Jobverluste jetzt auch bei Dienstleistungen

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Nach der Industrie schwächelt jetzt auch die Beschäftigung in den Dienstleistungsbereichen. Erstmals seit der Corona-Krise ist dort im zweiten Quartal dieses Jahres die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich gesunken, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Die Erwerbstätigenzahl im Dienstleistungssektor sank in der Jahresfrist um 0,1 Prozent oder 27.000 Personen. 

Einen weiteren Beschäftigungsaufbau von 1,5 Prozent gab es zwar im Öffentlichen Dienst einschließlich Erziehung und Gesundheit, doch die meisten übrigen Dienstleistungen schwächelten. Im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe sank die Zahl der Erwerbstätigen um 1,1 Prozent. 

Negativer Trend setzt sich fort 

In der Industrie setzte sich der schon länger beobachtete Abwärtstrend fort. Hier wurden 2,0 Prozent weniger Erwerbstätige registriert. Auch am Bau (-0,7 Prozent) sowie in der Land- und Forstwirtschaft (-1,5 Prozent) gab es weniger Jobs. 

Insgesamt waren im zweiten Quartal 2026 rund 45,7 Millionen Menschen in Deutschland erwerbstätig. Das waren saisonbereinigt 0,1 Prozent weniger als im ersten Quartal und 0,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Von ihnen waren 3,6 Millionen Menschen selbstständig - erneut ist dieser Anteil stärker zurückgegangen. 

Im Schnitt leisteten die Erwerbstätigen in den drei Monaten unverändert knapp 315 Arbeitsstunden. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen sank wegen der geringeren Beschäftigtenzahl um 0,5 Prozent auf 14,4 Milliarden Stunden. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Frankfurter Mook Group kritisiert in einem Newsletter die wachsende Bürokratiebelastung in der Gastronomie. Das Unternehmen verweist auf Zahlen des DEHOGA und fordert einen Abbau regulatorischer Vorgaben.

Laut der aktuellen ifo Konjunkturumfrage sieht sich fast jedes fünfte Unternehmen aus Beherbergung und Gastronomie wirtschaftlich bedroht. Als Belastungen nennen die Betriebe unter anderem schwache Nachfrage, steigende Kosten und Bürokratie.

Trotz Firmenwagen das Privatauto genutzt? Wer so Dienstreisen macht, riskiert den Verlust des möglichen Steuervorteils. Warum Finanzämter künftig noch genauer hinschauen dürften.

Ein neuer Bewertungsreport von HolidayCheck untersucht Unterschiede im Umgang mit Online-Bewertungen zwischen den Generationen. Besonders die Generation Z bewertet laut Umfrage spontaner und stärker emotional geprägt.

Wenn der Chef die Urlaubswünsche für das ganze Jahr haben möchte, fängt das große Grübeln an. Denn nicht immer ist alles schon durchgeplant. Darf er das überhaupt verlangen?

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat entschieden: Wer für Unternehmen schlechte Google-Bewertungen entfernen oder beanstanden will, benötigt dafür unter Umständen eine rechtliche Zulassung. Hotelverband und DEHOGA sagen, was dies für das Gastgewerbe bedeutet.

Für einen Liter Benzin musste ein durchschnittlicher Arbeitnehmer im April fünf Minuten arbeiten. Der Ölpreisanstieg durch den Iran-Krieg ist aber weniger heftig als nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs.

Bei den Firmenpleiten in Deutschland zeichnet sich aktuell keine Entspannung ab: Neue Höchstwerte gab es im April in den Bereichen Hotel und Gastronomie sowie Grundstücks- und Wohnungswesen.

Nur noch dies und das erledigen, immer ansprechbar sein und dann auch noch Meetings: Viele Menschen leiden unter zermürbendem Stress im Job. Leider lässt sich der nicht immer vermeiden. Aber: Mit ein paar einfachen Strategien lässt er sich besser managen.

Meta nutzt öffentliche Beiträge auf Facebook und Instagram, um seine KI zu schulen. Was Sie verhindern können, was dabei wichtig ist - und wie es mit WhatsApp aussieht.