Verschiebung der Hannover Messe als «Super-GAU» fürs Gastgewerbe

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Die Hoteliers und Gastronomen in Niedersachsen haben mit großer Sorge auf die Verschiebung der Hannover Messe reagiert. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) im Land, Rainer Balke, sprach am Mittwoch von einem «Super-GAU» für die Branche in der Region. «Dabei ist dies für den Standort und ganz Niedersachsen nur die Spitze, die da sichtbar wird. Wir leiden seit Wochen unter der Corona-Krise.» Die Stornierungen in Hotels und nachlassende Kundschaft in Lokalen und Restaurants führe in den Betrieben schon «zu großer Verunsicherung».

Man müsse zwar Verständnis für die Vorsicht der Behörden haben, meinte Balke. Doch ob die Termine im Sommer dann definitiv gehalten werden können, ist aus seiner Sicht ungewiss: «Keiner weiß, wie lange das noch dauern wird.» Die Politik müsse darüber nachdenken, wie das Gastgewerbe unterstützt werden könne - etwa mit Liquiditätshilfen.

Die Veranstalter der Hannover Messe hatten die größte Industrieschau der Welt mit rund 6000 erwarteten Ausstellern wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus vom Zeitraum 20. bis 24. April auf den 13. bis 17. Juli vertagt. «Wenn so ein richtig großer Brummer verschoben wird, hat das für uns schon eine mächtige Auswirkung», sagte Balke. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Aktuelle Daten zeigen die Insolvenzwelle im britischen Gastgewerbe des Jahres 2025. Trotz eines leichten Rückgangs der Fallzahlen im vierten Quartal belasten hohe Lohnkosten, Personalmangel und steuerliche Änderungen die Branche weiterhin massiv.

Das deutsche Gastgewerbe blickt auf ein schwieriges Jahr 2025 zurück: Trotz nominaler Zuwächse sank der reale, preisbereinigte Umsatz um 2,1 Prozent. Auch der Dezember dämpfte die Bilanz mit Rückgängen in der Gastronomie.

In der deutschen Wirtschaft sind zum Jahresende keine zusätzlichen Jobs mehr entstanden. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts endete im vierten Quartal 2025 die langjährige Zunahme bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen.

Die Inflation in Deutschland hat zum Jahresbeginn 2026 wieder an Fahrt gewonnen. Nach Daten des Statistischen Bundesamtes lag die Inflationsrate im Januar bei 2,1 Prozent. Für das Gastgewerbe zeigt die amtliche Statistik eine spezifische Entwicklung: Das Preisniveau für Speisen in der Gastronomie blieb im Vergleich zum Vormonat stabil.

Nach einer Abmahnung ist das Arbeitsverhältnis nicht immer final zerrüttet. Wer jetzt das Gespräch sucht und eine klare Strategie zeigt, gewinnt in jedem Fall. Was beachtet werden muss.

Präzision am Herd und Souveränität am Gast: Bei den Saarländischen Jugendmeisterschaften 2026 setzte sich der gastronomische Nachwuchs gegen starke Konkurrenz durch. In Spiesen-Elversberg wurden die besten Azubis in den Kategorien Küche, Restaurant und Hotel gekürt.

Zu wenig Lohn, zu lange Arbeitszeit, fehlende Stundenzettel: Nach Erkenntnissen des Zolls verletzen Tausende Arbeitgeber die Vorgaben zum gesetzlichen Mindestlohn. Im Gast- und Hotelgewerbe kam es laut Finanzministerium zu besonders vielen Verstößen.

Sofa, neue Winterjacke oder Restaurantbesuch? Eine Umfrage zeigt, bei welchen Ausgaben sich Verbraucherinnen und Verbraucher besonders beschränken. Lebensmittel sind es nicht.

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) unterstützt kleine Betriebe mit dem Kompetenzzentrenmodell und digitalen Werkzeugen bei der Umsetzung des Arbeitsschutzes. Das Angebot richtet sich an Unternehmen mit bis zu 20 Beschäftigten.

Die Bilanz für Bayerns Gastgewerbe im Jahr 2025 fällt ernüchternd aus: Während die Preise die nominalen Umsätze stützen, sinken die realen Erlöse und die Beschäftigtenzahlen in der gesamten Branche. Nur wenige Sparten wie Campingplätze verzeichnen noch ein echtes Wachstum.