Was der Arbeitsvertrag über die Unternehmenskultur verrät

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Wer seinen Arbeitsvertrag aufmerksam prüft, kann zusätzliche Hinweise finden, wie gut er oder sie wirklich zum Unternehmen passt. Das erklärt die Karriereberaterin Nane Nebel in einem Beitrag auf Xing.

Der Coachin zufolge würden viele Verträge zeigen, wie ein Unternehmen, seine Kultur und Werte einzuschätzen sind. Dazu sei aber etwas Interpretation notwendig. Laut Nebel ist es zum Beispiel ein gutes Zeichen, wenn ein Vertrag und entscheidende Klauseln in einem wohlwollenden und würdigendend Tonfall gehalten sind - während gleichzeitig auf juristisch saubere und rechtssichere Formulierungen geachtet wird.

Auf Signale während der Verhandlungen achten

Besonders kleinteilige und detaillierte Abschnitte können der Karriereberaterin zufolge dagegen Hinweis darauf sein, dass ein Unternehmen mit diesen Aspekten in der Vergangenheit Probleme hatte oder es gar Rechtsstreitigkeiten gab - etwa beim Thema Arbeitnehmererfindungen. Wie Nebel in dem ihrem Beitrag schreibt, kann das unter Umständen ein zu prüfendes Warnsignal sein.

Weil einmal aufgesetzte Verträge kaum noch zu ändern sind, empfiehlt Nebel, besonders auf der Zielgeraden zum neuen Arbeitsvertrag den Überblick über bereits festgelegte Vereinbarungen zu behalten. Missverständnisse oder Dissens würden zum Teil erst dann zu Tage treten, wenn es darum geht, die konkreten Fakten im Vertrag festzuschreiben.

Nicht zuletzt lasse sich auch anhand des Verhaltens der Verhandlungspartnerinnen und -partner während des Vertragsgestaltungsprozesses erkennen, welchen Stil Führungskräfte im Unternehmen pflegen und wie viel Gestaltungsspielraum sie haben. Auch das können wichtige Hinweise auf die Unternehmens- und Führungskultur sein. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) hat seinen aktuellen Zahlenspiegel für das dritte Quartal 2025 vorgelegt. Die Publikation bietet eine Übersicht der zentralen wirtschaftlichen Kennzahlen aus Hotellerie und Gastronomie.

McDonald's Deutschland hat die Ergebnisse der fünften Ausbildungsstudie veröffentlicht. Diese offenbaren eine zunehmende Verunsicherung und eine skeptische Haltung bezüglich der gesellschaftlichen Durchlässigkeit und der Wirkung von Leistung.

Viele Beschäftigte winken bei Weiterbildungen ab – weil sie weder mehr Gehalt noch Aufstiegschancen erwarten. Experten sehen darin eine Bürde für die Wirtschaftskraft - und wollen Hürden abbauen.

Künstliche Intelligenz macht im Beruf vieles einfacher – aber wer steht gerade, wenn die Tools fehlerhafte Ergebnisse ausspucken? Eine Rechtsexpertin ordnet ein.

Die Verdienstgrenze für Millionen Minijobber steigt zum 1. Januar auf 603 Euro und zum 1. Januar 2027 auf 633 Euro. Die Grenze wird aufgrund ihrer Koppelung an den gesetzlichen Mindestlohn erhöht: Jede Erhöhung führt automatisch zur Anpassung der Minijobgrenze.

Jedes zwölfte Unternehmen in Deutschland fürchtet nach einer aktuellen Umfrage des Ifo-Instituts akut um die eigene Existenz. Als größte Gefahr sehen die Unternehmen demnach branchenübergreifend Auftragsmangel, der finanzielle Engpässe nach sich zieht.

Der Arbeitgeber fordert eine Krankschreibung - jetzt muss es schnell gehen. Doch auf Angebote im Netz sollte man sich nicht ungeprüft einlassen, zeigt ein Urteil. Die Folgen können erheblich sein.

Sind Schnee, Schneematsch oder Glätte vorhergesagt, wird der Arbeitsweg unter Umständen zur Geduldsprobe. Aber was passiert, wenn Beschäftigte zu spät zur Arbeit kommen?

Die Konjunkturlage im Gastgewerbe zeigt eine anhaltende Abschwächung. Nachdem das Statistische Bundesamt (Destatis) heute für den September 2025 einen Umsatzrückgang meldete, bestätigt der aktuelle DATEV Mittelstandsindex für Oktober 2025 diesen negativen Trend und zeigt eine weitere deutliche Verschlechterung in der Branche.

Der Anteil der von Fachkräftemangel betroffenen Unternehmen in Deutschland hat sich weiter verringert. Trotz des allgemeinen Rückgangs bleibt der Wert im Dienstleistungssektor, insbesondere in der Gastronomie und Hotellerie, weiterhin hoch.