Gastronomiepreise im Januar 2026 stabil

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Die Inflation in Deutschland hat zum Jahresbeginn 2026 wieder an Fahrt gewonnen. Nach Daten des Statistischen Bundesamtes lag die Inflationsrate im Januar bei 2,1 Prozent. Für das Gastgewerbe zeigt die amtliche Statistik eine spezifische Entwicklung: Während die Kosten für Lebensmittel zum Teil massiv stiegen, blieb das Preisniveau für Speisen in der Gastronomie im Vergleich zum Vormonat stabil.

Preisniveau in der Gastronomie im Vergleich zum Vormonat konstant

Gemäß den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes verteuerte sich der Verzehr einer Hauptspeise in der Gastronomie im Januar 2026 um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Wie der DEHOGA Bundesverband dazu erläutert, blieb dieses Preisniveau im Vergleich zum Dezember 2025 jedoch stabil. Diese Preisstabilität in der Abgabe an den Gast steht im Kontrast zu den deutlich gestiegenen Beschaffungskosten für die Betriebe.

Erheblicher Preisdruck bei Fleisch und Heißgetränken

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen eine Verschärfung des Kostendrucks beim Wareneinkauf. Die Nahrungsmittelpreise insgesamt stiegen im Januar im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent an. Von September bis Dezember 2025 hatte dieser Wert noch unterhalb der Gesamtteuerung gelegen.

Besonders bei den Proteinquellen verzeichnete die amtliche Statistik drastische Zuwächse: Die Preise für Rind- und Kalbfleisch lagen um 14,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Auch Geflügelfleisch (+8,3 Prozent) und Eier (+12,5 Prozent) verteuerten sich laut Destatis erheblich. Im Getränkebereich meldet das Bundesamt für alkoholfreie Getränke ein Plus von 6,8 Prozent, wobei die Gruppe Kaffee, Tee und Kakao mit einer Steigerung von 18,2 Prozent herausstach.

DEHOGA: Kostensprung bei Lebensmitteln rechtfertigt Preisniveau

Der DEHOGA Bundesverband betont in seiner Einordnung, dass die Preisentwicklung – trotz des neuen Mehrwertsteuersatzes von 7 Prozent auf Speisen – gerechtfertigt sei. Als Begründung führt der Verband den erheblichen Preisanstieg bei bestimmten Lebensmitteln an, der die Betriebe belastet. Zudem weist der DEHOGA darauf hin, dass gesetzgeberische Maßnahmen am Markt immer erst zeitverzögert wirken, sofern sich auch die übrigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen positiv gestalten.

Sinkende Energiekosten bieten punktuelle Entlastung

Neben den Lebensmittelpreisen weist das Statistische Bundesamt für Januar 2026 auch Entlastungen aus. So sanken die Preise für Strom im Vorjahresvergleich um 3,2 Prozent. Auch Gas (-2,5 Prozent) und Fernwärme (-0,8 Prozent) wurden günstiger. Beim Wareneinkauf sanken laut Destatis zudem die Preise für Speisefette und Speiseöle um 20,1 Prozent, wobei Butter mit einem Minus von 33,0 Prozent besonders hervorstach.

Demgegenüber stehen jedoch steigende Kosten in anderen Dienstleistungsbereichen. So stiegen laut der Wiesbadener Behörde die Preise für die Wasserversorgung um 3,6 Prozent und die Nettokaltmieten um 2,1 Prozent.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Filmen verboten? Mitnichten. Unter Umständen dürfen Arbeitgeber Kameras am Arbeitsplatz installieren - sogar verdecktes Filmen kann erlaubt sein. Dafür braucht es in Deutschland aber sehr gute Gründe.

Trotz einer kurzfristigen Belebung im Herbst bleibt die wirtschaftliche Bilanz des deutschen Gastgewerbes im Vorjahresvergleich negativ. Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind die preisbereinigten Erlöse im November 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken, während die nominalen Umsätze aufgrund der Teuerung gestiegen sind.

Wegen der Wirtschaftsflaute erhalten kleine und mittlere Firmen immer schwieriger Kredite, denn Banken schauen genauer hin. Die Förderbank KfW verzeichnet Rekorde. Den Einzelhandel trifft es besonders.

Unzufrieden mit dem Arbeitszeugnis? Das müssen Sie nicht einfach hinnehmen. Der Arbeitgeber ist rechtlich dazu verpflichtet, Sie wohlwollend zu bewerten. Was das bedeutet.

Mit Freude eine sinnvolle Arbeit machen - dieses Ziel steht für viele Menschen nicht mehr an erster Stelle. Laut einer Umfrage wollen vor allem junge Leute das Leben genießen - ohne sich abzuplacken.

Schritt für Schritt steigt der Mindestlohn in Deutschland - mit positiven Effekten auf die Einkommen vieler Beschäftigter. Wie die Unternehmen konkret betroffen sind, zeigt eine Umfrage.

Der Weinkonsum in Deutschland ist rückläufig: Im Schnitt trinken die Bürger eine Flasche Wein weniger pro Jahr. Während der Schaumweinabsatz stabil bleibt, sorgen laut dem Deutschen Weininstitut vor allem gestiegene Kosten und der demografische Wandel für ein Minus beim Weinverbrauch.

Die Produktion von Fertiggerichten in Deutschland ist binnen fünf Jahren um über 25 Prozent gestiegen. Besonders Nudel- und Fleischgerichte treiben das Wachstum voran, während der zeitliche Aufwand für die private Essenszubereitung nahezu stabil bleibt.

In vielen Betrieben des Gastgewerbes wird derzeit diskutiert, wie mit der ermäßigten Mehrwertsteuer bei Frühstücksbuffets und Pauschalen umgegangen werden muss. Ein aktuelles Schreiben des Bundesfinanzministeriums liefert hier Aufklärung.

Wer in seinem Job das Internet nutzt, bekommt im Schnitt 53 berufliche Mails pro Tag. Der Umfang der E-Mail-Kommunikation im Berufsleben nimmt damit im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich zu.