Als Auswirkung des Iran-Kriegs erwarten Landwirte steigende Kosten - und auch steigende Preise für Verbraucher. «Durch den Iran-Konflikt erhöhen sich die Gas- und Ölpreise am Weltmarkt», sagt Andreas Köhr vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd. Das habe zunächst direkte Auswirkungen auf die Dieselpreise. «Gerade in der Landwirtschaft wird viel Diesel gebraucht – da steigen im gleichen Zug die Kosten.»
Besonders im Ackerbau ist der Anstieg der Dieselpreise aufgrund der anstehenden und auch bereits begonnenen Frühjahrsbestellung, die viele Arbeitsgänge auf dem Acker erfordert, den Angaben nach deutlich wahrnehmbar.
Auch Dünger wird teurer
Darüber hinaus beeinflussen die gestiegenen Gaspreise zukünftig auch die Düngerpreise, da es Gas für die Düngerherstellung braucht, führt Köhr aus. «Die bereits erfolgten Preiserhöhungen beim Dünger sind derzeit noch hauptsächlich auf abgeschnittene Handelswege im Nahen Osten zurückzuführen, die zu einer Verknappung auf dem Weltmarkt führen.» Hier seien die Betriebe gerade unterschiedlich belastet, je nachdem, ob sie ihren Dünger schon vor dem Krieg gekauft haben oder nicht.
Auch Herbert Netter vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau sieht die Problematik: «Die Energiepreise steigen. Damit wird die Bewirtschaftung der Flächen sehr viel teurer», sagte er. Zusammen mit den steigenden Düngerpreisen lautet Netters Schlussfolgerung: «Am Ende werden schließlich die Lebensmittelpreise steigen müssen.»












