Niemals gut genug? - Warum Streben nach Perfektion im Job oft keine Lösung ist

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Wer immer versucht, Fehler zu vermeiden, kann wenig dazu lernen. Und wenn Menschen im Job das Gefühl haben, sie oder ihre Arbeit sind nicht genug, ist dies kontraproduktiv. Denn Perfektionismus im Beruf kann bremsen. Die Gefahr bei zu hohen Zielen besteht darin, «an den eigenen Ansprüchen zu scheitern», schreibt Karriereberaterin Ragnhild Struss in einem Blog-Beitrag im Karrierenetzwerk Xing.

Nicht alles auf einmal wollen

Man verhindere damit selbst, zufrieden mit sich und der eigenen Leistung zu sein, so Struss. Daher rät sie: Realistische Ansprüche entwickeln. Wer beispielsweise einen Text schreibt, sollte nicht die Vorstellung haben, darin alle Aspekte eines Themas abzubilden.

Insgesamt sei Perfektionismus aber nichts Schlechtes: In gesunder Ausprägung könne er bewirken, «dass jemand leistungsorientiert ist und sein Bestes gibt, um ein Ziel zu erreichen», so Struss.

Stolz und zufrieden sein

Fleiß, Disziplin und harte Arbeit seien für Perfektionisten häufig selbstverständlich - «was zur Folge haben kann, dass die Resultate tatsächlich sehr hohe Standards erfüllen» - und letztlich zu beruflichen und privaten Erfolgen führen kann.

Wichtig ist nur, dass man eine Balance findet - also dass man seine Erfolge auch selbst wahrnimmt, und mit seiner Arbeit und sich selbst insgesamt zufrieden ist. Und nicht nur nach Fehlern sucht.


 

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