Kaum jemand will nach Corona zurück ins Großraumbüro

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Tastaturklackern, Druckergeräusche und am nächsten Schreibtisch telefoniert der Kollege: Können Sie sich noch ans Großraumbüro erinnern? Für einen Großteil der Erwerbstätigen scheint das Konzept ohnehin ausgedient zu haben: Gerade mal ein Prozent wünscht sich nach Ende der Corona-Pandemie wieder einen festen Arbeitsplatz in einem Großraumbüro mit fünf und mehr Mitarbeitern, wie aus einer Umfrage von Bitkom Research hervorgeht.

Auch Co-Working-Spaces stehen nur bei den wenigsten (2 Prozent) auf der Wunschliste. Komplett auf einen Schreibtisch beim Arbeitgeber verzichten - das möchte künftig aber ebenfalls nur eine relativ kleine Gruppe. Jeder und jede achte (12 Prozent) der befragten Erwerbstätigen sprachen sich in der Umfrage dafür aus, künftig ausschließlich im Homeoffice oder mobil arbeiten zu wollen.

Knapp vier von zehn (38 Prozent) der Befragten wünschen sich stattdessen einen festen Arbeitsplatz in einem Einzelbüro. Etwas mehr als jeder und jede Vierte (27 Prozent) wären mit einem festen Arbeitsplatz in einem Büro mit zwei bis vier Mitarbeitern einverstanden.

Das sogenannte Shared-Desk-Prinzip, bei dem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Anwesenheit im Büro einen Arbeitsplatz frei wählen können, können sich 17 Prozent künftig gut vorstellen.

Die Frage beantworteten rund 1140 Erwerbstätige ab 16 Jahren, die Tätigkeiten am Schreibtisch ausführen. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

37 Prozent der Menschen ab 14 Jahren nutzen KI-Onlinetools mindestens wöchentlich, nach 22 Prozent im Vorjahr. Die ARD/ZDF-Medienstudie zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

Prompten, recherchieren, automatisieren: Wie wichtig wird Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt? Einer repräsentativen Umfrage der IU Internationalen Hochschule in Erfurt zufolge erwarten etwas mehr als die Hälfte der Arbeitnehmenden, dass KI-Kompetenzen wichtige Voraussetzung für den Jobeinstieg werden. 

Das Gastgewerbe verzeichnete im August 2026 laut DATEV ein Umsatzplus von 10,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Löhne stiegen in der Branche.

Viele Bewerber wünschen sich individuelle und zeitnahe Absagen, erleben einer Umfrage zufolge jedoch häufig Standardformulierungen, lange Wartezeiten oder ausbleibende Rückmeldungen. Eine schlechte Absage habe bei 65,0 Prozent zur Folge, dass sie sich nicht erneut bei dem betreffenden Arbeitgeber bewerben würden.

Vor dem Start des Oktoberfests zeigt eine Analyse von Visa, wie stark die Wiesn die Wirtschaft bewegt. Während der Festwochen 2025 stiegen die Ausgaben in München um 30 Prozent gegenüber gewöhnlichen Sommertagen. An Spitzentagen erreichte das Plus fast 70 Prozent.

Wenn es um einen Kunden-, Messe- oder Fortbildungsbesuch, dann brauchen Arbeitnehmer eine Möglichkeit, dort hinzukommen. Doch was, wenn der Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu beschwerlich oder nicht machbar ist? Darf der Chef dann verlangen, dass Angestellte ihr eigenes, privates Auto verwenden?

Die Mehrheit der Erwerbstätigen ist laut einer Umfrage bereit, mehr zu arbeiten - sofern die Rahmenbedingungen dafür stimmen. Zugleich empfindet jeder Zweite die politische Debatte um längere Arbeitszeit als demotivierend.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2026 um 6,7 Prozent gestiegen. Das Gastgewerbe weist mit 59,6 Fällen je 10.000 Unternehmen eine der höchsten Insolvenzhäufigkeiten auf.

Eine Studie von HolidayCheck zeigt, dass fast ein Drittel der Online-Bewerter bereits den Verlust eigener Rezensionen erlebt hat. Die negativen Erfahrungen hinterlassen spürbare Spuren bei den Verbrauchern.

Überregulierung und Bürokratie belasten nach Einschätzung von Steuerberatern den Mittelstand in Deutschland weiterhin am stärksten. Nach aktuellen Daten des DATEV-Seismografen sehen 83 Prozent der Befragten ihre Mandanten von diesen Hürden betroffen.