PwC: Corona wirft Frauen beruflich zurück

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Die Corona-Pandemie macht der Unternehmensberatung PwC zufolge Fortschritte bei der beruflichen Gleichstellung zunichte. In Deutschland wie in den meisten anderen OECD-Ländern seien Frauen von Arbeitslosigkeit stärker betroffen gewesen als Männer.

«Bis Ende 2021 wird die Situation von berufstätigen Frauen voraussichtlich auf das Niveau von 2017 abfallen», heißt es in einer PwC-Studie zum Internationalen Frauentag am Montag.

Zum einen seien Frauen häufiger im Hotel- und Gaststättengewerbe oder im Einzelhandel beschäftigt - Branchen also, in denen durch die Lockdowns viele Stellen verloren gingen. Zum anderen leisteten Frauen schon bisher «rund sechs Stunden pro Woche mehr als Männer für unbezahlte Sorgearbeit. Seit Ausbruch der Pandemie hat sich dieser Graben auf knapp acht Stunden vergrößert». Die Krise mit Schul- und Kitaschließungen träfe Frauen besonders und drohte «die hart erkämpften Errungenschaften bei der Förderung von Frauen in der Arbeitswelt zunichte zu machen», sagte PwC-Expertin Petra Raspels.

Viele Frauen sähen sich aktuell gezwungen, ihr Pensum zu reduzieren oder zeitweise auszusteigen - mit langfristigen Folgen: «Frauen laufen Gefahr, für ein schlechteres Gehalt und in einer weniger qualifizierten Position wieder einzusteigen», sagte Raspels.

In den vergangenen Jahren hatten die Industrieländer Fortschritte bei der Gleichberechtigung im Arbeitsmarkt gemacht. Die Corona-Krise kehre diesen Trend nun um: Der «Women in Work Index», mit dem PwC jährlich die berufliche Situation von Frauen in den 33 OECD-Ländern analysiert, falle zwischen 2019 und 2021 voraussichtlich um 2,1 Punkte auf unter 62,4 Punkte, dem Stand von 2017. PwC verglich dafür unter anderem Berufstätigkeit, Arbeitszeiten, Löhne und Arbeitslosenquoten von Männern und Frauen.

Unter den 33 OECD-Staaten schnitten die nordeuropäischen Länder und Neuseeland am besten ab, Deutschland komme aktuell auf Platz 19. Ein wesentlicher Grund sei der Abstand bei den Löhnen von hierzulande: «21 Prozent, während Arbeitnehmerinnen in Schweden nur 12 Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen.» (dpa)


 

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