Viele arbeiten krank – andere schwänzen

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Viele Beschäftigte gehen trotz gesundheitlicher Beschwerden zur Arbeit, andere melden sich jedoch auch mal krank, obwohl sie arbeitsfähig sind. Das geht aus einer laut eigenen Angaben repräsentativen Umfrage im Auftrag der Pronovia BKK hervor. Demnach gehen etwa bei Rückenschmerzen 45 Prozent zur Arbeit, andere arbeiten so viel wie möglich von zu Hause aus oder kommen zurück, sobald die schlimmsten Symptome vorbei sind. 11 Prozent bleiben so lange zu Hause, bis sie wieder gesund sind.

Bei Allergien und psychosomatischen Beschwerden gibt es ähnliche Werte. Bei leichter Erkältung geht nach der Umfrage noch jeder Dritte zur Arbeit, bei Bronchitis oder grippalem Infekt sind es noch 15 Prozent.

Es folgte die Frage nach der «Bettkantenentscheidung»: «Sie sind arbeitsfähig, könnten sich aber krankmelden bzw. krankschreiben lassen.» 7 Prozent der Befragten gaben an, sich dann «häufig» für die Krankmeldung zu entscheiden. 22 Prozent machen das «manchmal», 31 Prozent «selten», 36 Prozent «nie». Je älter die Befragten, desto häufiger fällt nach der Umfrage die Bettkantenentscheidung auf den Gang zur Arbeit.

«Wenn die Krankmeldung dazu dient, bei psychischer Überlastung oder körperlichen Beschwerden rechtzeitig zu handeln und wieder gesund zu werden, dann ist sie ein Ausdruck wachsenden Gesundheitsbewusstseins und eine legitime sowie wertvolle Strategie der Selbstfürsorge», sagte Pronova-BKK-Expertin Patrizia Thamm. Oft spielten jedoch persönliche Gründe eine Rolle. Die Pronova BKK ließ laut eigenen Angaben im Oktober bundesweit 1.230 Beschäftigte ab 18 Jahren befragen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Sächsische Landesbibliothek hat den Nachlass der DDR-Kochbuchautorin Ursula Winnington übernommen. Die Sammlung der DDR-Kochbuchikone soll künftig im Deutschen Archiv der Kulinarik für Forschung und Öffentlichkeit zugänglich sein.

Wenn die Kita zu ist, muss das Kind zu Hause betreut werden. Aber wie, wenn die Eltern doch eigentlich arbeiten müssen? Eine mögliche Lösung: Urlaub beantragen. Aber muss der Arbeitgeber den auch zwingend genehmigen?

Der Personalmangel in der deutschen Wirtschaft zwingt Unternehmen zunehmend zum Umdenken bei der Arbeitsplatzgestaltung. Eine aktuelle Studie des Digitalverbands Bitkom liefert dazu nun Zahlen aus der Industrie, die als Blaupause für andere Branchen dienen könnten.

Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit, Loyalität und Fachwissen: Solche Eigenschaften galten früher im Job als unabdingbar. Und heute? Was verbirgt sich hinter den «Future Skills» - und wer braucht sie?

Seit Mitte März gibt es in Deutschland frischen Spargel. Die Lust auf das Stangengemüse ist 2025 aber etwas gesunken, wie neue Daten zeigen. Besonders eine Gruppe kann mit Spargel wenig anfangen.

Der reale Umsatz im deutschen Gastgewerbe blieb im Februar 2026 gegenüber dem Vormonat unverändert, während er im Vorjahresvergleich preisbereinigt deutlich sank. Besonders die Gastronomie verzeichnete im Vergleich zum Februar 2025 spürbare reale Einbußen.

Die Umsätze im nordrhein-westfälischen Gastgewerbe liegen 2025 weiterhin unter dem Niveau von 2016. Das zeigen vorläufige Zahlen des Landesamts IT.NRW.

Auch im Schreiben wächst die Nachfrage nach intensiveren, persönlich ausgerichteten Formaten, fernab vom Alltag. Die Autorin Sylvia Deloy veranstaltet gemeinsam mit der Coachin Anja Eigen das Schreibretreat „Zeit für Geschichten“. Es findet vom 7. bis 10. Juni 2026 im Wellnesshotel Bayerwaldhof im Bayerischen Wald statt.

Im Jahr 2025 haben in Deutschland rund 461.800 Personen eine duale Berufsausbildung aufgenommen. Wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, entspricht dies einem Rückgang von 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Steigende Lebenshaltungskosten sind laut einer aktuellen Umfrage die größte finanzielle Sorge in der deutschen Bevölkerung. Auffällig: Besorgter als Niedrigverdiener sind demnach diejenigen mit mittleren oder hohen Einkommen.