Vorsicht, falsche Steuerbescheide: So erkennen Sie Betrug

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Derzeit machen mal wieder gefälschte Steuerbriefe die Runde. In den Schreiben, die Verbraucherinnen und Verbraucher erreichen, geben sich Kriminelle als das Bundeszentralamt für Steuern aus und fordern Verzugszinsen von mehreren Hundert Euro für vermeintlich zu spät eingereichte Steuererklärungen. Überwiesen werden soll meist unverzüglich - innerhalb einer zweitägigen Frist. 

Die Lohnsteuerhilfe Bayern (Lohi) gibt Tipps, wie Sie den Betrug entlarven können:

  • Mehrere Ungereimtheiten: Auf den ersten Blick mag die Post täuschend echt aussehen. Auf den zweiten Blick sind einige Dinge aber nicht stimmig. So stehen auf den unterschiedlichen Seiten etwa oft verschiedene Daten - zum Beispiel Februar auf der ersten, Mai auf der zweiten Seite. Auch Absenderfelder und Fußnoten unterscheiden sich oft.
     
  • Unpersönliche Anrede: Ungewöhnlich für Steuerschreiben - Empfängerinnen und Empfänger werden nicht namentlich angesprochen. Stattdessen beginnen die Schreiben mit «Sehr geehrte Steuerzahlerin und sehr geehrter Steuerzahler». Finanzämter kennen und nutzen jedoch Namen und Steuer-ID des Empfängers und verwenden die Daten auch in der Kommunikation. Falls doch eine Steuer-ID angegeben sein sollte, gleichen Sie sie mit der eigenen ab - meist ist sie falsch.
  • Ungewöhnliche Zuständigkeiten: Für Steuererklärungen ist der Lohi zufolge ausnahmslos das örtliche Finanzamt zuständig. Bei entsprechenden Forderungen müsste also das örtliche Finanzamt der Absender sein, in keinem Fall das Bundeszentralamt für Steuern.
     
  • Ausländische IBAN: Keine deutsche Behörde unterhält Konten im Ausland. Auf den Schreiben beginnt die Kontoverbindung, auf die das Geld überwiesen werden soll, jedoch häufig mit «ES» für Spanien. Eine deutsche IBAN würde mit der Buchstabenfolge «DE» beginnen.
     
  • Finanzamt fragen: Entdecken Sie selbst nach den Punkten 1 bis 4 keine Ungereimtheiten, sollten Sie trotzdem unbedingt beim örtlich zuständigen Finanzamt nachfragen, ob wirklich eine Forderung gegen Sie im Raum steht. Suchen Sie sich die Nummer im Netz oder anhand des letzten Steuerbescheids heraus. 

(dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Rheinland-Pfalz senkt das Mindestinvestitionsvolumen für die Tourismusförderung auf 50.000 Euro. Beherbergungs-, Camping- und Gastronomiebetriebe können unter den genannten Voraussetzungen Zuschüsse erhalten, die bei bestimmten Investitionen bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten betragen.

BWH-Geschäftsführerin Carmen Dücker spricht sich dafür aus, unterschiedliche Stärken und Arbeitsweisen der Generationen im Team zu berücksichtigen. Flexibilität und Austausch dürften dabei nicht nur von einer Seite erwartet werden.

Eine aktuelle DATEV-Analyse zeigt, dass vor allem langjährig Beschäftigte und qualifizierte Fachkräfte von der Inflationsausgleichsprämie profitierten. Zudem zahlten kleine und mittlere Unternehmen häufiger als Kleinstbetriebe.

Die Nachfrage bleibt vergleichsweise stabil, doch höhere Kosten belasten die Margen in Reise, Freizeit und Gastgewerbe. Wie unterschiedlich sich Hotelbetriebsergebnisse entwickeln, zeigt ein europäischer Städtevergleich: Berlin verzeichnet ein Minus von zwölf Prozent, Mailand ein Plus von 34 Prozent.

Der Kreditschutzverband zählt in Österreich 640 Insolvenzen in Beherbergung und Gastronomie von Januar bis September 2026 – acht Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In 245 Fällen seien die Verfahren mangels kostendeckenden Vermögens nicht eröffnet worden.

Auch nach der Inkassoübergabe bleibt das Geld oft aus: Forderungen von Hotels, Gastronomen und Imbissen werden innerhalb eines Jahres nur halb so häufig vollständig bezahlt wie im Branchendurchschnitt. Bei vollständig beglichenen Forderungen vergehen im Median 106 Tage.

Die schleppende Digitalisierung der Verwaltung belastet die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Für drei Viertel der Unternehmen ist die digitale Rückständigkeit ein internationaler Standortnachteil, so eine aktuelle Bitkom-Umfrage.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist im Juli 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Im Gastgewerbe zeigt sich von Januar bis Juli eine überdurchschnittlich hohe Insolvenzhäufigkeit.

Psychische Erkrankungen entwickeln sich nach einer Auswertung der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) zusehends zu einem Treiber für Fehlzeiten im Job - und das mit langen Ausfallzeiten.

Ab dem 15. Oktober ist das Trinken von Alkohol auf allen Bahnhöfen verboten. Das Anstoßen auf dem Bahnsteig etwa hat dann Konsequenzen. Aber was gilt für Gepäck - und in der Gastronomie?