Hessenmeisterschaften des Gastgewerbes in Darmstadt ausgetragen

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

In der Motorenfabrik Darmstadt sind am 10. März die 42. Hessenmeisterschaften des Gastgewerbes ausgetragen worden. Wie der Branchenverband DEHOGA Hessen mitteilt, trafen sich dort Nachwuchskräfte aus mehreren gastgewerblichen Ausbildungsberufen zum Landeswettbewerb.

Insgesamt 18 Auszubildende aus den Berufen Koch, Fachmann für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie sowie Hotelfachmann hatten sich für das Finale qualifiziert. Nach Angaben des Verbandes waren zuvor rund 110 Teilnehmer in einem digitalen Vorausscheid angetreten.

Die diesjährige Veranstaltung stand unter dem Motto „Von der Erde zu den Sternen – Die Kraft der Elemente“. Laut Mitteilung des DEHOGA Hessen sollte das Thema eine Verbindung von Gastfreundschaft, Nachhaltigkeit und kultureller Identität herstellen.

Vorbereitung mit Einblicken in die Raumfahrt

Eine thematische Vorbereitung erhielten die Teilnehmer bereits im Vorfeld des Wettbewerbs. Wie der Verband mitteilt, besuchten die Auszubildenden auf Einladung von Darmstadt Marketing die Europäische Weltraumorganisation ESA in Darmstadt. Dort erhielten sie Einblicke in Raumfahrt, Forschung und Zukunftstechnologien. Nach Angaben des Veranstalters flossen Eindrücke aus dieser Exkursion in die Wettbewerbsaufgaben ein.

Romy Mayer, Vorsitzende des Berufsbildungsausschusses des DEHOGA Hessen, erklärte laut Mitteilung: „Das diesjährige Motto zeigt, wie kreativ und vielseitig die Ausbildung im Gastgewerbe ist. Von regionalen Produkten bis zu visionären Ideen – unsere Auszubildenden beweisen, dass gastronomisches Handwerk, Nachhaltigkeit, Digitalität und Innovation hervorragend zusammenpassen.“

Zu den Gästen der Veranstaltung gehörte auch Jana Schimke, Hauptgeschäftsführerin des DEHOGA Bundesverbandes, die laut Mitteilung aus Berlin angereist war, um sich über den Branchennachwuchs in Hessen zu informieren.

Vier-Gänge-Menü und praxisnahe Aufgaben

Die angehenden Köche entwickelten im Wettbewerb ein Vier-Gänge-Menü aus einem vorgegebenen Warenkorb. Für die Vorspeise standen Lachs, Filoteig und Frischkäse zur Verfügung. Der vegetarische Zwischengang musste mit Möhren, Mandeln und griechischem Joghurt zubereitet werden. Für das Hauptgericht waren Lammrücken, Quinoa und Eiertomaten vorgegeben. Das Dessert sollte aus Äpfeln, Cornflakes und dunkler Kuvertüre entstehen.

Die Teilnehmer aus dem Bereich Restaurants und Veranstaltungsgastronomie wurden nach Angaben des Veranstalters unter anderem in Serviceabläufen, Tischgestaltung und der thematischen Umsetzung des Wettbewerbsthemas bewertet.

Die angehenden Hotelfachleute bearbeiteten praxisnahe Aufgaben aus den Bereichen Hotelorganisation, Marketing und Gästemanagement.

Neben fachlichen Leistungen berücksichtigte die Jury laut Veranstalter auch Kriterien wie Teamarbeit, Nachhaltigkeit, Organisation und professionelles Auftreten. Dafür wurden zusätzlich ein Teampreis sowie ein Nachhaltigkeitspreis vergeben.

DEHOGA-Hessen-Präsident Robert Mangold erklärte laut Mitteilung: „Die Hessenmeisterschaften spiegeln wider, was die Kolleginnen und Kollegen in unserer Branche täglich leisten. Besonders beeindruckend ist die Entwicklung der vergangenen Jahre. Die Ausbildung und gezielte Förderung junger Talente gehört zu den zentralen Zukunftsaufgaben des Gastgewerbes. Wer hier antritt, hat bereits gewonnen. Die hohe Qualität, die wir in Hessen sehen, ist das Ergebnis der engagierten Arbeit der Berufsschulen, der Ausbildungsbetriebe und des DEHOGA. Unser duales Ausbildungssystem bildet die Grundlage für erfolgreiche Karrieren im Gastgewerbe. Mit den Hessenmeisterschaften geben wir motivierten Auszubildenden die Möglichkeit, ihr Können zu präsentieren und wichtige Impulse für ihren weiteren beruflichen Weg zu setzen.“

Sieger in drei Ausbildungsberufen

Den ersten Platz im Ausbildungsberuf Koch belegte Anton Ebbinghaus von Tiger & Palmen GmbH & Co. KG in Frankfurt. Auf den weiteren Plätzen folgten Claudius Unshelm von Oxalis fine foods GmbH in Darmstadt und Murilo Deters Mayer vom Hotel Goldener Karpfen in Fulda.

Im Ausbildungsberuf Hotelfachmann gewann Tim Kloetzel vom Maritim Hotel Darmstadt. Zweite wurde Emilie Rieth von Strauss in Biebergemünd, den dritten Platz belegte Alina Goedel vom Hotel am Kurpark in Bad Hersfeld.

Im Wettbewerb der Fachleute für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie erreichte Sonja Suchomel von Schuchs Restaurant GmbH in Frankfurt den ersten Platz. Amelie Weihrauch vom Lindner Hotel Frankfurt Höchst wurde Zweite, Oscar Faith vom Schlosshotel Kronberg belegte Rang drei.

Der Teampreis ging laut Mitteilung an Sonja Suchomel, Claudius Unshelm und Tim Kloetzel. Den Nachhaltigkeitspreis erhielten Emilie Rieth, Amelie Weihrauch und Anton Ebbinghaus.

Zusätzlich wurde im Rahmen der Veranstaltung der von der Josef-Laufer-Stiftung ausgeschriebene Sonderpreis Innovation 2026 an Sonja Suchomel verliehen.

Nach Angaben des DEHOGA Hessen werden die Hessenmeister und Vizemeister in den kommenden Monaten ein Training absolvieren. Sie haben die Möglichkeit, im Oktober für Hessen an den Deutschen Jugendmeisterschaften in den gastgewerblichen Ausbildungsberufen teilzunehmen.

Die GewinnerInnen der DEHOGA-Hessenmeisterschaften 2026:

Ausbildungsberuf Köchin/ Koch

  1. Platz: Anton Ebbinghaus, Tiger & Palmen GmbH & Co. KG Frankfurt
  2. Platz: Claudius Unshelm, Oxalis fine foods GmbH, Darmstadt
  3. Platz: Murilo Deters Mayer, Hotel Goldener Karpfen Fulda

Ausbildungsberuf Hotelfachfrau / -mann

  1. Platz: Tim Kloetzel, Maritim Hotel Darmstadt
  2. Platz: Emilie Rieth, Strauss Biebergemünd
  3. Platz: Alina Goedel, Hotel am Kurpark, Bad Hersfeld

Ausbildungsberuf Fachleute für Restaurants & Veranstaltungsgastronomie

  1. Platz: Sonja Suchomel, Schuchs Restaurant GmbH Frankfurt
  2. Platz: Amelie Weihrauch, Lindner Hotel Frankfurt Höchst
  3. Platz: Oscar Faith, Schlosshotel Kronberg

Teampreis

Sonja Suchomel, Schuchs Restaurant GmbH Frankfurt
Claudius Unshelm, Oxalis fine foods GmbH, Darmstadt
Tim Kloetzel, Maritim Hotel Darmstadt

Nachhaltigkeitspreis:

Emilie Rieth, Strauss Biebergemünd
Amelie Weihrauch, Lindner Hotel Frankfurt Höchst
Anton Ebbinghaus, Tiger & Palmen GmbH & Co. KG Frankfurt


Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine Umfrage unter Personalentscheidern zeigt, dass viele Unternehmen weiterhin auf Anwesenheitspflichten setzen. Gleichzeitig nennen Befragte konkrete Faktoren, die die freiwillige Rückkehr ins Büro beeinflussen.

Die Arbeitskosten im Gastgewerbe in Deutschland sind bis zum Jahr 2025 auf 27,40 Euro je Arbeitsstunde gestiegen. Das geht aus einer Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) hervor. Im Jahr 2020 hatten die Kosten noch bei 20,90 Euro gelegen. Daraus ergibt sich ein Anstieg um 31,1 Prozent innerhalb von fünf Jahren.

Wegen der weltweiten Krisen wollen die Unternehmen in Deutschland nach Angaben des Ifo-Instituts mehr Stellen abbauen. Das entsprechende Beschäftigungsbarometer sank im März um mehr als zwei Punkte auf den niedrigsten Wert seit fast sechs Jahren.

Deutschland zählt zu den Ländern mit den höchsten Arbeitskosten in der EU. Im vergangenen Jahr verteuerte sich die Arbeitsstunde weiter. Wie steht Deutschland im Vergleich zu seinen Nachbarn da?

Bungalow oder Einfamilienhaus mit Obergeschoss? Diese Grundsatzentscheidung prägt Raumaufteilung, Grundstücksnutzung und Wohnkomfort über Jahre. Beide Bauformen haben klare Vorteile – doch sie unterscheiden sich stark in Platzbedarf und Alltagstauglichkeit. Dieser Ratgeber zeigt, welche Lösung zu welcher Lebensphase passt und hilft, 2026 die richtige Wahl zu treffen.

Eine aktuelle Studie zur Außengastronomie zeigt, dass Kartenzahlung von Gästen überwiegend positiv bewertet wird. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, haben 79 Prozent der Befragten bereits einen Besuch in einem saisonalen Gastronomiebetrieb eingeplant, während 77 Prozent die Möglichkeit zur Kartenzahlung grundsätzlich begrüßen.

Die Stimmung der deutschen Verbraucher ist vor allem wegen der Folgen des Iran-Krieges schlecht. Die Einkommenserwartungen sind eingebrochen, Inflationsängste machen sich breit und drücken auf die Kauflaune.

Eine aktuelle Bitkom-Studie zeigt, dass 72 Prozent der deutschen Unternehmen die Frauenförderung organisatorisch verankert haben, wobei in fast jedem zweiten Betrieb die Geschäftsführung direkt zuständig ist.

Die Sächsische Landesbibliothek hat den Nachlass der DDR-Kochbuchautorin Ursula Winnington übernommen. Die Sammlung der DDR-Kochbuchikone soll künftig im Deutschen Archiv der Kulinarik für Forschung und Öffentlichkeit zugänglich sein.

Wenn die Kita zu ist, muss das Kind zu Hause betreut werden. Aber wie, wenn die Eltern doch eigentlich arbeiten müssen? Eine mögliche Lösung: Urlaub beantragen. Aber muss der Arbeitgeber den auch zwingend genehmigen?