Niedrigster Bierkonsum seit 1958

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Statistisch gesehen hat jeder in Deutschland im Corona-Jahr so wenig Bier getrunken wie seit Ende der 50er Jahre nicht mehr. Lag der Pro-Kopf-Konsum 2019 noch bei fast 92 Litern (mit alkoholfreiem Bier und Malztrunk bei 99,7 Litern), sank er um fast vier Liter auf nun etwa 88 Liter, wie es vom Deutschen Brauer-Bund in Berlin heißt.

Der Konsum alkoholfreier Biere blieb demnach 2020 so gut wie gleich und liegt im Schnitt um die 5 Liter. Hauptgrund für den gesunkenen Bierkonsum und das Bier-Rekordtief dürften die Kneipenschließungen wegen der Corona-Pandemie gewesen sein.

Einer Auflistung des Brauerbunds zufolge lag der Pro-Kopf-Verbrauch von Bier zuletzt 1958 unter 90 Litern (damals nur Westdeutschland in der Statistik). Die genauen Gesamtbierabsatzzahlen für 2020 sollen in den kommenden Tagen veröffentlicht werden.

«Die Situation ist dramatisch und in der Nachkriegszeit ohne Beispiel», sagte der Hauptgeschäftsführer des Brauer-Bundes, Holger Eichele, kürzlich der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Während das Geschäft mit Fassbier für die Gastronomie 2020 monatelang praktisch vollständig zum Erliegen kam, legte der Verkauf von Flaschenbier bei einigen Brauereien sogar zu, weil die Verbraucher mehr in den eigenen vier Wänden tranken.

Je mehr sich eine Brauerei auf die Gastronomie und damit auf Fassbier spezialisiert hat, umso stärker waren die Verluste. Dies gilt laut «F.A.Z.» etwa für Warsteiner, König Pilsener und Bitburger. Marken wie Veltins und Beck's litten demnach weniger. (dpa)


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