Mittagspause: Wann der Gang zum Supermarkt versichert ist

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Haben wir bei der Arbeit oder auf dem Weg dahin einen Unfall, sind wir durch die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Doch was ist mit der Pause? 

Obwohl bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden eine Pause von mindestens 30 Minuten Pflicht ist, gilt diese Zeit als privat und ist damit nicht versichert, informiert die Arbeitnehmerkammer Bremen in ihrem Magazin «BAM» (Ausgabe Juli/August 2025). In bestimmten Fällen können aber Wege, die man während der Pause zurücklegt, versichert sein. 

Kantine, Restaurant, eigene Küche: Weg meist versichert

Die meisten Beschäftigten dürften ihre Pause zum Essen nutzen - hungrig arbeitet es sich später nicht so gut weiter. Der Weg, den man zur Kantine, zu einem Restaurant oder auch in die eigene Küche zurücklegt, ist daher versichert. Die Zeit des Mittagessens selbst allerdings nicht. 

Und: Wer sich zum Essen unverhältnismäßig weit vom Arbeitsort wegbewegt, verliert den Versicherungsschutz für den Weg. 

Gang zum Supermarkt: Es kommt darauf an

Shoppingtouren und Großeinkäufe im Supermarkt, die über den Zweck der unmittelbaren Verpflegung hinausgehen, sind privat. Damit ist weder der Aufenthalt im Laden noch der Weg dahin versichert. 

Geht man allerdings allein mit dem Ziel einkaufen, sich etwas zu Essen für die Pause oder die Arbeitszeit zu besorgen, ist der Weg zum Laden versichert. 

Spaziergang, Arzt, Friseur: nicht versichert

Was Sie in Ihrer Pause machen, ist Ihnen überlassen. Spaziergänge, einen Mittagsschlaf, Arzt- und selbst Friseurbesuche sind zulässig. 

Anders als beim Essengehen lässt sich aber in der Regel nicht rechtfertigen, dass diese Aktivitäten zum Weiterarbeiten essenziell sind. Darum sind die Wege, die man dafür zurücklegt, auch nicht versichert. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Negative Bewertungen, virale Videos oder öffentliche Konflikte können für Hotels innerhalb weniger Stunden zu einem erheblichen Reputationsrisiko werden. Der Hotelverband Deutschland (IHA) hat deshalb ein Krisenhandbuch für den Umgang mit Social-Media-Krisen sowie eine Social-Media-Charta für Mitarbeitende veröffentlicht.

Kopfschmerzen, Erschöpfung, Erkältung: Viele erleben Krankheitssymptome ausgerechnet kurz nach dem Urlaubsstart. Was dahintersteckt und wie sich Leisure Sickness vermeiden lässt.

Eine digitale Karte zeigt, wo sich aktuell Schatten befindet und wie sich dieser im Tagesverlauf verändert. Die Anwendung kann unter anderem bei der Planung von Restaurantbesuchen, Ausflügen und Stadtbesichtigungen an heißen Tagen helfen.

Während Branche und Politik über die Zukunft der Minijobs diskutiert, zeigen aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, welche Bedeutung die geringfügige Beschäftigung für das Gastgewerbe hat. Im April 2026 lag die Zahl der Minijobber in der Branche 7,6 Prozent über dem Vorkrisenniveau von 2019.

Das Angebot trockener Weine aus deutschen Kellern nimmt weiter zu. Wie das Deutsche Weininstitut mitteilt, wurden im vergangenen Jahr 53 Prozent aller deutschen Qualitäts- und Prädikatsweine in der trockenen Geschmacksrichtung angeboten.

Die Zahl der Firmeninsolvenzen in Deutschland ist im zweiten Quartal 2026 auf den höchsten Stand seit 21 Jahren gestiegen. Das IWH registriert neue Höchstwerte in zahlreichen Branchen – darunter auch im Gastgewerbe.

Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland ist im zweiten Quartal weiter gestiegen und hat den höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren erreicht. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

Eine Umfrage der Meininger Hotels beleuchtet die Sicherheitsbedenken alleinreisender Frauen. Während deutsche Urlauberinnen im Ländervergleich am häufigsten solo verreisen, bleibt die Sorge vor unsicheren Situationen in der Nacht im öffentlichen Raum die größte Barriere.

Mehr als die Hälfte der Deutschen ist gegen die von der Koalition geplante Ausweitung der sachgrundlosen Befristung bei Einstellungen. In einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur lehnen die Reform insgesamt 54 Prozent ab, 26 Prozent befürworten sie.

Eine Umfrage belegt, dass jeder dritte Deutsche nur unzureichende Kenntnisse über Gebühren bei Auslandszahlungen besitzt. Besonders ältere Personen und Verbraucher mit geringerem Einkommen zeigen sich verunsichert.