvergleich, Statistisches Bundesamt, Gastronomieumsatz, Hotelumsatz, Wirtschaftszahlen Deutschland, November 2025, Realer Umsatz, Nominaler Umsatz

Teaser: Die preisbereinigten Umsätze im deutschen Gastgewerbe liegen im November 2025 um 1,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Trotz eines starken Zuwachses gegenüber dem Vormonat bleibt die Bilanz im Vergleich zum November 2024 negativ.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Struktureller Wandel bei der dfv Mediengruppe: Die eigenständige redaktionelle Arbeit der Fachmedien tw tagungswirtschaft und m+a report wird zum 31. März 2026 eingestellt. Die Marken werden in die veranstaltungsorientierte dfv Conference Group überführt.

Ferienzeit, alle wollen weg – aber wer darf zuerst? Arbeitgebende müssen bei der Urlaubsplanung soziale Aspekte berücksichtigen. Das kann bedeuten, dass Eltern Vortritt haben, muss es aber nicht.

Rund 8,70 Euro für eine Tasse Cappuccino - dieser Preis an einer Raststätte in Österreich sorgte zuletzt für Aufsehen. Doch anderswo in Europa werden vereinzelt zweistellige Preise für Kaffee verlangt. Wie leistbar ist das Getränk in europäischen Ländern? Ein Überblick

Die erweiterte Verdienstungleichheit in Deutschland stagniert. Laut aktuellem Bericht des Statistischen Bundesamtes liegt der Gender Gap Arbeitsmarkt weiterhin bei 37 Prozent, wobei erhebliche Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland bestehen bleiben.

Das deutsche Gastgewerbe kämpft weiterhin mit den Folgen der Krise. Im Jahr 2025 lagen die realen Umsätze fast 15 Prozent unter dem Niveau von 2019. Steigende Kosten und eine schwache Konsumstimmung belasten die Betriebe trotz nominaler Zuwächse.

Die aktuelle Dehoga-Umfrage zum Jahresauftakt 2026 belegt eine anhaltende Flaute im Gastgewerbe. Hohe Personalkosten und bürokratische Hürden belasten die Betriebe nach dem sechsten Verlustjahr in Folge massiv.

Die neue DIN 33463 definiert erstmals bundesweite Mindeststandards für Tagungspauschalen. Die Norm soll für mehr Transparenz im MICE-Markt sorgen und die Vergleichbarkeit von Hotelangeboten bei Veranstaltungen signifikant erleichtern.

Zwei Krankschreibungen ohne Unterbrechung – gibt das erneut für sechs Wochen Lohnfortzahlung? Ein Gericht stellt klar: Nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Die Generation Z leidet laut einer aktuellen Swiss-Life-Studie doppelt so häufig unter Stress wie die Babyboomer. Während 82 Prozent der Deutschen über stressbedingte Beschwerden klagen, offenbaren sich bei der Akzeptanz von Homeoffice und flexibler Arbeit tiefe Gräben zwischen den Generationen und Defizite in der betrieblichen Vorsorge.

Der Zoll zieht Bilanz: Im Jahr 2025 führt das Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe die Statistik der eingeleiteten Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren an. Mit einer Gesamtschadenssumme von 675 Millionen Euro und neuen digitalen Befugnissen verschärft die Finanzkontrolle Schwarzarbeit ihr Vorgehen gegen illegale Beschäftigungsstrukturen.