Meininger untersucht Sicherheitsbedenken von alleinreisenden Frauen

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Eine repräsentative Umfrage der Meininger Hotels unter insgesamt 3.000 Frauen in Deutschland, Frankreich und Italien liefert neue Erkenntnisse zum Reiseverhalten von Frauen. Jede zweite Frau in Deutschland sei bereits alleine gereist, während 17 Prozent eine Solo-Reise kategorisch ausschließen würden. Als größte Barriere beim Alleinreisen nennen 46 Prozent der deutschen Befragten bestehende Sicherheitsbedenken.

Reiseverhalten und Ängste

Unter den befragten Ländern zeigt sich Deutschland insgesamt am offensten gegenüber Solo-Reisen. 33 Prozent der deutschen Teilnehmerinnen seien bereits mehrfach alleine gereist, womit der Wert über den Ergebnissen aus Italien und Frankreich mit jeweils 28 Prozent liege. Beim Sicherheitsgefühl im Urlaub geben 63 Prozent der Frauen in Deutschland an, sich eher sicher, sicher oder sehr sicher zu fühlen. In Italien beläuft sich dieser Anteil auf 59 Prozent, während in Frankreich lediglich 50 Prozent diese Einschätzung teilen und 15 Prozent der Befragten sich überhaupt nicht sicher fühlen.

Als Motivation für Solo-Reisen nennen 48 Prozent der Frauen in Deutschland Freiheit und Unabhängigkeit, während 44 Prozent Entspannung und Erholung suchen. Demgegenüber verbinden 21 Prozent der Befragten Solo-Trips mit Angst, was sich in konkreten Vorbehalten widerspiegelt. Neben den Sicherheitsbedenken spielen der Wunsch nach Begleitung mit 32 Prozent, die Sorge vor Hilflosigkeit im Notfall mit 30 Prozent sowie die Angst vor Einsamkeit mit 27 Prozent eine Rolle. Höhere Reisekosten werden von 20 Prozent der Teilnehmerinnen als Hürde angeführt.

Deutsche Urlauberinnen reisen am häufigsten alleine

Der größte Unsicherheitsfaktor in allen drei Ländern seien potenziell unbekannte Situationen im öffentlichen Raum. Das nächtliche Unterwegssein nennen 63 Prozent der Befragten in Deutschland sowie jeweils 62 Prozent in Frankreich und Italien als Herausforderung. Unbehagen lösen zudem Aufenthalte in Bars oder Clubs aus, was 45 Prozent der deutschen, 34 Prozent der italienischen und 46 Prozent der französischen Frauen bestätigen. Beim Erkunden unbekannter Gegenden registrieren die Urlauberinnen ebenfalls Barrieren, wobei dies 37 Prozent in Deutschland, 42 Prozent in Italien und 34 Prozent in Frankreich betrifft.

Diese Situationen schlagen sich laut der Erhebung in konkreten Sorgen vor Straftaten nieder. Ein Überfall oder Diebstahl steht in allen drei Ländern an erster Stelle der Befürchtungen, wobei dies 22 Prozent der Deutschen, 23 Prozent der Italienerinnen und 31 Prozent der Französinnen nennen. Belästigungen oder Bedrängungen bilden mit 19 Prozent in Deutschland, 22 Prozent in Italien und 15 Prozent in Frankreich den zweitgrößten Sorgenfaktor.

Ein Gefühl von Sicherheit vermittelt den Reisenden vor allem Technik oder Personal. In Deutschland und Italien nennen jeweils 43 Prozent das Smartphone für Navigation und Notfälle als wichtigsten Sicherheitsfaktor. Französinnen setzen hingegen primär auf menschliche Präsenz in der Unterkunft, weshalb rund um die Uhr anwesendes Personal für 35 Prozent an erster Stelle steht, knapp vor dem Smartphone mit 33 Prozent.

Unbekannte Situationen im öffentlichen Raum

Bei der Wahl der Unterkunft priorisieren 44 Prozent der deutschen Frauen eine zentrale und sichere Lage sowie transparente Informationen zur Umgebung. Französische Befragte legen zu 45 Prozent großen Wert auf eine Kontaktperson vor Ort, während Italienerinnen beide Aspekte mit jeweils 37 Prozent als gleich wichtig bewerten. Malin Widmarc-Nilsson, Vizepräsidentin für den kommerziellen Bereich bei den Meininger Hotels, verweist in diesem Kontext auf spezifische Angebote wie reine Frauenzimmer, elektronische Zugangskarten, sichere Aufbewahrungsmöglichkeiten und durchgehend besetzte Rezeptionen.

Bei den bevorzugten Reisearten stehen Städtetrips bei den deutschen Befragten mit 36 Prozent an erster Stelle, gefolgt von Strand- und Erholungsreisen mit 31 Prozent. Dabei werden kurze Aufenthalte deutlich vorgezogen, denn 73 Prozent der Frauen bevorzugen Kurztrips von bis zu vier Nächten innerhalb Europas. Gut jede zweite Frau verreist demnach am liebsten innerhalb Deutschlands, wobei 69 Prozent der Befragten eine Unterbringung im eigenen Zimmer präferieren.

Zentral gelegene Unterkünfte

Für den Fall einer Solo-Reise in den kommenden zwölf Monaten nennen 34 Prozent der Befragten ein überzeugendes Preisangebot als den ausschlaggebenden Impuls. Weitere 17 Prozent geben an, dass Angebote, die Ruhe und Privatsphäre gezielt unterstützen, den letzten Anstoß für eine Buchung liefern würden. Die Verantwortlichen der Hotelkette betonen, dass alleinreisende Frauen sehr konkrete Erwartungen an zentrale Lagen und eine gute Verkehrsanbindung in europäischen Städten stellen.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine Umfrage von Evaneos und YouGov unter 1.551 Personen zeigt laut Mitteilung, dass KI-Chatbots bei der Reiseplanung bislang nur begrenzt genutzt werden. Demnach geben 75 Prozent der Befragten an, noch nie einen KI-Chatbot für die Planung einer Reise eingesetzt zu haben.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass viele kleine Betriebe in Deutschland vor einer ungewissen Zukunft stehen. Vor allem bürokratische Hürden und der Mangel an Nachfolgern gefährden den Erhalt von praktischem Fachwissen und lokalen Strukturen.

Plant und finanziert eine Firma für Angestellte eine Abschiedsfeier, kann das Finanzamt die Betroffenen nicht dafür zur Kasse bitten. Das hat der Bundesfinanzhof klargestellt.

Bei einer internationalen Umfrage zur Lebenszufriedenheit landet Deutschland im europäischen Mittelfeld. Die Folgen des Krieges im Iran sind dabei noch nicht berücksichtigt.

Der MICE-Report 2026 zeigt eine Stabilisierung der Eventbudgets bei gleichzeitig anhaltendem Kostendruck. Die Mehrwertsteuersenkung wird laut Anbieterbefragung nur teilweise an Kunden weitergegeben.

Im Alltag spielt der Lebensmitteleinkauf eine große Rolle. Verbraucher spüren die gestiegenen Preise im Portemonnaie. Neue Marktforschungsdaten und Umfragen bieten detaillierte Einblicke.

Ein neuer Gefahrtarif führt laut BGN dazu, dass die Beiträge für 2025 im Durchschnitt sinken. Gleichzeitig sind die Ausgaben für Entschädigungsleistungen gestiegen.

Aprilscherz im Büro? Wer Kollegen aus dem Arbeitsfluss reißt oder sogar beleidigt, riskiert mehr als nur schlechte Laune – manchmal steht sogar die Kündigung im Raum.

Der mittlere Bruttojahresverdienst in Deutschland ist 2025 laut Destatis gestiegen. Im Gastgewerbe lag der Median weiterhin deutlich unter dem gesamtwirtschaftlichen Niveau.

Auf dem Arbeitsmarkt setzt eine gewisse Frühjahrsbelebung ein - wenn auch bisher nicht mit durchschlagender Wirkung. Die Gesamtzahl der Arbeitslosen bleibt über einer markanten Schwelle.