Umfrage: Mehr Personalausfälle und Krankmeldungen durch Fachkräftemangel

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Der Fachkräftemangel führt einer Umfrage zufolge oft nicht nur zu einer Mehrbelastung der Belegschaft, sondern auch zu mehr Personalausfällen und Krankmeldungen.

In der Erhebung von YouGov im Auftrag des Hamburger Unternehmens Visable sagten 34 Prozent der Befragten aus Deutschland, dass mit dem Fachkräftemangel mehr Personalausfälle einhergingen. Eine Mehrbelastung der Belegschaft nannten 39 Prozent der Befragten als Folge. 31 Prozent beklagten zudem einen Verlust von Know-how. 28 Prozent rechnen mit einer Gefährdung des Wachstums und der Entwicklung des Unternehmens.

Für die nichtrepräsentative Umfrage wurden online knapp 1500 Menschen aus dem YouGov-Panel befragt, die als Manager oder Entscheider in Personalabteilungen arbeiten. Die Frage zu den konkreten Auswirkungen beantworteten 1191 Menschen, davon 472 aus Deutschland.

Die Umfrage zeigt teils deutliche Unterschiede zwischen den Ländern: Die Befragten aus Frankreich, Österreich und der Schweiz nannten deutlich seltener Personalausfälle oder Krankmeldungen als Auswirkung. Dafür wurde vor allem in der Schweiz der Verlust von Know-how öfter aufgeführt (39 Prozent). (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wer sich eine Auszeit nehmen möchte, um Zeit mit seinem Kind zu verbringen, kann Elternzeit beantragen. Gehalt gibt es für die Zeit zwar nicht, doch es greifen währenddessen andere Vorteile – darunter auch ein umfangreicher Kündigungsschutz.

Im März 2026 haben die deutschen Amtsgerichte 2.308 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren das 15,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Am stärksten betroffen waren die Bereiche Verkehr, Lagerei und Gastgewerbe.

Hilton hat eine Untersuchung zur Zukunft der Arbeitsplatzkultur veröffentlicht. Demnach bestimmen trotz des technologischen Wandels vor allem menschliche Faktoren die Produktivität und die Zufriedenheit im Beruf.

Die Beschäftigung im Gastgewerbe liegt weiterhin über dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Gleichzeitig geht die Zahl der gemeldeten offenen Stellen zurück, während sich die Arbeitsmarktentwicklung in einzelnen Branchenbereichen unterschiedlich zeigt.

Die Thüringer halten in der Konjunkturflaute ihr Geld zusammen und gehen seltener essen oder buchen Hotelübernachtungen. Das macht die Lage im Gastgewerbe nicht leichter.

Hohe Kosten und Bürokratie setzen viele Dienstleister unter Druck. Besonders schwer haben es kleine Betriebe und das Gastgewerbe. Die DIHK fordert mehr Flexibilität.

Der Dehoga Niedersachsen bietet Hotel- und Gastronomiebetrieben kostenlose Vorlagen an, um Gäste für den respektvollen Umgang mit internationalem Personal zu sensibilisieren. Damit reagiert der Verband auf zunehmende negative Rückmeldungen.

Eine aktuelle Befragung der norisbank zum Reiseverhalten 2026 zeigt, dass die Deutschen ihre Urlaubsbudgets trotz steigender Preise präzise kalkulieren. Während das geplante Budget pro Person leicht steigt, setzt eine wachsende Zahl auf ein festes Limit.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai im Vergleich zum Vormonat um 58.000 auf 2,95 Millionen gesunken und unterschreitet damit wieder die Marke von drei Millionen. Eine richtige Trendwende ist aber weiterhin nicht in Sicht.

Mit einem Reformpaket will die Koalition die Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs bringen. Auch bei der Arbeitszeit will Schwarz-Rot ansetzen. Der DGB untermauert seine Ablehnung mit neuen Zahlen.