Mehrere kurzen Pausen besser als eine lange

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Beschäftigte sollten statt einer langen Pause besser mehrere kurze Pausen in ihren Arbeitstag integrieren. Der Grund: Der Erholungsgewinn trete vor allem in den ersten Minuten einer Pause ein und falle dann ab, heißt es im Magazin «Faktor A» der Bundesagentur für Arbeit.

Das Arbeitsschutzgesetz legt zwar fest, dass Mitarbeitende erst ab sechs Stunden täglicher Arbeitszeit eine 30-minütige Pause machen müssen. Aber auch wer kürzer arbeitet, sollte regelmäßige Pausen einlegen, so Johannes Wendsche, Arbeitspsychologe bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Baua) in dem Beitrag.

Leistungsfähiger mit Kurzpausen

Sechs Stunden am Stück hochkonzentriert zu arbeiten - das dürfte den meisten schwerfallen. Die kognitive Leistungsfähigkeit sinkt dem Arbeitspsychologen zufolge ohnehin bereits viel früher.

Laut Wendsche steigt die Leistung von Mitarbeitenden, die Kurzpausen machen im Vergleich zu Mitarbeitenden, die keine Kurzpausen machen, um durchschnittlich fünf Prozent an. Und das, obwohl sich ihre Arbeitszeit reduziert. Auch die Qualität der Arbeit sei höher.

Hilfreich ist daher, wenn Unternehmen Kurzpausen offen anbieten. Das komme nicht zuletzt Teilzeitkräften zugute, die sonst oft gar keine Pause machen.

Nicht am Arbeitsplatz essen

Als Faustregel lässt sich festhalten: Bei schwerer körperlicher Arbeit sollten nach einer Stunde fünf Minuten Pause eingelegt werden, bei komplexerer Arbeit nach zwei Stunden zehn Minuten Pause.

Und: Die Pause sollte nicht Arbeitsplatz stattfinden. Johannes Wendsche zufolge zeigen Studien, dass Beschäftigte sich schlechter erholen, wenn sie den Arbeitsplatz während ihrer Pause nicht verlassen. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Produktion von Fleischersatzprodukten in Deutschland ist 2025 erstmals seit Jahren leicht zurückgegangen. Gleichzeitig stieg nach Angaben von Destatis sowohl die Fleischproduktion als auch der rechnerische Fleischverbrauch pro Kopf.

Nichts mehr zu tun, aber noch Arbeitszeit übrig? Einfach so nach Hause kann man dann meist nicht – der Arbeitgeber hat nämlich noch ein paar Optionen.

Der weltweite Weinkonsum ist im Jahr 2025 auf den niedrigsten Stand seit 1957 gesunken. Wie die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Daten der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV) berichtet, lag der Konsum bei 208 Millionen Hektolitern. Das entspricht einem Rückgang von 2,7 Prozent gegenüber 2024 und von 14 Prozent gegenüber 2018.

Nachdem viele Beschäftigte in der Corona-Pandemie dem Thüringer Gastgewerbe den Rücken gekehrt haben, hat die Branche die Lücken verstärkt mit ausländischen Mitarbeitern gefüllt. Ihre Zahl ist um 63 Prozent gestiegen.

Die Frankfurter Mook Group kritisiert in einem Newsletter die wachsende Bürokratiebelastung in der Gastronomie. Das Unternehmen verweist auf Zahlen des DEHOGA und fordert einen Abbau regulatorischer Vorgaben.

Laut der aktuellen ifo Konjunkturumfrage sieht sich fast jedes fünfte Unternehmen aus Beherbergung und Gastronomie wirtschaftlich bedroht. Als Belastungen nennen die Betriebe unter anderem schwache Nachfrage, steigende Kosten und Bürokratie.

Trotz Firmenwagen das Privatauto genutzt? Wer so Dienstreisen macht, riskiert den Verlust des möglichen Steuervorteils. Warum Finanzämter künftig noch genauer hinschauen dürften.

Ein neuer Bewertungsreport von HolidayCheck untersucht Unterschiede im Umgang mit Online-Bewertungen zwischen den Generationen. Besonders die Generation Z bewertet laut Umfrage spontaner und stärker emotional geprägt.

Wenn der Chef die Urlaubswünsche für das ganze Jahr haben möchte, fängt das große Grübeln an. Denn nicht immer ist alles schon durchgeplant. Darf er das überhaupt verlangen?

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat entschieden: Wer für Unternehmen schlechte Google-Bewertungen entfernen oder beanstanden will, benötigt dafür unter Umständen eine rechtliche Zulassung. Hotelverband und DEHOGA sagen, was dies für das Gastgewerbe bedeutet.