Liste der Corona-Risikogebiete in Deutschland

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In Deutschland bleiben Corona-Neuinfektionen weiter auf hohem Niveau. Die Auflistung zeigt die Städte und Regionen, in denen die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen über 50 gelegen haben.

(Die aktuelle Liste der Städte und Kreise folgt unten nach dem Artikel, Stand 21.4.2021, morgens, ohne Gewähr) Liste derzeit wegen fehlender RKI-Daten nicht verfügbar.

RKI registriert 24 884 Corona-Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 24 884 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI von Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.10 Uhr wiedergeben. In der Zahl der gemeldeten Neuinfektionen könnten Nachmeldungen aus Nordrhein-Westfalen vom Vortag enthalten sein. Eine größere Zahl von Meldungen der NRW-Gesundheitsämter waren zuvor aufgrund technischer Schwierigkeiten am Montagabend und Dienstag nicht vollständig übermittelt worden.

Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 331 neue Todesfälle verzeichnet. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Am Mittwoch vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 21 693 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 342 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 160,1. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 162,4 angegeben. Bisher kann laut RKI anhand der Sieben-Tage-Inzidenz der vergangenen Tage noch nicht abgeschätzt werden, ob sich der ansteigende Trend der vergangenen Woche fortsetzt.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 188 192 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2 824 100 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 80 634.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag nach dem RKI-Lagebericht von Dienstagabend bei 0,95 (Vortag: 1,06). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 95 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Allein auf weiter Flur: Wie sinnvoll sind Ausgangssperren?

Sie gehören zu den umstrittensten Punkten im neuen Infektionsschutzgesetz: nächtliche Ausgangsbeschränkungen. In Regionen mit besonders vielen Corona-Neuinfektionen sollen zwischen 22 und 5 Uhr die Menschen weitestgehend in ihren Wohnungen bleiben. In Bundesländern wie Brandenburg oder Baden-Württemberg sind ähnliche Regeln bereits umgesetzt. Jogging-Runden allein im Park oder im Wald sollen ab Mitternacht untersagt sein - auch wenn man kaum jemandem begegnet. Vielen geht das zu weit. Zu Recht?

BEHAUPTUNG: Nächtliche Ausgangssperren sind zur Bekämpfung des Infektionsgeschehens nutzlos.

BEWERTUNG: Unklare Datenlage. Experten unterscheiden zwischen Solo-Spaziergängen und Wegen zu privaten Treffen.

FAKTEN: In anderen Ländern hat sich durchaus gezeigt: Nach der Einführung einer nächtlichen Ausgangssperre sanken die Zahlen der Corona-Neuinfektionen. Alles gut also? Nein. Denn es ist bisher nicht geklärt, wie viel Anteil daran diese eine Maßnahme hatte. In der Regel wurde sie von weiteren Vorgaben wie strengeren Kontaktbeschränkungen und gegebenenfalls Schulschließungen flankiert. Zudem gab es mitunter auch tagsüber Ausgangssperren.

Forscher um ein Team der Universität Oxford nahmen jüngst den Einfluss einzelner Maßnahmen auf das Infektionsgeschehen genauer unter die Lupe. Ihre Ende März publizierte Studie ergab: Nächtliche Ausgangsbeschränkungen können die Verbreitung des Covid-19-Erregers um rund 13 Prozent reduzieren. Einschränkend schreiben sie aber, dass die Maßnahme nicht leicht vom Effekt paralleler Regelungen zu unterscheiden sei. Begutachtet wurde die Studie bislang nicht.

Grundsätzlich stellt sich die Frage: Ist der einzelne Nachtschwärmer oder Allein-Jogger tatsächlich eine Gefahr? Seit Monaten ist bekannt, dass im Freien das Risiko für eine Ansteckung mit dem Coronavirus im Gegensatz zu Innenräumen gering ist. «Im Freien finden so gut wie keine Infektionen durch Aerosolpartikel statt», heißt es von der Gesellschaft für Aerosolforschung (GAeF). Die Diskussion über Ausgangssperren halten die Experten für «irreführende Kommunikation».

Dass ein nächtlicher Spaziergang unproblematisch ist, weiß auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). «Es geht ja nicht darum, ob jemand alleine abends um zehn unterwegs ist», sagte er vergangenen Donnerstag. Am Montag hat sich die Regierungskoalition aus SPD und Union darauf geeinigt, dass Joggen und Spaziergänge bis Mitternacht erlaubt sind.

Die Ausgangsbeschränkungen sollen vor allem Treffen in geschlossenen Räumen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko unterbinden. «Von wo nach wo sind wir unterwegs?», fragt Spahn. Für ihn sind Ausgangssperren also ein Mittel, um grundsätzlich Begegnungen zu unterbinden.

Das sagt auch der Mobilitätsforscher Kai Nagel von der Technischen Universität Berlin: «Nächtliche Ausgangsbeschränkungen zielen auf die privaten Besuche.» Es solle nicht der Eindruck entstehen, die Leute sollten von draußen nach drinnen, das sei «wirklich die falsche Richtung», erklärte Nagel in einer Bundestagsanhörung am Freitag. Es sei «nicht wissenschaftlich (zu) verteidigen», wenn etwa Gruppen im Park mit ausreichend Abstand säßen und dann heimgehen müssten.

Nagel und seine Kollegen von der TU Berlin und vom Zuse-Institut schreiben in ihrer jüngsten Mobilitätsstudie: «Sehr gut wirksam wäre ein (fast) vollständiges Verbot privater Besuche.» Sie verweisen auf Erfahrungen in Großbritannien, wo der Aufenthalt im öffentlichen Raum zum Zweck eines Privatbesuchs grundsätzlich verboten war - und das rund um die Uhr. Das habe in der Modellierung einen viel höheren Einfluss auf die Pandemie als die geplanten nächtlichen Ausgangsbeschränkungen in Deutschland. Der R-Wert, der das Infektionsgeschehen abbildet, würde damit um rund 0,5 statt um etwa 0,1 Punkte sinken.

Ein Projekt der Humboldt-Universität Berlin und des Robert Koch-Instituts zeigt zudem: In den ersten drei März-Wochen entfielen gerade einmal 7,4 Prozent der deutschlandweiten Mobilität auf die Zeit zwischen 22 und 5 Uhr. Welchen Anteil dabei Wege zu Privattreffen haben, ist aus den Daten nicht ersichtlich. Der Effekt der Ausgangssperren dürfte aber womöglich überschaubar sein.

Dass strenge Kontaktschranken mehr bringen, zeigen auch die Erkenntnisse der Oxford-Studie. Im Gegensatz zur Reduzierung der Corona-Verbreitung um 13 Prozent bei den nächtlichen Ausgangssperren sehen die Forscher zum Beispiel einen doppelt so hohen Effekt (minus 26 Prozent) bei strengen Kontaktbeschränkungen wie die Begrenzung aller Treffen auf höchstens zwei Menschen.

Zudem wird befürchtet, dass sich Treffen und Besuche einfach zeitlich verschieben könnten. Das Werkzeug der nächtlichen Sperren könne «relativ schnell stumpf werden», hieß es von den Mobilitätsforschern der TU Berlin bereits Mitte März.

Manch einem dürfte es auch sauer aufstoßen, dass die Maßnahme erneut auf die Freizeit zielt. Auf den Arbeitsweg in überfüllte Betriebe darf man sich weiterhin machen - und das rund um die Uhr.  (dpa) 


Liste der Corona-Risikogebiete in Deutschland

Hier direkt zum Corona-Dashboard des RKI.

Corona-Risikogebiete in Baden-Württemberg:

(Alle Landkreise und kreisfreien Städte)

Alb-Donau-Kreis

Baden-Baden

Biberach

Böblingen

Bodenseekreis

Breisgau-Hochschwarzwald

Calw

Emmendingen

Enzkreis

Esslingen

Freiburg im Breisgau (Stadtkreis)

Freudenstadt

Göppingen

Heidelberg (Stadtkreis)

Heidenheim

Heilbronn

Heilbronn (Stadtkreis)

Hohenlohekreis

Karlsruhe

Karlsruhe (Stadtkreis)

Konstanz

Lörrach

Ludwigsburg

Main-Tauber-Kreis

Mannheim (Stadtkreis)

Neckar-Odenwald-Kreis

Ortenaukreis

Ostalbkreis

Pforzheim (Stadtkreis)

Rastatt

Ravensburg

Rems-Murr-Kreis

Reutlingen

Rhein-Neckar-Kreis

Rottweil

Schwäbisch Hall

Schwarzwald-Baar-Kreis

Sigmaringen

Stuttgart (Landeshauptstadt)

Tübingen

Tuttlingen

Ulm (Stadtkreis)

Waldshut

Zollernalbkreis

Corona-Risikogebiete in Bayern:

(Alle Landkreise und kreisfreien Städte)

Aichach-Friedberg

Altötting

Amberg (kreisfreie Stadt)

Amberg-Sulzbach

Ansbach

Ansbach (kreisfreie Stadt)

Aschaffenburg (kreisfreie Stadt)

Augsburg (kreisfreie Stadt)

Augsburg

Bad Kissingen

Bad Tölz-Wolfratshausen

Bamberg (kreisfreie Stadt)

Bayreuth (kreisfreie Stadt)

Bayreuth

Berchtesgadener Land

Cham

Coburg (kreisfreie Stadt)

Dachau

Deggendorf

Dillingen an der Donau

Dingolfing-Landau

Donau-Ries

Ebersberg

Eichstätt

Erding

Erlangen (kreisfreie Stadt)

Erlangen-Höchstadt

Forchheim

Freising

Freyung-Grafenau

Fürstenfeldbruck

Fürth (kreisfreie Stadt)

Fürth

Garmisch-Partenkirchen

Günzburg

Haßberge

Hof (kreisfreie Stadt)

Hof

Ingolstadt (kreisfreie Stadt)

Kaufbeuren (kreisfreie Stadt)

Kelheim

Kempten (kreisfreie Stadt)

Kitzingen

Kronach

Kulmbach

Landshut (kreisfreie Stadt)

Landshut

Lichtenfels

Lindau (Bodensee)

Main-Spessart

Memmingen

Miesbach

Miltenberg

Mühldorf am Inn

München (Landeshauptstadt)

München

Neuburg-Schrobenhausen

Neumarkt in der Oberpfalz

Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim

Neustadt an der Waldnaab

Neuulm

Nürnberg (kreisfreie Stadt)

Nürnberger Land

Oberallgäu

Ostallgäu

Passau (kreisfreie Stadt)

Passau

Pfaffenhofen an der Ilm

Regen

Regensburg (kreisfreie Stadt) 

Regensburg

Rhön-Grabfeld

Rosenheim (kreisfreie Stadt)

Rosenheim

Roth

Rottal-Inn

Schwabach (kreisfreie Stadt)

Schwandorf

Schweinfurt

Schweinfurt (kreisfreie Stadt)

Starnberg

Straubing (kreisfreie Stadt)

Straubing-Bogen

Tirschenreuth

Traunstein

Unterallgäu

Weiden in der Oberpfalz (kreisfreie Stadt)

Weilheim-Schongau

Weißenburg-Gunzenhausen

Wunsiedel im Fichtelgebirge

Würzburg (kreisfreie Stadt)

Würzburg

Corona-Risikogebiete in Berlin:

Berlin

Corona-Risikogebiet in Brandenburg:

(Alle Landkreise und kreisfreien Städte)

Landkreis Barnim

Brandenburg an der Havel

Landkreis Cottbus

Landkreis Dahme-Spreewald

Landkreis Elbe-Elster

Frankfurt

Landkreis Märkisch-Oderland

Landkreis Oberhavel

Landkreis Oberspreewald-Lausitz

Landkreis Oder-Spree

Landkreis Ostprignitz-Ruppin

Potsdam

Landkreis Potsdam-Mittelmark

Landkreis Prignitz

Landkreis Teltow-Fläming

Landkreis Uckermark

Corona-Risikogebiet in Bremen:

Bremen

Bremerhaven

Corona-Risikogebiete in Hamburg:

Hamburg

Corona-Risikogebiete in Hessen:

(Alle Landkreise und kreisfreien Städte)

Landkreis Bergstraße

Lahn-Dill-Kreis

Landkreis Limburg-Weilburg

Frankfurt am Main

Landkreis Fulda

Landkreis Gießen

Landkreis Groß-Gerau 

Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Landkreis Hochtaunuskreis

Kassel

Landkreis Kassel

Lahn-Dill-Kreis

Landkreis Limburg-Weilburg

Landkreis Main-Kinzig-Kreis

Offenbach

Landkreis Offenbach

Landkreis Main-Taunus-Kreis

Landkreis Marburg-Biedenkopf

Landkreis Rheingau-Taunus-Kreis

Rhein-Lahn-Kreis

Landkreis Vogelsbergkreis

Landkreis Waldeck-Frankenberg

Wetteraukreis

Werra-Meißner-Kreis

Wiesbaden

Corona-Risikogebiete in Mecklenburg-Vorpommern:

(Alle Landkreise und kreisfreien Städte)

Landkreis Ludwigslust-Parchim

Landkreis Nordwest-Mecklenburg

Landkreis Rostock

Schwerin

Landkreis Vorpommern-Greifswald

Landkreis Vorpommern-Rügen

Corona-Risikogebiete in Niedersachsen:

Landkreis Ammerland

Landkreis Aurich

Braunschweig

Landkreis Celle

Landkreis Cloppenburg

Landkreis Cuxhaven

Delmenhorst

Landkreis Diepholz

Emden

Landkreis Emsland

Landkreis Friesland

Landkreis Gifhorn

Landkreis Göttingen

Landkreis Goslar

Landkreis Grafschaft-Bentheim

Landkreis Hameln-Pyrmont

Landkreis Harburg

Landkreis Region Hannover

Landkreis Harburg

Landkreis Hildesheim

Landkreis Heidekreis

Landkreis Holzminden

Landkreis Leer

Landkreis Lüneburg

Landkreis Minden-Lübbecke

Landkreis Northeim

Landkreis Nienburg

Landkreis Oldenburg

Oldenburg

Osnabrück

Landkreis Peine

Landkreis Rotenburg (Wümme)

Salzgitter

Landkreis Schaumburg

Landkreis Vechta

Landkreis Verden

Landkreis Wesermarsch

Landkreis Wittmund

Landkreis Wolfenbüttel

Corona-Risikogebiete in Nordrhein-Westfalen:

(Alle Landkreise und kreisfreien Städte)

Aachen (Städteregion)

Bielefeld (kreisfreie Stadt)

Bochum (kreisfreie Stadt)

Bonn (kreisfreie Stadt)

Borken

Bottrop (kreisfreie Stadt)

Coesfeld

Dortmund (kreisfreie Stadt)

Duisburg (kreisfreie Stadt)

Düren

Düsseldorf (Landeshauptstadt)

Ennepe-Ruhr-Kreis

Essen (kreisfreie Stadt)

Euskirchen

Gelsenkirchen (kreisfreie Stadt)

Gütersloh

Hagen kreisfreie Stadt)

Hamm (kreisfreie Stadt)

Heinsberg

Herford

Herne (kreisfreie Stadt)

Hochsauerlandkreis

Höxter

Kleve

Köln (kreisfreie Stadt)

Krefeld (kreisfreie Stadt)

Leverkusen (kreisfreie Stadt)

Lippe

Märkischer Kreis

Mettmann

Minden-Lübbecke

Mönchengladbach (kreisfreie Stadt)

Mülheim an der Ruhr (kreisfreie Stadt)

Münster (kreisfreie Stadt)

Oberbergischer Kreis

Oberhausen (kreisfreie Stadt)

Olpe

Paderborn

Recklinghausen

Remscheid (kreisfreie Stadt)

Rhein-Erft-Kreis

Rheinisch-Bergischer Kreis

Rhein-Kreis Neuss

Rhein-Sieg-Kreis

Siegen-Wittgenstein

Soest

Solingen (kreisfreie Stadt)

Steinfurt

Unna

Viersen

Warendorf

Wesel

Wuppertal (kreisfreie Stadt)

Corona-Risikogebiete in Rheinland-Pfalz

(Alle Landkreise und kreisfreien Städte)

Ahrweiler

Altenkirchen (Westerwald)

Alzey-Worms

Bad Kreuznach

Birkenfeld

Bitburg-Prüm

Bernkastel-Wittlich

Cochem-Zell

Donnersbergkreis

Eifelkreis Bitburg-Prüm

Frankenthal (kreisfreie Stadt)

Germersheim

Kaiserslautern

Kaiserslautern (kreisfreie Stadt)

Koblenz (kreisfreie Stadt)

Ludwigshafen am Rhein (kreisfreie Stadt)

Mainz (kreisfreie Stadt)

Mayen-Koblenz

Neuwied

Pirmasens (kreisfreie Stadt)

Rhein-Hunsrück-Kreis

Rhein-Lahn-Kreis

Rhein-Pfalz-Kreis

Speyer (kreisfreie Stadt)

Südwestpfalz

Trier

Trier-Saarburg

Vulkaneifel

Westerwaldkreis

Worms (kreisfreie Stadt)

Zweibrücken

Corona-Risikogebiete im Saarland

(Alle Landkreise und kreisfreien Städte )

Landkreis Merzig Wadern

Landkreis Neunkirchen

Landkreis Sankt Wendel

Saarbrücken

Saarlouis

Saar-Pfalz-Kreis

Corona-Risikogebiete in Sachsen

(Alle Landkreise und kreisfreien Städte)

Landkreis Bautzen

Chemnitz

Dresden

Erzgebirgskreis

Leipzig

Landkreis Leipzig

Landkreis Nordsachsen

Landkreis Meißen

Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Vogtlandlandkreis

Landkreis Zwickau

Corona-Risikogebiete in Sachsen-Anhalt

(Alle Landkreise und kreisfreien Städte außer Landkreis Anhalt-Bitterfeld)

Landkreis Altmarkkreis-Salzwedel

Landkreis Börde

Burgenlandkreis

Halle

Landkreis Harz

Landkreis Jerichower Land

Landkreis Mansfeld-Südharz

Salzlandkreis

Landkreis Schleswig-Flensburg

Landkreis Stendal

Landkreis Wittenberg

Corona-Risikogebiete in Schleswig-Holstein

Dithmarschen

Herzogtum Lauenburg

Flensburg

Kiel

Neumünster

Landkreis Rendsburg-Eckernförde

Landkreis Segeberg

Landkreis Steinburg

Landkreis Stormann

Corona-Risikogebiete in Thüringen

(Alle Landkreise und kreisfreien Städte)

Altenburger Land

Landkreis Eichsfeld

Eisenach

Erfurt

Gera

Landkreis Greiz

Landkreis Gotha

Landkreis Hildburghausen

Jena

Saale-Holzland-Kreis

Saale-Orla-Kreis

Landkreis Saalfeld-Rudolstadt

Landkreis Schmalkalden-Meiningen

Landkreis Sömmerda

Landkreis Sonneberg

Suhl

Unstrut-Hainich-Kreis

Wartburgkreis

Weimar

Landkreis Weimarer Land

Der Frühling und Corona: Wie saisonale Effekte auf das Virus wirken

Wenn im Frühling die Temperaturen steigen, sinkt die Erkältungsgefahr, und auch Grippeviren verschwinden allmählich. Doch hat das Wetter auch Einfluss auf das Coronavirus? Wissenschaftler gehen davon aus, dass saisonale Effekte den Covid-19-Erreger durchaus beeinflussen können. Wie wirkt sich das auf die Pandemie aus?

«Die Saisonalität von Viren, die über die Atemwege verbreitet werden, ist ungeheuer komplex und lässt sich nicht an einzelnen Faktoren festmachen», sagt der Direktor des Instituts für Virologie des Uniklinikums Essen, Ulf Dittmer. Neben der Jahreszeit bestimmen noch weitere Faktoren den Pandemieverlauf, etwa das Verhalten der Menschen. Eine eindeutige Prognose ist daher schwierig.

Das Robert Koch-Institut (RKI) geht davon aus, dass sich Sars-CoV-2 in der kälteren Jahreszeit besser verbreitet. Im Sommer schwäche sich die Übertragungsdynamik tendenziell ab. Tatsächlich ließ das hiesige Infektionsgeschehen im Sommer 2020 nach.

Kann man davon auf dieses Jahr schließen? Der Leiter der Virologie an der Berliner Charité, Christian Drosten, hält das für unwahrscheinlich. «Dass wir 2020 einen so entspannten Sommer hatten, hatte wahrscheinlich damit zu tun, dass unsere Fallzahlen im Frühjahr unter einer kritischen Schwelle geblieben sind. Das ist inzwischen aber nicht mehr so», sagte er kürzlich dem «Spiegel». In Spanien etwa seien im Sommer die Fallzahlen nach einem Lockdown wieder gestiegen - trotz Hitze.

Umwelteinflüsse können die Stabilität von Coronaviren beeinflussen. Darüber hinaus könnten Umweltfaktoren auch auf die Aerosole oder Tröpfchen wirken, mit denen das Virus verbreitet werde, sagt die Virologin Stephanie Pfänder von der Ruhr-Universität Bochum. «Auch deren Eigenschaften verändern sich abhängig von den Umweltbedingungen.» Auf Basis von Studien lassen sich für einzelne Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchte und UV-Strahlung grundsätzliche Erkenntnisse ableiten. Ein Überblick:

TEMPERATUR: Die Virushülle ist laut Dittmer im Freien bei einer Temperatur von etwa zehn Grad besonders stabil. «Je wärmer es wird, desto mehr nimmt die Stabilität ab», erklärt der Virologe. Durch die Wärme verändern sich Fettmoleküle in der Hülle so, dass sie platzen kann.

UV-STRAHLEN: Sonnenstrahlen - insbesondere UV-Strahlung - schädigen die genetische Information des Virus. «Ganz grob kann man sagen, dass UV-Strahlung in der Lage ist, das Virus zu inaktivieren, indem die virale Nukleinsäure angegriffen wird», sagt die Virologin Pfänder. Die Viren seien dann nicht mehr infektiös.

LUFTFEUCHTE: Die Erkenntnisse zur Luftfeuchte beruhen vor allem auf Untersuchungen zu Übertragungen in Innenräumen. Dort spielt die Luftfeuchte laut dem Leipziger Aerosolforscher Ajit Ahlawat eine wichtige Rolle. Zusammen mit anderen Forschern fand der Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung (Tropos) heraus, dass die Ansteckungsgefahr im Inneren bei höherer Luftfeuchte niedriger ist.

«Wenn die relative Luftfeuchtigkeit der Raumluft unter 40 Prozent liegt, nehmen die von Infizierten ausgestoßenen Viruspartikel weniger Wasser auf. Sie sinken daher nicht so schnell zu Boden, sondern bleiben in der Luft und können eher von gesunden Menschen eingeatmet werden», erklärt Ahlawat. Zudem würden bei trockener Luft die Nasenschleimhäute trockener und damit durchlässiger für Viren.

Diese Erkenntnisse lassen sich jedoch nicht direkt auf die Verbreitung des Virus im Freien übertragen. Dort kämen laut Ahlawat weitere Faktoren hinzu, hauptsächlich die Verdünnung der Aerosolpartikel in der Luft und die Inaktivierung durch UV-Licht. Diese spielten im Freien eine größere Rolle als Temperatur und Luftfeuchte.

VERHALTEN: Das Wetter beeinflusst auch das Verhalten der Menschen. Im Winter halten wir uns eher in geschlossenen Räumen auf, in der wärmeren Jahreszeit zieht es viele eher ins Freie. «Wenn sich das ganze Leben verstärkt draußen an der frischen Luft abspielt oder Räume durchgehend gut gelüftet werden, ist das Übertragungsrisiko natürlich geringer», sagt Pfänder.

IMMUNSYSTEM: Das menschliche Abwehrsystem muss mit verschiedenen Herausforderungen umgehen: Wunden, Bakterien, Pilze – oder eben Viren. Für jeden Fall und Eindringling versucht der Körper eine passende Immunantwort zu haben. «Alles gleichzeitig bereitzuhalten, würde aber sehr viel Energie kosten», erklärt die Gießener Immunologin Eva Peters. Deswegen setze das Immunsystem – abhängig von der Jahreszeit – auf verschiedene Arten der Immunantwort: Die angeborene und die erlernte Immunantwort.

Im Winter sei meist eine Immunantwort für altbekannte Probleme gefragt: Dann würden etwa Antikörper gegen Viren gebraucht, mit denen der Körper zum Beispiel in vorherigen Wintern schon infiziert war, erklärt Peters. Diese erlernte spezifische Immunantwort sei sehr genau, baue sich aber nur langsam auf. In der wärmeren Jahreszeit seien Menschen dagegen eher im Freien. Der Körper sei dann vielen möglichen, auch unbekannteren Risiken ausgesetzt. Das Immunsystem setze daher eher auf die angeborene, unspezifische Immunantwort. Mit dieser könnten Eindringlinge wie Viren anhand bestimmter Schadensmuster schnell erkannt werden. «Das heißt, im Sommer ist unser Immunsystem besser darin, neue Keime schnell und effizient abzuwehren. Das trifft auch auf Sars-CoV-2 zu», sagt Peters.

VITAMIN D: Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat das mit Hilfe von Sonnenlicht gebildete Vitamin D zwar regulatorische Effekte auf das Immunsystem. Noch sei jedoch nicht sicher, ob es vor einer Corona-Infektion schützen kann. Laut RKI ist die Vitamin-D-Bildung durch die geografische Lage in Mitteleuropa nur im Sommerhalbjahr (März bis Oktober) möglich. Im Winter nutze der Körper die im Sommer aufgebauten Vitamin-D-Reserven.

Temperatur, UV-Strahlung, Vitamin D: «Alle diese Faktoren verbessern sich im Frühjahr und im Sommer», fasst Virologe Dittmer zusammen. Es gebe also saisonale Effekte. Doch wie stark das Wetter Einfluss auf das Pandemiegeschehen nehme, dazu fehlten noch konkrete Erkenntnisse.

«Wir wissen von Coronaviren, dass der R-Wert, also die Reproduktionsrate des Virus, aufgrund dieser Faktoren im Frühjahr und Sommer deutlich sinkt. Also mindestens um den Faktor 0,5, vielleicht sogar noch mehr. Und das ist schon relativ viel», erklärt Dittmer. Das vergangene Jahr habe aber auch gezeigt, dass die saisonalen Effekte nicht zu einem kompletten Verschwinden führten.

Nun kommt den Experten zufolge noch eine weitere Unbekannte dazu: Virusmutationen. Der gewonnene Vorteil durch die saisonalen Effekte könnte von den infektiöseren Mutanten quasi «aufgefressen» werden, sagt Virologe Dittmer mit Blick auf die kommenden Monate. Die saisonalen Effekte könnten dann möglicherweise nicht dafür ausreichen, dass der R-Wert langfristig unter die Schwelle von 1 sinkt, ab der die Pandemie abflaut. Virologin Pfänder geht davon aus, dass die wärmere Jahreszeit grundsätzlich schon dazu beitragen könne, die Übertragungsdynamik abzubremsen. Ungewissheit sieht auch sie bei den Mutanten. «Das Auftreten und die Verbreitung von Mutanten ist tatsächlich ein Faktor, der unberechenbar ist.»

Treiben Schnelltests die Corona-Inzidenz in die Höhe?

In Zeiten von zu wenig Impfstoff gelten Schnelltests als eine Maßnahme, die Pandemie in den Griff zu bekommen. Corona-Infizierte sollen früher erkannt und schneller isoliert werden. Manche behaupten nun, die Inzidenz steige wegen der Tests.

BEHAUPTUNG: Schnelltests verzerren das gemeldete Infektionsgeschehen.
BEWERTUNG: Teilweise richtig. Derzeit ist noch kein großer Einfluss auf die Meldezahlen erkennbar. Bei sehr vielen Schnelltests könnte die Zahl erkannter Infektionen aber steigen. Somit wird die reale Corona-Lage dann exakter wiedergegeben.

FAKTEN: Die Kurve der gemeldeten Corona-Infektionszahlen in Deutschland geht wieder deutlich nach oben. Das Robert Koch-Institut (RKI) macht dafür vor allem die Ausbreitung der ansteckenderen und wohl auch tödlicheren Virusvariante B.1.1.7 verantwortlich. Doch es gibt auch Stimmen, die den Anstieg auf das Ansinnen der Bundesregierung zurückführen, mehr Menschen testen zu wollen. Hat das tatsächlich Auswirkungen?

«Dass die Inzidenz dadurch grundsätzlich steigen kann, ist richtig», sagt der Bremer Professor Hajo Zeeb. Dann etwa, wenn Menschen nach einem Schnell- oder Selbsttest einen verpflichtenden PCR-Test machen. Nur ein solcher geht in die offizielle Statistik ein und damit auch in die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (7-Tage-Inzidenz). Dass der Einsatz von Schnelltests aber bereits jetzt zum Anstieg der Inzidenz besonders beitrage, bestreitet der Leiter der Abteilung Prävention und Evaluation am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie.

Einige Daten aus den Gesundheitsämtern zu den Schnelltests liegen dem RKI zwar vor, aber sehr aussagekräftig sind diese bisher nicht. Nach jüngsten Angaben war in den Kalenderwochen 1 bis 10 (4. Januar bis 14. März) bei jeweils weniger als 4 Prozent der positiven PCR-Tests zuvor auch ein positiver Schnell- oder Selbsttest erfolgt. Das Institut kommt daher zu dem Schluss, dass es deswegen «keine Verzerrung» bei den PCR-Tests gebe. Nach den vorliegenden Daten ließen sich die höheren Fallzahlen nicht durch einen Anstieg der Schnelltests erklären, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade am vergangenen Freitag (19. März).

Überhaupt erfasst werden müssen sowieso nur die sogenannten Schnelltests, die zum Beispiel in Testzentren, Apotheken oder Arztpraxen von geschultem Personal durchgeführt werden. Positive Ergebnisse sind nach dem Infektionsschutzgesetz von dort den Gesundheitsämtern vor Ort zu melden. Ob das flächendeckend und vollständig geschehe, darüber kann das RKI keine Aussage treffen. In die offiziellen Statistiken gehen dann in jedem Fall nur die darauf folgenden PCR-Tests ein.

Im Gegensatz dazu laufen Selbsttests, wenn sie daheim am Küchentisch gemacht werden, quasi unterhalb des RKI-Radars. Denn eine Meldepflicht gibt es für sie nicht. Zwar sollte auch hier nach einem positiven Ergebnis ein PCR-Test zur Bestätigung oder Widerlegung unternommen werden, kontrollieren kann das aber niemand.

Während bei PCR-Tests im Labor das Erbmaterial des Erregers nachgewiesen wird, handelt es sich bei den prinzipiell weniger zuverlässigen Schnell- und Selbsttests um sogenannte Antigentests. Sie weisen in Abstrich-Proben Moleküle nach, die charakteristisch für das Virus sind.

Beispiel Baden-Württemberg: Im Südwesten wurden im Jahr 2021 bis Dienstag mehr als 104 000 positive PCR-Tests erfasst. Wie das Landesgesundheitsamt mitteilte, sind darunter 4379 Fälle, bei denen zuvor ein positiver Antigentest durchgeführt wurde - ein Anteil von etwa 4,2 Prozent. Der Leiter des Referats Gesundheitsschutz und Epidemiologie beim Landesgesundheitsamt, Stefan Brockmann, sagt: «Alle Testergebnisse von Schnelltests - negative wie positive - zu erfassen, lässt sich in der Praxis bislang nicht bewerkstelligen.»

Zudem ist zu beachten: Erst seit 8. März dürfen alle Bürger in Deutschland wöchentlich einen kostenlosen Schnelltest bei geschultem Personal machen. In den Wochen davor kamen die Tests zum Beispiel vor dem Zutritt in Altenheime zum Einsatz, in Kliniken und nach Infektionsfällen etwa in Schulen. Heute gibt es im Einzelhandel und in Apotheken zudem Selbsttests für zuhause.

Nach RKI-Angaben stieg der Anteil der positiven PCR-Tests, denen ein positiver Antigentest vorausging, zuletzt nicht in besonderem Maße an. Wie in den Wochen zuvor lag er auch zwischen 8. und 14. März bei weniger als 4 Prozent. Allerdings greift die Testoffensive bislang noch nicht flächendeckend und im großen Stil.

Mit einer Ausweitung der Tests könnte man letztendlich dem realen Infektionsgeschehen Schritt für Schritt näher kommen. Der Lücke zwischen der vom RKI erfassten Inzidenz und der wirklichen Inzidenz in der Bevölkerung wird dann kleiner.

Der Vorteil der Antigentests: «Dass man Infektionsketten früher ausfindig macht, als wenn sie erst nach dem Auftreten von Symptomen erkannt worden wären», sagt Epidemiologe Zeeb. In einer Zeit, als Schnelltests noch nicht so weit verbreitet waren, hätten viel mehr Menschen eine Infektion wegen fehlender Symptome möglicherweise nicht bemerkt. Die Dunkelziffer lasse sich damit verringern.

Eine intensivierte Testaktivität führe «zu einer vollständigeren und früheren Erfassung von Infektionen die andernfalls unentdeckt geblieben wären», sagt auch Professor Gérard Krause, Chef-Epidemiologie am Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig.

Biometrikerin Zapf befürwortet daher ausgeweitete Schnell-Testungen, da symptomfreie Fälle sofort isoliert werden könnten. Der Nachteil: Bei falschen Positiv-Ergebnissen müssten Getestete bis zum Vorliegen des PCR-Ergebnisses mit der Unsicherheit leben - und noch schwerwiegender: Bei falsch-negativem Ergebnis würden sich Infizierte in falscher Sicherheit wiegen.

Letztlich lässt sich auch aus der absoluten Zahl der laborbestätigten PCR-Tests derzeit nicht ableiten, dass der Plan der Bundesregierung zu mehr Schnell- und Selbsttests derzeit schon wirklich massiven Einfluss auf die Zahlen hat: Nach Angaben der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) wurden Anfang 2021 wöchentlich mehr als 1,05 Million PCR-Tests durchgeführt, in der zweiten Februar-Woche waren es dann nur noch 900 000. Seitdem sind sie nach und nach wieder auf 1,1 Millionen (8. bis 14. März) und zuletzt 1,2 Millionen (15. bis 21. März) gestiegen.

«Ein leichter Trend nach oben, aber nur marginal», sagt Zeeb. «Die Untersuchungszahlen müssten wirklich deutlich nach oben gehen, wenn viel mehr ins System reinkommt.» Zum Vergleich: Die Sieben-Tage-Inzidenz hat sich vom 14. Februar bis 21. März knapp verdoppelt.

Alles wurde anders: Rückblick auf ein außergewöhnliches Reisejahr

Zu Beginn des Jahres 2020 stritt man in Deutschland darüber, ob der Ferienkorridor im Sommer verkürzt werden sollte. Die Tourismusbranche hatte die Pleite von Thomas Cook zu verdauen. Außerdem nahm das Phänomen «Flugscham» viel Platz in der öffentlichen Debatte ein. Weniger fliegen für den Klimaschutz? Darüber wurde teils hitzig diskutiert.

Im Rückblick könnte man also sagen: Im Januar war die Welt des Reisens noch in Ordnung.

Die meisten Bundesbürger waren im traditionell buchungsstärksten Monat des Jahres damit beschäftigt, ihre Urlaubsziele auszuwählen, so wie immer. Zwar gab es Berichte über eine «neue Lungenkrankheit in China», doch die Auswirkungen ahnten wohl die wenigsten. Bis plötzlich alles sehr schnell ging. Das Coronavirus Sars-Cov-2 ging um die Welt - und stürzte den weltweiten Tourismus in seine tiefste Krise.

Februar: Dunkle Wolken am Horizont

Deutsche Veranstalter wie die Tui sagen Reisen nach China ab, doch dort macht im Winter sowieso fast niemand Urlaub. Noch immer scheint es sich eher um ein regionales Problem zu handeln.

Mehr Besorgnis rufen Mitte Februar schon die Bilder der «Diamond Princess» hervor. Nach zahlreichen Corona-Infektionen an Bord haben die japanischen Behörden das Kreuzfahrtschiff in Yokohama unter Quarantäne gestellt, unter den Fahrgästen sind auch Deutsche. «Angst ist jetzt zu viel» - so schildert ein betroffener Pensionär aus München seine Gefühle. Eine treffende Formulierung für die Stimmung, die auch im fernen Deutschland herrscht.

Ein festgesetztes Schiff irgendwo in Asien, das scheint nichts mit den eigenen Reiseplänen zu tun zu haben. Das Virus ist weit weg - bis es scheinbar binnen weniger Tage über Norditalien hereinbricht.

Surreale Szenen sind es, die sich hinter dem Brenner in einem der beliebtesten Reiseländer der Deutschen abspielen: Gemeinden werden zu Sperrzonen, Bars, Restaurants und Geschäfte geschlossen, der Markusplatz in Venedig ist wie leer gefegt.

Mit den verstörenden Bildern zwingt sich der Eindruck auf, dass das Virus nicht mehr aufzuhalten ist. Ende des Monats wird die weltgrößte Tourimusmesse ITB in Berlin abgesagt, wenige Tage vor ihrem Beginn.

März: Das weltweite Reisen kommt abrupt zum Erliegen

Es ist der Monat, der die Welt verändert: Die Pandemie erfasst den Globus. Innerhalb von rund zwei Wochen schließen die meisten Länder ihre Grenzen, der Flugverkehr wird eingestellt, Veranstalter sagen sämtliche Reisen ab, touristische Übernachtungen in Deutschland werden verboten und die Ferieninseln für Urlauber gesperrt. Die Welt im «Shutdown» - und alle Reisepläne sind plötzlich Makulatur.

Von Mexiko bis Thailand hocken Deutsche in Hotelzimmern und bemühen sich um die letzten Rückflüge in die Heimat. Die Bundesregierung startet die größte Rückholaktion in der Geschichte. Das Auswärtige Amt spricht eine weltweite Reisewarnung bis Ende April aus. «Das ist für viele schmerzlich, aber absolut notwendig», stellt Außenminister Heiko Maas (SPD) fest. Sein Appell: «Bleiben Sie zu Hause!»

April: Rückzug in die eigenen vier Wände

Das Frühjahr ist die Zeit der schwindenden Horizonte. Der Osterurlaub: gestrichen. Mallorca, Kreta und Antalya: in weite Ferne gerückt. Von anderen Kontinenten gar nicht zu sprechen. Die weiteste Reise führt in diesen Tagen meist in den Supermarkt um die Ecke.

Zugleich geht für viele Urlauber der Ärger los: Fluggesellschaften und Reiseveranstalter lassen sich mit der Erstattung abgesagter Reisen Zeit, verärgern ihre Kunden. Zeitweise steht zur Debatte, ob Verbraucher Gutscheine statt einer Rückzahlung akzeptieren müssen. Das setzt sich nicht durch. Doch viele warten ewig auf ihr Geld. Die Reisebranche steckt da schon mitten in der Existenzkrise.

Ende April werden die letzten gestrandeten Deutschen heimgeholt, 157 Passagiere aus Kapstadt erreichen Frankfurt. Insgesamt hat die Regierung 240 000 Reisende nach Hause geholt. Wenige Tage später wird die weltweite Reisewarnung bis Mitte Juni verlängert. Banges Hoffen auf den Sommer. Denn viele wollen am liebsten schon wieder los.

Doch dieses Jahr könnte alles anders werden. Von einer Renaissance des Wanderns in heimischen Gefilden ist zum Beispiel die Rede. Fällt Reise-Deutschland zurück in die 1950er Jahre, in eine Zeit vor dem Massentourismus mit Charterflügen ans Mittelmeer?

Mai: Hoffen auf den Sommer

Im schönen Monat Mai wächst ein zartes Pflänzchen Hoffnung: Die Corona-Einschränkungen werden vor Pfingsten gelockert, die ersten Urlaubsgäste zieht es wieder an die Nordsee. Doch über allem steht die Frage: Was wird aus dem Sommer, was wird aus «Malle»?

Ende des Monats dann die frohe Botschaft: Die Reisewarnung für Touristen soll ab 15. Juni für 31 europäische Staaten aufgehoben werden, sofern die Pandemie das zulässt. Plötzlich sieht es so aus, als könnte Corona schon bald hinter uns liegen.

Juni und Juli: Das Virus scheint (fast) vergessen

Mit etwas Verzögerung öffnet auch Spanien wieder seine Grenzen. Manch einer ergreift sofort die Chance und steigt in den Flieger nach Palma oder zu anderen Sonnenzielen rund um das Mittelmeer. Urlauber zieht es nach Griechenland und Kroatien, nach Frankreich und Portugal. Auch im gebeutelten Italien machen wieder viele Menschen Urlaub.

Zwar reisen längst nicht alle, aber doch mehr Menschen, als man noch vor wenigen Wochen hätte vermuten können. Viele bleiben im eigenen Land: Zwischen Hiddensee und Oberstdorf wird es teils krachend voll - die touristische Wiederentdeckung des Heimatlandes.

Der Sommer mit seinen warmen Temperaturen weist das Virus in die Schranken und ermöglicht wieder relativ viel Reisefreiheit. Doch es ist eine Reisesaison unter den Bedingungen einer globalen Pandemie, die lediglich eine Sommerpause eingelegt: Maskenpflicht im Flugzeug, Hygieneregeln in den Hotels, Mallorca ohne Bierkönig.

Die eingefleischten Kreuzfahrt-Fans müssen sich noch gedulden. Ende Juli laufen wieder erste Schiffe aus, zunächst zu Fahrten ohne Landgänge. «Blaue Reisen», nennt Tui Cruises das. Auch der große Traum vom Urlaub in den USA muss warten, das Land lässt weiterhin keine ausländischen Touristen rein. Und für mehr als 160 Länder auf der ganzen Welt gilt weiterhin die Reisewarnung.

Wer in den Sommermonaten ins Ausland reist, nutzt ein Zeitfenster relativer Sorglosigkeit - das sich schon bald wieder schließen wird.

August und September: Die Einschläge kommen näher

Dass die Pandemie nicht einfach überstanden ist, dürfte den meisten klar sein. Experten warnen vor der zweiten Welle im Herbst. Und auch für Urlauber schränken sich die Möglichkeiten langsam wieder ein. Mit Spanien trifft es ausgerechnet das beliebteste Auslandsziel: Ab Mitte August gilt wieder eine Reisewarnung für das ganze Land, mit Ausnahme der Kanarischen Inseln, weil die Infektionszahlen stark steigen. Das ist kein Reiseverbot, aber schreckt bewusst ab.

Ende August wird auch die bestehende Reisewarnung für die Länder außerhalb Europas verlängert, wenige Tage später Anfang September folgt die Reisewarnung für die Kanaren. Auch in anderen Ländern Europas schnellen die Corona-Zahlen wieder hoch. Der Blick auf die Liste der Risikogebiete wird nun obligatorisch. Das Klein-Klein sich schnell ändernder Regelungen trübt die Urlaubslaune.

Schon blicken Urlauber voller Sorge auf den Herbst: War das sommerliche Reisen etwa nur eine kurze, schöne Ausnahme von der trüben Realität der Pandemie? Die Gewissheit folgt rasch.

Oktober und November: Hinein in einen grauen Winter

Als der Herbst anbricht, wird fast allen klar: Die zweite Welle rollt - und mit ihr folgen neuerliche Einschränkungen. Große Teile Europas werden bis Ende Oktober zu Corona-Risikogebieten, schon sehr bald ist eher die Frage, wo man überhaupt noch hinreisen kann.

Auch innerhalb Deutschlands bricht Anfang des Monats Verwirrung aus. Wer aus einem Corona-Risikogebiet anreist, braucht vielerorts den Nachweis über einen negativen Corona-Test, der aber wiederum Geld kostet. Die Bundesländer haben teils uneinheitliche Regeln. Unklar ist auch, ob Urlauber ohne Test das Geld für ihre stornierte Buchung zurückbekommen. Chaos pünktlich zu den Herbstferien.

Es ist ein schwacher Trost, dass die Bundesregierung die Reisewarnung für die Kanaren Ende Oktober wieder aufhebt. Und auch, dass die Warnung für manche Länder außerhalb Europas gefallen ist, ermuntert nur wenige dazu, jetzt noch die Koffer zu packen.

Schließlich folgt der Teil-Lockdown im November. Hotels müssen wieder schließen. Die Skisaison steht zur Disposition. Nicht die Flugscham hält die Menschen vom Reisen ab, es ist die Pandemie. Sie dauert an. Kaum jemand denkt noch an Urlaub. Und der Winter wird sehr lang.

Mancher Reisende mag sich da an den Sommer zurückerinnern, ans Ferienhaus in Dänemark und Allgäuer Bergspitzen, an Latte Macchiato am Lago Maggiore und Tapas in Spanien. Und an die unschuldigen Zeiten, als über den Ferienkorridor gestritten wurde.

Die Entwicklung der Corona-Pandemie in dpa-Eilmeldungen

Mehr als 600 Eilmeldungen hat die Deutsche Presse-Agentur in diesem Jahr allein zum Corona-Virus gesendet. Die Überschriften dokumentieren die dramatische Entwicklung der Pandemie - von den ersten Hinweisen auf eine Ausbreitung der Viruserkrankung Anfang des Jahres über die teils drastischen Gegenmaßnahmen im März, eine Entspannungsphase im Sommer bis zur zweiten Welle im Herbst und den jüngsten Erfolgen bei der Impfstoff-Entwicklung.

Hier eine Auswahl der Corona-Eilmeldungen:

 

JANUAR

22.01. - WHO ruft wegen Virus in China keine «internationale Notlage» aus

24.01. - Zwei Fälle der neuen Lungenkrankheit in Frankreich nachgewiesen

28.01. - Erster Coronavirus-Fall in Deutschland bestätigt

30.01. - Coronavirus in China: WHO erklärt internationale Notlage

 

FEBRUAR

15.02. - Frankreich meldet ersten Coronavirus-Todesfall in Europa

22.02. - Italien will mit Coronavirus betroffene Städte abriegeln

29.02. - Erster Coronavirus-Todesfall in den USA

 

MÄRZ

09.03. - Coronavirus: Landrat meldet ersten Todesfall in Deutschland

11.03. - WHO bezeichnet Verbreitung des neuen Coronavirus als Pandemie

12.03. - USA erlassen wegen Coronavirus 30-tägigen Einreisestopp aus Europa

12.03. - CDU verschiebt Parteitag wegen Corona-Krise

12.03. - Merkel: Wegen Coronavirus auf Sozialkontakte weitgehend verzichten

12.03. - Bund und Länder: Ab Montag alle planbaren Operationen verschieben

13.03. - UEFA stoppt vorerst Spielbetrieb im Fußball-Europapokal

13.03. - NRW schließt nächste Woche alle Schulen (plus 14 weitere Eilmeldungen zu Schulschließungen in anderen Bundesländern)

13.03. - DFL: Fußball-Bundesliga stellt Spielbetrieb vorerst ein

13.03. - Trump ruft wegen Coronavirus nationalen Notstand aus

16.03. - Regierung schlägt Schließung von Läden vor - Supermärkte aber offen

17.03. - Maas startet Rückholaktion für im Ausland festsitzende Deutsche

17.03. - Bundesregierung spricht weltweite Reisewarnung aus

17.03. - Fußball-EM wegen Coronavirus um ein Jahr verschoben

17.03. - Nur noch EU-Bürger sollen nach Deutschland reisen dürfen

18.03. - Österreich kontrolliert ab Mitternacht Grenze zu Deutschland

19.03. - Coronavirus-Pandemie: Italien meldet mehr Tote als China

21.03. - Mietern soll in Krise nicht gekündigt werden dürfen

22.03. - Bund und Länder wollen Restaurants unverzüglich schließen

24.03. - IOC bestätigt: Olympia in Tokio wird verschoben

25.03. - Historisches Hilfspaket in Corona-Krise beschlossen

27.03. - Corona-Pandemie: Italien meldet fast 1000 Tote an einem Tag

 

APRIL

02.04. - Weltweit mehr als eine Million nachgewiesene Coronavirus-Infektionen

06.04. - Kreise: Zwei Wochen Quarantäne bei Rückkehr nach Deutschland

06.04. - Corona-Infektion: Britischer Premierminister auf Intensivstation

15.04. - Bund will Öffnung von Geschäften bis 800 Quadratmeter ermöglichen

15.04. - Schulstart in Deutschland schrittweise ab 4. Mai geplant

17.04. - Spahn: Ausbruch ist beherrschbar geworden

21.04. - Saison in Handball-Bundesliga abgebrochen

22.04. - Erste klinische Studie zu Corona-Impfstoff in Deutschland zugelassen

23.04. - Merkel: Länder in Corona-Krise teils zu forsch

28.04. - Nun bundesweite Maskenpflicht auch im Einzelhandel

30.04. - Betriebe melden für 10,1 Millionen Menschen Kurzarbeit an

 

MAI

05.05. - Wirtschaftsminister der Länder wollen Gastronomieöffnung ab 9. Mai

06.05. - Bund will Öffnung aller Geschäfte in Corona-Krise erlauben

06.05. - Politik erlaubt Geisterspiele der Fußball-Bundesliga ab Mitte Mai

13.05. - Bundesregierung beschließt Lockerung der Grenzkontrollen

15.05. - Deutsche Wirtschaft bricht in der Corona-Krise ein

26.05. - Bund und Länder einig: Kontaktbeschränkungen bis 29. Juni

 

JUNI

09.06. - Deutscher Export bricht im April um mehr als 30 Prozent ein

16.06. - Offizielle Corona-Warn-App steht zum Download bereit

17.06. - Großveranstaltungen werden mit Ausnahmen bis Ende Oktober verboten

17.06. - Schulen sollen nach Sommerferien wieder komplett öffnen können

23.06. - Zahlreiche Einschränkungen nach Corona-Ausbruch bei Tönnies

25.06. - EU-Kommission genehmigt Rettungspaket für Lufthansa

29.06. - Bundestag beschließt Mehrwertsteuer-Senkung und Familienbonus

 

JULI

03.07. - Arznei Remdesivir erhält europäische Zulassung für Covid-19

07.07. - Brasiliens Präsident Bolsonaro mit Coronavirus infiziert

22.07. - Corona-Tests bei Einreise aus Risikogebieten sollen Pflicht werden

30.07. - Deutsche Konjunktur bricht dramatisch ein

30.07. - Historischer Konjunktureinbruch in den USA wegen Corona-Krise

 

AUGUST

11.08. - Putin: Russland lässt Impfstoff gegen Coronavirus zu

14.08. - Reisewarnung des Auswärtigen Amts für fast ganz Spanien samt Mallorca

27.08. - Bund und Länder: Großveranstaltungen bis Ende des Jahres verboten

 

SEPTEMBER

29.09. - Feiern in öffentlichen Räumen auf 50 Teilnehmer beschränkt

30.09. - Neue Corona-Risikogebiete in elf europäischen Ländern

 

OKTOBER

02.10. - US-Präsident Trump und First Lady positiv auf Coronavirus getestet

07.10. - Länder: Beherbergungsverbot für Reisende aus Risikogebieten

08.10. - Corona-Neuinfektionen in Deutschland steigen sprunghaft auf über 4000

14.10. - Beschluss: Sperrstunde um 23 Uhr für Gastronomie in Corona-Hotspots

14.10. - Bund und Länder wollen striktere Kontaktbeschränkungen in Hotspots

14.10. - Frankreich führt Gesundheitsnotstand wieder ein

15.10. - RKI meldet Rekordwert bei Corona-Neuinfektionen in Deutschland

21.10. - Gesundheitsminister Spahn positiv auf Corona getestet

26.10. - CDU-Spitze verschiebt Parteitag zur Vorsitzendenwahl ins nächste Jahr

28.10. - Bund und Länder: Beginn von Kontaktbeschränkungen am 2. November

28.10. - Bund und Länder wollen Gastronomiebetriebe vorübergehend schließen

 

NOVEMBER

02.11. - Teil-Lockdown startet: Öffentliches Leben wird heruntergefahren

09.11. - Biontech veröffentlicht vielversprechende Daten zu Corona-Impfstoff

16.11. - Auch US-Konzern Moderna legt positive Daten zu Corona-Impfstoff vor

16.11. - Bund und Länder appellieren: Keine privaten Feiern mehr

18.11. - Bundestag beschließt Änderungen am Infektionsschutzgesetz

25.11. - Private Zusammenkünfte werden auf fünf Personen begrenzt

25.11. - Bund und Länder lockern Kontaktbeschränkungen für Weihnachten

30.11. - Moderna will Zulassung für Corona-Impfstoff in EU beantragen

Ist man mit positivem Coronatest in jedem Fall ansteckend?

Wie sicher lässt sich eine Infektion mit dem Coronavirus nachweisen? Wie zuverlässig sind die eingesetzten PCR-Tests? Diese Fragen stehen immer wieder im Fokus der Aufmerksamkeit. Zudem stellt sich die Frage nach der Bedeutung eines positiven Testergebnisses: Ist ein positiv Getesteter zwangsläufig ansteckend? Antworten auf einige Fragen zum Thema:

Was wird mit PCR-Tests nachgewiesen?

Bei einem PCR-Test (PCR: polymerase chain reaction, deutsch: Polymerase-Kettenreaktion) wird meist aus dem Rachenraum ein Abstrich genommen, der im Labor auf Genmaterial von Sars-CoV-2 untersucht wird. Dafür wird das nur in geringen Mengen vorhandene genetische Material einer Probe zunächst in mehreren Durchgängen vervielfältigt. Anschließend kann man sehen, ob Gensequenzen des Virus vorliegen oder nicht.

Der Test stellt eine Infektion im Sinne des Infektionsschutzgesetzes fest. Demnach gilt als Infektion «die Aufnahme eines Krankheitserregers und seine nachfolgende Entwicklung oder Vermehrung im menschlichen Organismus». Krankheitserreger sind unter anderem Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten, die bei Menschen «eine Infektion oder übertragbare Krankheit verursachen» können. Für den Nachweis einer Infektion ist es irrelevant, wie viel Virus ein Mensch in sich trägt.

Wie sieht es mit der Fehlerquote bei PCR-Tests aus?

PCR-Tests sind sehr genau, können aber in sehr seltenen Fällen auch falsche Ergebnisse liefern. Wissenschaftler unterscheiden hier zwei statistische Größen: Die Sensitivität gibt an, wie gut ein Test mit Sars-CoV-2 infizierte Menschen richtig erkennt. Die Spezifität gibt an, wie gut der Test einen Nicht-Infizierten korrekt als solchen erkennt. Es stehen eine Reihe von kommerziellen Testsystemen zur Verfügung, für die sehr hohe - und damit sehr gute - Werte für Sensitivität und Spezifität angegeben werden.

Wie oft es zu falsch positiven und falsch negativen Testergebnissen kommt - wie oft also ein Gesunder fälschlicherweise als infiziert und ein Infizierter fälschlicherweise als virusfrei eingestuft wird - lässt sich aber nicht sicher angeben. Das liegt unter anderem daran, dass dabei auch die Umstände bei der Probennahme, Transport und Lagerung sowie der Bearbeitung im Labor eine Rolle spielen.

Grundsätzlich gilt: Je wahrscheinlicher es ist, dass sich eine Person infiziert hat, desto höher ist auch die Aussagekraft eines positiven Tests - und umgekehrt. Experten nennen das Vortestwahrscheinlichkeit. «Das Ergebnis einer Labortestung ist immer eine Diagnose, nie ein rohes Testergebnis», hatte der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité dazu erklärt.

Wenn die Tests korrekt durchgeführt und deren Ergebnisse fachkundig beurteilt werden, geht das RKI «von einer sehr geringen Zahl falsch positiver Befunde aus, die die Einschätzung der Lage nicht verfälscht». Konkretere Angaben macht das Institut nicht.

Sind alle Menschen mit positivem PCR-Ergebnis ansteckend?

Nein. PCR-Tests weisen nicht nach, ob ein Mensch zum Zeitpunkt des Abstriches infektiös ist oder nicht. Erbgut findet sich auch in totem Virusmaterial, das zum Beispiel nach einer vom Immunsystem erfolgreich bekämpften Infektion noch vorhanden ist. Solches Material kann sich auch noch viele Tage bis mehrere Wochen nach einer Infektion nachweisen lassen - ansteckend ist der Betroffene dann unter Umständen längst nicht mehr.

Labordaten legen nahe, dass Infizierte zwei Tage vor Symptombeginn und zu Beginn der Krankheit am ansteckendsten sind, wie es von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) heißt. Je nachdem, wann der Test erfolgt, kann ein nachweislich Infizierter bereits nicht mehr ansteckend sein - aber auch später noch infektiös werden. Auch bei einem asymptomatischem Infektionsverlauf kann das Virus übertragen werden.

Was sagt der sogenannte Ct-Wert beim PCR-Test aus?

Der Ct-Wert gibt einen Hinweis auf die Virusmenge, die ein Infizierter in sich trägt. Er zeigt an, wie viele Zyklen die PCR laufen muss, bis Virus-Erbgut entdeckt wird. Ist die Virenmenge in der Probe groß, reichen dafür relativ wenige Runden. Je geringer die Viruskonzentration in der Probe ist, desto mehr Zyklen sind nötig - und desto höher ist der Ct-Wert.

Ist der Ct-Wert größer als 30, wird das als Hinweis auf eine niedrige Viruskonzentration gewertet. Nach Angaben des RKI lässt sich aus Proben mit einem Ct-Wert von mehr als 30 in Laborversuchen kein Virus mehr vermehren. In vielen Laboren, die PCR-Tests auswerten, wird die Analyse erst bei einem Ct-Wert von deutlich über 30 gestoppt - vor allem bei anlasslosem Testen können darum auch Menschen ein positives Testergebnis erhalten, die nicht mehr ansteckend sind.

Allerdings variieren Ct-Werte auch in Abhängigkeit von Abstrichqualität und Testdetails. Bislang wird der Wert bei der Übermittlung der Testergebnisse an die Gesundheitsämter in der Regel auch gar nicht aufgeführt.

Die heikle Suche nach dem Ursprung des Coronavirus

Ein Jahr nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie versucht die chinesische Propaganda, die Geschichte neu zu schreiben. Angesichts von mehr als 1,5 Millionen Toten weltweit will sich China in einem politisch aufgeheizten Klima nicht als Schuldiger anprangern lassen. «Auch wenn China als erster das Coronavirus berichtet hat, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass das Virus auch aus China stammt», gibt Außenamtssprecher Zhao Lijian die Richtung vor. China wird dabei eher als mögliches Opfer dargestellt. Von Fledermäusen und Wildtierhandel als Ursprung ist keine Rede mehr.

Vielmehr verweisen Staatsmedien auf unbestätigte Berichte über mögliche Sars-CoV-2-Infektionen in anderen Ländern schon vor der Entdeckung der ersten Fälle Anfang Dezember 2019 in der zentralchinesischen Metropole Wuhan. Auch wurden Spuren des Virus auf einer Schweinshaxe aus Deutschland und anderen importierten Tiefkühlwaren gefunden. Wobei strittig ist, ob diese Spuren für eine Ansteckung ausreichen. Trotzdem schreibt das Parteiorgan «Volkszeitung» unter Hinweis auf «alle verfügbaren Beweise», dass die Tiefkühlketten schuld sein könnten: «Covid-19 begann nicht in Wuhan.»

«Es ist wirklich schwierig, dass es so politisiert ist», sagt Fabian Leendertz vom Robert Koch-Institut (RKI). Der Epidemiologe soll mit einer Expertengruppe im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Ursprüngen des Virus nachgehen. Auch ist eine Reise nach China vorgesehen. «Wann es losgeht, steht noch überhaupt nicht fest», sagt Leendertz, der Infektionskrankheiten erforscht, die gleichermaßen bei Menschen und Tieren vorkommen. Gegenwärtig tauschen sich die Experten über die Ferne erstmal mit Kollegen in China aus.

«Wir gehen davon aus, dass wir da anfangen, wo die solidesten Beweise vorliegen - und das ist immer noch dieser Markt und Wuhan selbst», sagt Leendertz. «Wir alle wissen, dass es wahrscheinlich nicht da angefangen hat.» Denn nicht alle der ersten Infektionen wurden auf den Huanan-Markt in Wuhan zurückgeführt. Doch im Bereich der Wildtierstände wurden besonders viele Spuren des Coronavirus gefunden. «Es gibt den starken Verdacht, dass die Epidemie mit dem Wildtierhandel zusammenhängt», schrieb Ende Januar Chinas Staatsagentur Xinhua. Kurz darauf verbot die Regierung das oft schmutzige Geschäft mit wilden Tieren, die in China als Delikatessen verzehrt werden.

Von dem Markt wollen sich die WHO-Experten in der Zeit zurückarbeiten. «Und dann gucken wir, wo uns die Spur hinführt. Ob es in China bleibt, oder ob es nach außerhalb Chinas führt», sagt Leendertz. «Das ist ein ganz offener Ansatz.» Er spielt die Erwartungen aber herunter. «Wir werden jetzt nicht irgendwie nach China fliegen, da unsere Superhelden-Anzüge anziehen, ein paar Fledermäuse einfangen und anfangen, den Markt abzustreichen und durch Krankenhäuser zu flitzen», sagt Leendertz. «Das ist natürlich ganz anders.» Es gehe mehr darum, mit den chinesischen Kollegen zu schauen, welche Spuren noch verfolgt werden sollten. «Das wird das Maximum sein.»

Der Forscher ist aber zuversichtlich, dass der Ursprung des Virus «irgendwann» gefunden wird. «Es wird wahrscheinlich doch der ursprüngliche Wirt, also eine Fledermaus, sein», sagt Leendertz. Dann müsse man schauen, welche Art es sei, wo diese vorkomme und ob ein anderes Tier als Zwischenwirt involviert gewesen sei. «Die nächsten Verwandten des Virus, die aber nicht der Ursprung des Virus sind, sind bei Fledermäusen gefunden worden, und zwar im südlichen China.» Wegen der milden Symptome werde es hingegen «schwierig bis unmöglich sein», die erste Infektion, also «Patient Null», zu identifizieren.

Indem US-Präsident Donald Trump vom «China-Virus» spricht, Peking «zur Rechenschaft ziehen» will und Forderungen nach Entschädigung laut werden, ist die Suche nach dem Ursprung auch eine Suche nach dem Schuldigen geworden. Doch weist Leendertz diese Denkweise zurück: «Wir Menschen infizieren uns dauernd mit Viren und Bakterien aus dem Tierreich.» Das passiere überall. «Es ist ja nicht die Schuld Chinas oder irgendeines anderen Landes, dass da ein Virus von der Fledermaus wahrscheinlich oder einem anderen Tier auf den Menschen übergetreten ist», sagt Leendertz. «Das ist schwer zu verhindern.»

Chinas Propaganda arbeitet gleichwohl mit irreführenden Tricks. Plötzlich wurde sogar der deutsche Virologe Alexander Kekulé für die These bemüht, dass «Wuhan nicht der Ausgangspunkt der Pandemie» sei, wie ihn Chinas Staatsfernsehen zitierte. Dabei hatte der Experte darauf verwiesen, dass der Ursprung in China liege und sich die in Italien gefundene Mutation des Virus weltweit verbreitet habe. Auf Twitter stellte Kekulé klar: «Die Coronavirus-Pandemie begann in China und der Ausbruch wurde anfangs möglicherweise sogar vertuscht.»

Zweifellos war die anfängliche Reaktion der Behörden in Wuhan unzureichend, was selbst chinesische Offizielle eingeräumt haben. Deswegen mussten einige Verantwortliche auch ihre Posten räumen. Warnungen von Ärzten vor einer rätselhaften neuen Atemwegserkrankung oder einer möglichen Wiederkehr des Sars-Virus von 2002/03 wurden in den späten Dezembertagen in den Wind geschlagen. Einige wurden sogar mundtot gemacht. Auch wurde noch bis 21. Januar offiziell behauptet, es gebe «keine Übertragung von Mensch zu Mensch», obwohl Ärzte schon im Dezember solche Ansteckungen erlebt hatten.

«Es lässt sich sicher sagen, dass sie schlecht mit dem Ausbruch umgegangen sind», sagt der Gesundheitsexperte Huang Yanzhong von der US-Denkfabrik Council on Foreign Relations (CFR). Beim Ausbruch eines neuartigen Virus würden aber Fehler gemacht, wenn auch einige vermeidbar gewesen wären. «Wir sollten China gegenüber fair sein», sagt Huang Yanzhong. Auch andere Länder wie die USA hätten Fehler begangen. Er verweist darauf, wie Trump und seine Regierung die Pandemie heruntergespielt hatten. «Das ist das Gleiche.»

Die These vom importierten Virus ist aus seiner Sicht «politisch motiviert». «Es dient auch dem Zweck, China von der Verantwortung für die Pandemie freizusprechen», sagt der Experte. Die Suche nach den Ursprüngen sollte eigentlich wissenschaftlich neutral ablaufen, sei aber politisch heikel. Das verheiße «nichts Gutes» für die WHO-Mission. Ohnehin steht die UN-Organisation in der Kritik, zu sehr auf der Seite Chinas zu stehen, das als wichtiges Mitglied auch viel Einfluss hat.

Die Führung in Peking habe den Ton schon vorgegeben, sagt China-Kenner Huang Yanzhong. «Ich denke nicht, dass sie zulassen werden, dass das Ergebnis der Untersuchung ihr Narrativ in Frage stellen wird.» Am Ende könnten die WHO-Experten diplomatisch auf China als bekannten Ausgangspunkt der Pandemie verweisen, aber hinzufügen, dass das Virus auch woanders hergekommen sein könnte, was weiter untersucht werden müsse. «Das würde China glücklich machen», sagt Huang Yanzhong. «Ich glaube nicht, dass wir ein wirklich schlüssiges Ergebnis haben werden, das von allen Akteuren akzeptiert werden kann.»

Coronavirus: Gelangen Erbgut-Reste in menschliches Erbgut?

Eine mögliche Erklärung für wiederholt positive PCR-Tests auch nach überstandener Corona-Infektion liefert eine Untersuchung von US-Forschern: Der Studie zufolge könnten in sehr seltenen Fällen kleine Schnipsel des Coronavirus-Erbguts in das menschliche Erbgut eingebaut werden. Dies könnte im PCR-Test eine Infektion vortäuschen - obwohl die Viren längst aus dem Körper verschwunden sind, berichten die Wissenschaftler in ihrer Vorabveröffentlichung, die noch nicht von unabhängigen Forschern geprüft wurde. Ganze Viren, die eine neuerliche Erkrankung auslösen oder andere Menschen anstecken, könnten infolge der Erbgut-Übernahme aber nicht gebildet werden, schreiben die Wissenschaftler.

Fachkollegen beurteilen die Arbeit als wissenschaftlich spannend und die dargelegten Prozesse als prinzipiell glaubhaft, sehen aber überwiegend keine biologische Bedeutung der gezeigten Abläufe. «Völlig ausgeschlossen wird jedoch sein, dass der RNA-Impfstoff in DNA umgeschrieben und integriert wird», betont etwa Joachim Denner vom Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin. Mit Blick auf den bevorstehenden Beginn der Impfungen wird diese Befürchtung gelegentlich geäußert.

Gemeinhin heißt es, dass eine Integration von Coronavirus-Erbgut in das menschliche Erbgut aus biologischen Gründen nicht möglich ist, weil die Erbinformationen in unterschiedlicher Form vorliegen: beim Virus in Form von RNA, beim Menschen in Form von DNA. Da die beiden Moleküle chemisch verschieden sind, können sie nicht ohne Weiteres miteinander verschmelzen, das Coronavirus kann also sein Erbgut nicht in das eines infizierten Menschen «einbauen». «Eine Integration von RNA in DNA ist unter anderem aufgrund der unterschiedlichen chemischen Struktur nicht möglich», schreibt etwa das Paul-Ehrlich-Institut.

Die Arbeit der Forscher um Rudolf Jaenisch vom Massachusetts Institute of Technology in Cambridge zeigte nun womöglich, dass das unter extremen Umständen doch möglich ist und in sehr seltenen Fällen vielleicht auch nach einer natürlichen Infektion passiert. Zum einen fanden die Wissenschaftler in Erbgut-Daten von Zellen infizierter Menschen Bruchstücke von Virus-Erbgut in der menschlichen DNA. Zum anderen belegten sie in Zellkultur-Experimenten, dass die Zellen in seltenen Fällen Virus-Erbgut aufnehmen können, wenn bestimmte Erbgut-Abschnitte des Menschen überaktiviert werden. Das kann etwa durch eine Infektion passieren. Durch diese Aktivierung wird die RNA des Virus in DNA umgeschrieben und kann dann ins menschliche Erbgut eingebaut werden.

«Sollte in der gegenwärtigen öffentlichen Diskussion behauptet werden, dass virale RNA wie aus dem Sars-CoV-2-Virus grundsätzlich nicht in die menschliche genomische DNA überschrieben werden kann, so ist dies tatsächlich falsch. Dies zeigt die vorliegende Studie», sagt Oliver Weichenrieder vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen. Die in DNA umgewandelte und eingebaute RNA könne später wieder in RNA zurückverwandelt werden. Aber: «Solche RNA ist nicht infektiös und kann auch kein Virus mehr herstellen.» Die Ergebnisse seien keineswegs überraschend. Dass die betreffenden überaktivierten Erbgut-Abschnitte RNA umschreiben und ins Genom integrieren können, sei lange bekannt.

Weil keine neuen Viren gebildet werden, sei der Einbau des Virus-Erbguts biologisch vermutlich eine Einbahnstraße, sagte auch der Virologe David Baltimore vom California Institute of Technology gegenüber dem Magazin «Science». Es sei auch nicht klar, ob beim Menschen diejenigen Zellen, die Virus-Erbgut aufgenommen haben, lange erhalten bleiben oder absterben. «Die Arbeit wirft eine Reihe von interessanten Fragen auf.»

Aus evolutionärer Sicht sei denkbar, dass der Einbau von Virus-RNA ein Schutzmechanismus des Körpers ist, schreiben die US-Forscher selbst. Das Immunsystem könnte auf das eingebaute Fremd-Erbgut reagieren und Abwehrwaffen bereitstellen, die im Fall einer echten Virusinfektion einsatzbereit sind.

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