Nach der Thomas-Cook-Pleite: viele Pauschalreisende sind verunsichert

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Die Pleite des Touristikunternehmens Thomas Cook kann generelle Auswirkungen auf das Reiseverhalten der Deutschen haben. Laut einer aktuellen Ipsos-Umfrage hält nur etwas mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Deutschen im Alter von 16 bis 75 Jahren, die in den letzten drei Jahren eine Pauschalreise unternommen haben, das Buchen bei anderen Veranstaltern für sicher.

Als Konsequenz planen 21 Prozent der Pauschalreisenden, ihren Urlaub in Zukunft verstärkt selbst zu organisieren. Sieben Prozent wollen generell weniger ins Ausland verreisen. Jeder Fünfte (21 Prozent) ist zwar verunsichert, hat sich aber noch keine konkreten Überlegungen zu künftigen Reisebuchungen gemacht. Unter den Pauschalreisenden, die in den letzten drei Jahren mit einem zum Thomas-Cook-Konzern gehörenden Unternehmen unterwegs waren, ist diese Verunsicherung noch deutlich größer (36 Prozent).

Insofern bleibt abzuwarten, ob andere Pauschalreisen-Veranstalter davon profitieren können, dass mit Thomas Cook ein bedeutender Wettbewerber vom Markt verschwinden wird.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Arbeitslosigkeit sinkt im März - Corona noch nicht berücksichtigt

Auch ohne Berücksichtigung der Corona-Krise sieht die Entwicklung am Arbeitsmarkt im März bereits schwächer aus. Die Zahl der Arbeitslosen sank zwar im Vergleich zum Februar, stieg aber im Vorjahresvergleich. Auch die offenen Stellen werden weniger.

Zuhausebleiben: IST stellt Lehrinhalte für alle kostenfrei zur Verfügung

Deutschland bleibt Zuhause. Damit es in den eigenen vier Wänden nicht zu langweilig wird, stellt das IST ab sofort Lehrinhalte aus ausgewählten Studiengängen und Weiterbildungen kostenlos und frei zugänglich zur Verfügung.

Jurist: Hotels und Gaststätten haben Entschädigungsanspruch in der Corona-Krise

Private Unternehmen, die durch behördliche Anordnung im Rahmen der Corona-Pandemie geschlossen wurden, müssen von den Behörden entschädigt werden. Für den Rechtsanwalt Michael Falter von der Wirtschaftskanzlei DWF gibt es daran keinen Zweifel.

Tourismus von Auswirkungen der Corona-Pandemie besonders stark betroffen

Eine Untersuchung von Roland Berger zeigt, welche Wirtschaftszweige, in unterschiedlichen Shut-down-Szenarien, am stärksten betroffen sind. Am härtesten trifft es demnach immer den Tourismus.

Bundesagentur für Arbeit: Gut für Ansturm von Kurzarbeitern gerüstet

Wieviele Kurzarbeiter am Ende der Corona-Krise stehen, wieviele Menschen arbeitslos werden, all das ist noch reine Spekulation. Nur eines ist klar: Es wird teuer. Die Bundesagentur für Arbeit hält sich dank eines Milliardenpolsters aber für finanziell ausreichend gewappnet.

Plötzlich beliebt: Corona beflügelt Lebensmittel-Lieferdienste

Ihre Smartphones, Bücher und Bekleidung kaufen die Verbraucher in Deutschland schon lange im Online-Handel. Doch bei Lebensmitteln machten viele noch einen Bogen um das Internet. Die Corona-Krise dürfte das nachhaltig ändern. Allerdings gibt es einen Haken.

Sozialversicherungen: Zinslose Stundung von Beiträgen erleichtert - ACHTUNG: TERMIN HEUTE!

Für Unternehmen, die aufgrund der Corona-Krise in akuten Liquiditätsschwierigkeit sind, hat der Verband der Gesetzlichen Krankenversicherungen Unterstützung signalisiert. Insbesondere die zinslose Stundung von Beiträgen wird massiv erleichtert. Es gilt HEUTE zu handeln.

Kritik an Versicherungen: „Das ist skandalös“

Die Corona-Krise hat die Umsätze in Hotellerie und Gastronomie pulverisiert. Viele Unternehmer haben sich auf ihre Versicherungen verlassen, die ersten wurden jedoch bereits enttäuscht. Häufiges Argument: Corona stehe nicht in den Versicherungsbedingungen. Weitere Vorwürfe werden laut.

Ifo-Index signalisiert beispiellosen Konjunktureinbruch

Der Ifo-Index für das Geschäftsklima ist wegen der Coronavirus-Krise in einem beispiellosen Maß eingebrochen. Das Institut verzeichnet den stärksten Rückgang des wichtigsten deutschen Konjunkturbarometers seit der deutschen Wiedervereinigung und den niedrigsten Wert seit Juli 2009.

Corona-Zuschüsse: Wo Hoteliers und Gastronomen finanzielle Hilfen bekommen

Die Bundesregierung Berlin spannt einen Corona-Schutzschirm, bei dem viele Mittelständler drohen, durch das Raster zu fallen, monieren die Verbände. Soforthilfen für kleine Betriebe können in vielen Ländern aber schon beantragt werden. Tageskarte fasst zusammen, welche Hilfsprogramme es derzeit gibt.